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  • | 1LOKALESSamstag, 28. Februar 2015

    IM HERZEN UNSERER REGION Samstag, 28. Februar 2015 | 31. Jahrgang | 9. KW

    WORMSER

    Einem Teil unserer Auflage liegen Prospekte der folgenden Firmen bei:

    BEILAGENHINWEIS

    Sie machen keine Probleme Nach Debatte um WC-Anlage: Rektorin nimmt Schler in Schutz >> Seite 3

    Jazz, Klassik, Tango und Oper KVG bietet vielfltiges Musikprogramm im Wormser Theater >> Seite 5

    Die Wormatia will den Auftaktsieg Der VfR trifft nach der Winterpause auf Hessen Kassel >> Seite 12

    Kompromiss in letzter Minute?Brgerverein Dom-Umfeld schlgt neue Variante fr geplantes Gemeindehaus vor

    WORMS Der Brgerverein Dom-Umfeld spiel seine letzte Trumpfkarte: Am Donnerstag haben die Kritiker des geplan-ten Hauses am Dom unter dem Titel Kompromiss am Dom eine neue Variante fr das geplante Gemeindehaus vorgestellt.

    Mit ihrem neuerlichen Vorsto wollen die Gemeindehaus-Kritiker vor allem dafr sorgen, dass das Gebude in grerer Entfernung zur Nikolauskapelle errichtet wird. Zwar wrde gem der neuen Va-riante ein durchaus hohes Gebu-

    de auf dem ehemaligen Kiosk ent-stehen, allerdings wrde der Bau 18 Meter von der Kapelle entfernt gebaut werden. Der eigentliche Entwurf des Architekten Jrg Springer sieht lediglich einen Ab-stand von sechs Metern vor.

    18 Meter Abstand zum Dom

    Auerdem wrde auf das aus Ver-einssicht berdimensionierte Dach verzichtet werden und der hohe Teil des Gebudes vom Dom wegrcken. Dies alles kann nach Meinung der Gemeindehaus-Kriti-ker dazu beitragen, dass der Blick auf den Dom weniger einge-schrnkt wird und ein anspre-chendes Gesamtbild entsteht. Zu-

    dem geht der Brgerverein davon aus, dass die Baukosten aktuell ist von 4,6 statt der ursprnglich veranschlagten 2,3 Millionen Euro die Rede deutlich reduziert wer-den knnen, wenn sich die Kir-chengemeinden St. Peter und St. Martin dem Kompromissvorschlag anschlieen. Ob der Brgerverein mit dem Vor-schlag bei den Pfarrgemeinden Gehr findet, ist derweil noch of-fen. Allerdings hat Dompropst To-bias Schfer in einer ersten Stel-lungnahme versichert, dass die Kirchengemeinden den Vorschlag ernsthaft prfen und sich anschlie-end hierzu uern wrden. Bemerkenswert ist, dass der Br-gerverein mit der von ihm ins

    Spiel gebrachten Variante nicht wirklich glcklich ist. Wie Wil-fried Thier, stellvertretender Vorsit-zender des Vereins sagte, wre ein Abriss des Gebudes Andreasstra-e 8 und ein Neubau des Gemein-dehauses auf diesem Areal aus

    Sicht der Gemeindehaus-Kritiker nach wie vor die beste Variante. Gleichwohl wolle man dem Vor-wurf, stur zu sein und unverrck-bare Maximalforderungen zu stel-len, entgegentreten und habe des-halb den Kompromiss am Dom vorgeschlagen. Gleichzeitig beton-te Thier, dass der Verein damit auch auf eine seiner Kernforderun-gen, wonach auf dem Areal des einstigen Kiosks beziehungsweise zwischen diesem Bereich und dem Dom nicht mehrstckig ge-baut werden solle, aufgibt. Zudem so Thier, ist die Akzeptanz der jetzt vorgeschlagenen Alternative in der Wormser Bevlkerung ver-mutlich sehr hoch. Dies wrde zur Befriedung in der Stadt beitragen.

    Der Brgerverein schlgt vor, den Standort des Gemeindehauses von der Nikolauskapelle in Richtung Andreasstrae zu rcken. Auerdem soll das Gebu-de ein Flach- oder Walmdach erhalten. Foto: Jens Gehrcken / Brgerverein; Montage: Bjrn Baumgrtner

    Von Sascha Diehl

    Heylshof-Matinee zur BombennachtSechste Ausgabe der Veranstaltungsreihe erinnert an Zerstrung der Stadt vor 70 Jahren

    WORMS (red) Am 21. Februar und am 18. Mrz 1945, kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs, wird Worms das Ziel alliierter Kampfbomber. Das Ergebnis ist verheerend: 380 Zivilisten verlie-ren bei diesen beiden Angriffen ihr Leben, die Stadt verliert ihr jahrhundertealtes Gesicht. Am Ende des Krieges werden es mehr als 700 Tote sein, etwa 8 000 Wormser werden obdachlos, 2 200 Wohnhuser sind vollkommen zerstrt, 1 800 stark beschdigt. Die Ereignisse jener Zeit wirken bis heute nach. Bombennacht Es brennt die Stadt am Strom ist die mittler-weile sechste Matinee im Heyls-hof. Die Veranstaltungsreihe ver-bindet Gedichte der Zeit mit lokal-historischen Schilderungen und ergreifender Musik. Paul Streich und Preistrger der Lucie-Klsch-Jugendmusikschule bereichern

    die Veranstaltung mit Ausschnit-ten aus Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 5 cis-moll, Dr. Jrg Koch schil-dert fesselnd die Ereignisse im Worms jener Tage. Walter Passian

    und Karl-Heinz Deichelmann rezi-tieren Gedichte von Bertolt Brecht, Kurt Tucholsky und Wolf-gang Borchert. Der Erls der Ver-anstaltung kommt einem wohlt-

    tigen Zweck zugute. Die im Rah-men einer Kooperation des Fr-derkreises Museum Heylshof mit dem Museum der Stadt Worms im Andreasstift organisierte und vom EWR, der Sparkasse Worms-Al-zey-Ried, der Volksbank Alzey-Worms und der Stadt Worms untersttzte Gedenkveranstaltung findet am 22. Mrz als Matinee um 11 und um 17 Uhr als Nach-mittagsveranstaltung im Museum Heylshof, Stephansgasse 9 in Worms statt. Der Eintritt betrgt 8 Euro, erm-igt 5 Euro. Karten sind erhltlich an der Tageskasse sowie im Vor-verkauf bei Bcher Bessler, der Kunsthandlung Steuer und im Museum Heylshof. Aufgrund der begrenzten Anzahl von Sitzplt-zen und der freien Platzwahl ist es ratsam, sich Karten bereits im Vor-verkauf zu sichern und rechtzeitig zur Veranstaltung zu erscheinen.

    Dr. Jrg Koch, Karl-Heinz Deichelmann und Paul Streich ge-stalten mit weiteren Akteuren die sechste Matinee im Heyls-hof. Foto: KVG

    Der Anwalt einer Anwohnerin der Andreasstrae, die gegen die von der stdtischen Bauauf-sichtsbehrde erteilte Bauge-nehmigung Widerspruch einge-legt hatte, damit aber vor dem Verwaltungsgericht gescheitert war, hat angekndigt, gegen diesen Beschluss der Mainzer Richter Beschwerde einzulegen.

    BESCHWERDE

  • 2 | LOKALES Samstag, 28. Februar 2015

    EWR rt zur VorsichtVerunsicherte Kunden durch dubiose Anrufer

    WORMS (red) In den vergan-genen Tagen berichteten mehrere EWR-Kunden aus der Region von dubiosen Telefonanrufen. Die Anrufer sagen, sie wrden im Auftrag von EWR eine Marktfor-schungsstudie durchfhren, er-klrte EWR-Pressesprecher Jr-gen von Massow. Dabei erfragten die Anrufer unter anderem auch Kundennummern. Wir haben keine Studie oder sonstige Telefoninterviews in Auftrag gegeben, versichert von

    Massow. EWR rt dringend dazu, am Telefon vorsichtig mit dem Herausgeben von Daten zu sein. Auch Vertrge sollten auf diese Weise nicht bereilt abgeschlos-sen werden. EWR bittet Kunden, die von sol-chen Anrufen betroffen sind, sich bei EWR unter der kostenlosen Telefonnummer 08 00 / 8 48 48 41 oder kundenservice@ewr.de zu melden. Wer Fragen zu seinem Vertrag hat, kann sich auf diesem Weg auch beraten lassen.

    Bildung gestaltenSPD-Zukunftsdialog am 11. Mrz beim DRK

    WORMS (red) Mit einem fl-chendeckenden Zukunftsdialog mchte die SPD-Fraktion im rheinland-pflzischen Landtag gemeinsam Brgern Lsungsan-stze fr die kommenden wirt-schaftlichen und gesellschaftli-chen Herausforderungen in Rheinland-Pfalz entwickeln. Im Rahmen dieser Dialogreihe ldt der Wormser SPD-Abgeordnete Jens Guth am Mittwoch, 11. Mrz, 18 Uhr, ins DRK-Berufsbil-dungswerk interessierte Brger zu einer Zukunftswerkstatt ein. Thema der Veranstaltung mit Bildungsministerin Vera Rei als prominenteste Teilnehmerin lau-tet Heute die Bildung von mor-gen gestalten.

    Brger sollen aktiv werden

    In der Zukunftswerkstatt wird gemeinsam erarbeitet, wie Rheinland-Pfalz gerechter, soli-darischer und fit fr die Zukunft gemacht werden kann und welchen Beitrag die SPD-Frak-tion dazu im Parlament konkret leisten kann. Hier Brger selber aktiv werden und sich in den Zu-kunftswerksttten einbringen. Die Ideen der Brger sind hier gefragt. Die SPD-Fraktion hrt zu. Die Ergebnisse der Zukunfts-

    werkstatt werden dokumentiert und gemeinsam mit Experten auf Zukunftskongressen weiter ausgewertet. Mitte 2015 werden die Ergebnisse der ffentlichkeit vorgestellt. Umsetzbare Vor-schlge und Lsungen der Br-gerinnen und Brger werden in der parlamentarischen Arbeit aufgegriffen.

    Weichen stellen

    Auf der Website der SPD-Frak-tion (www.spdfraktion-rlp.de) werden alle neuen Termine zu den ffentlichen Zukunftswerk-sttten verffentlicht. Interes-sierte Brgerinnen und Brger knnen sich im Internet oder di-rekt im Wahlkreisbro des Land-tagsabgeordneten Jens Guth, Telefon 0 62 41 / 97 05 69, oder per E-Mail unter wk.jens.guth@t-online unter Angabe ihrer Kontaktdaten ver-bindlich anmelden. Die Landtagsfraktion der SPD in Rheinland-Pfalz mchte nicht auf die kommenden Vernderun-gen warten, sondern bereits heu-te die Weichen fr die Zukunft von Rheinland-Pfalz stellen und sich gemeinsam mit den Men-schen vor Ort die Herausforde-rungen der Zukunft annehmen.

    Hilfe fr HelferKurs fr pflegende Angehrige in Worms

    WORMS (red) Zuhause alt werden und gut versorgt sein das ist das Ziel vieler Menschen in Worms. Gerade Demenzkran-ke bentigen eine besondere Betreuung. Mit einem speziellen Kurs untersttzt die DAK-Ge-sundheit gemeinsam mit dem Malteser Hilfsdienst e. V. Worms diejenigen, die sich um De-menzerkrankte kmmern.

    Pflegende Angehrige und Eh-renamtliche sind die Sttze einer immer lter werdenden Gesellschaft ihnen gilt unser besonderes Augenmerk, betont Gebhard Weitzel, Chef der DAK-Gesundheit in Worms. Pflege-Profis geben im Kurs praktische Tipps zum Umgang mit der Er-krankung, leisten Hilfestellung bei seelischen und krperlichen Belastungen und frdern den Erfahrungsaustausch unterei-nander. Hufig haben Men-schen Angst, bei der Pflege eines ihm nahe stehenden Men-schen zu versagen. Diese ngs-te abzubauen, ist ebenfalls Ziel dieses Angebots, sagt Weitzel. Der dreitgige Kurs findet statt am 14. Mrz, 10 bis 15 Uhr, 17. Mrz, 17 bis 19:30 Uhr und am 20. Mrz, 16 bis 20 Uhr im Mal-teserstandort, Kirschgartenweg 58 in 67547 Worms.. Die