Status quo der Gefäßchirurgie in Deutschland; Status quo of vascular surgery in Germany;

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  • Gefsschirurgie201318:355364DOI10.1007/s00772-013-1206-9Onlinepubliziert:15.August2013Springer-VerlagBerlinHeidelberg2013

    A.Khnl1H.Sllner1I.Flessenkmper2H.-H.Eckstein11KlinikundPoliklinikfrVaskulreundEndovaskulreChirurgie,

    KlinikumrechtsderIsar,TechnischeUniversittMnchen2KlinikfrGefmedizin,HeliosKlinikumEmilvonBehring,Berlin

    StatusquoderGefchirurgieinDeutschland

    Einleitung

    Kardiovaskulre Erkrankungen sind in industrialisierten Lndern, so auch in Deutschland die hufigsten Todesursa-chen (40,2% in 2011 [1]). Zudem bedin-gen sie aufgrund ihres hufig chronischen Verlaufs und der hohen Koprvalenz ihrer Manifestationsformen ein erhhtes Mor-bidittsrisiko [2]. Epidemiologische Be-rechnungen ergaben, dass in Deutschland ca. 250.000 Frauen und Mnner mit einer >75%igen Stenose der A. carotis interna und etwa 50.000 Mnner mit einem be-handlungsbedrftigen abdominalen Aor-tenaneurysma (AAA) leben [3]. Die Pr-valenz der peripheren arteriellen Ver-schlusskrankheit (PAVK) ist stark alters- und geschlechtsabhngig und betrgt bei ber 65-Jhrigen bis zu 20%, wobei ca. zwei Drittel symptomfrei sind [3]. Bei der akuten Extremittenischmie wird von einer Inzidenz von 1427/100.000 Perso-nen ausgegangen [3]. Aufgrund des demo-grafischen Wandels und der Zunahme von metabolischen Strungen wie dem Diabe-tes mellitus, ist sogar noch von einer Stei-gerung der oben genannten Zahlen in den kommenden Jahren auszugehen. Die Ge-fchirurgie hat in den vergangenen Jah-ren einen deutlichen Wandel erlebt, nicht nur aufgrund des zunehmenden Bedarfs, sondern vor allem durch technische und materielle Neuentwicklungen, verbesserte (peri)-operative Therapiemglichkeiten, strukturelle und organisatorische Verbes-serungen sowie durch die Schaffung eines eigenen Facharzttitel in sehr vielen euro-pischen Lndern.

    Dieser Artikel stellt in deskriptiver Weise den aktuellen Stand und die Ent-wicklung der Gefchirurgie und der

    sonstigen gefmedizinischen Versor-gung in Deutschland ber die vergange-nen Jahre dar.

    Material und Methoden

    Die in der Gesundheitsberichterstattung des Bundes enthaltene jhrliche Kranken-hausstatistik des Statistischen Bundesam-tes diente als Datengrundlage der meisten Analysen [1]. Auerdem wurden die sog. Grunddaten der Krankenhuser (Fachse-rie 12, Reihe 6.1.1) [4] sowie die DRG-Sta-tistik mit den tief gegliederten Diagnose- (5-stellige ICD-10 Codes) und Prozedu-rendaten (bis zu 6-stellige Codes des Ope-rationen- und Prozedurenschlssels OPS) fr die Jahre 2005 bis 2011 ausgewertet.

    Als Datengrundlage zur Bestimmung der Anzahl und der Verteilung der derzeit ttigen Fachrzte bzw. rzte mit Schwer-punktbezeichnung sowie der jhrlich neu zuerkannten Facharzt (FA)- und Schwer-punkt (SP)-Qualifikationen diente die rz-testatistik der Bundesrztekammer (BK) sowie die persnliche Kommunikation mit dem dort zustndigen Statistiker [5]. Die Anzahl der Weiterbildungsstellen wurde den Homepages der Landesrztekammern entnommen oder telefonisch abgefragt. Die Angaben ber den sog. Facharztindex der jeweiligen Jahre basieren auf den jhrlichen Publikationen im Deutschen rzteblatt [6].

    Die Daten zur Entwicklung des Mit-gliederstandes der Deutschen Gesell-schaft fr Gefchirurgie und Gefme-dizin (DGG) sowie die Anzahl der zerti-fizierten Gefzentren, GefassistentIn-nenDGG und Endovaskulren Chirurgen/SpezialistenDGG erhielten wir von der Ge-schftsstelle der DGG bzw. den Home-pages der DGG, DGA und DeGIR [7-9].

    Ergebnisse

    RollederGefchirurgieindervaskulrenVersorgunginDeutschland

    AnzahlselbststndigergefchirurgischerundangiologischerAbteilungenIm Jahr 2011 gab es in 1736 allgemeinen deutschen Krankenhusern (gem der Definition des Statistischen Bundesamtes) 256 Fachabteilungen fr Gefchirurgie und 34 Abteilungen fr Angiologie. Die Zahl der aufgestellten Betten lag bei ins-gesamt 7940 bzw. 872, was auf eine durch-schnittliche Abteilungsgre von 31 bzw. 27 Betten schlieen lsst [4]. Im Jahr 2011 gab es in 308 Kliniken eine/n Leitende/n rztin/Arzt fr Gefchirurgie (Angio-logie 47) und in 444 Kliniken war min-destens ein/e qualifizierte/r Gefchirurg/in (FA oder SP) ttig (Angiologie 112).

    Laut dem Deutschen Krankenhausver-zeichnis verfgen 51,9% aller groen (>900 Betten) und 43,5% aller mittelgroen (601 bis 900 Betten) Kliniken ber eine eigen-stndige gefchirurgische Abteilung. Kli-niken mit 300 bis 600 Betten halten in 24,1% eine gefchirurgische Abteilung vor (.Tab.1).

    VaskulrttigeFachrzte(inkl.Schwerpunktbezeichnungen)Whrend sich die Anzahl an Angio-log(inn)en im Krankenhaus seit 2000 um etwa 20% erhht hat, ist die Anzahl von Gefchirurg(inn)en im stationren Be-reich um >50% angestiegen (.Tab.2). Im ambulanten Bereich ist die Angiologie in etwa gleichhufig vertreten wie die Ge-fchirurgie. Die Gesamtanzahl, sowohl

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    Leitthema

  • von ambulant gefchirurgisch ttigen als auch von ambulant angiologisch ttigen rztinnen und rzten hat sich seit 2000 nahezu verdoppelt. Hinzu kommt eine groe Anzahl von rzten verschiedener Fachrichtungen (Gefchir urgie, Derma-tologie, Chirurgie etc.) mit der Zusatzbe-zeichnung Phlebologie. Bezglich der Entwicklung in der Radiologie kann kei-ne exakte Aussage getroffen werden, da unbekannt ist, wie viele der jeweils ber 3300 ambulant und stationr ttigen Ra-diolog(inn)en gefmedizinisch ttig sind. Ebenso ist unbekannt, wie viele nie-dergelassene Angiolog(inn)en rein oder berwiegend vaskulr ttig sind.

    ReprsentanzderGefchirurgieindeutschenUniversittsklinikenBetrachtet man die Situation an den 33 Universittskliniken, die sich organisa-tionsbedingt ber 38 Standorte verteilen, so ist die Gefchirurgie nur an 13 Standor-ten (34%) als Lehrstuhl mit eigenstndiger Klinik (n=6) oder als eigenstndige Abtei-lung/Sektion (Extraordinariat, Chefarztab-teilung, n=7) vertreten. An 18 universitren Standorten (47%) ist die Gefchirurgie in die Allgemeinchirurgie und an 7 Universi-ttskliniken (18%) in die Herzchirurgie in-tegriert. Im Vergleich zum Stand von 2007 gibt es somit weiterhin nur 6 Lehrsthle fr Gefchirurgie. Immerhin gibt es nun 7 weitere selbststndige Extraordinariate oder Kliniken, die durch einen W2 oder C3 Professor geleitet werden. Allerdings ist die Gefchirurgie immer noch in 25 von 38 aller Universittskliniken (65%) in die

    Allgemein-/Viszeral- oder die Herzchir-urgie integriert. Diese Zahl steht in deut-lichem Widerspruch zur Prsenz eigen-stndiger gefchirurgischer Kliniken in sonstigen groen Kliniken in Deutschland (>900 Betten, .Tab.1).

    VerteilungvaskulrerHauptdiagnosenimKrankenhausaufdieeinzelnenFachgebieteDie Mehrzahl (71,1%, gewichteter Mittel-wert) der in .Abb.1dargestellten vas-kulren Hauptdiagnosen (ohne I80 und K55) wurden im Jahr 2011 in gefchir-urgischen Fachabteilungen bzw. in sons-tigen chirurgischen Abteilungen behan-delt. Dies betrifft insbesondere die Vari-kose der unteren Extremitten (I83, ca. 85%), die arterielle Embolie und Throm-bose (inkl. der akuten Extremittenisch-mie, I74, ca. 70%), die PAVK (I70 und I73, ca. 65%), Verschlsse und Stenosen pr-zerebraler Arterien ohne Hirninfarkt (I65, ca. 60%) und sonstige Aneurysmen (I72, ca. 60%). Beim Aortenaneurysma und der Aortendissektion (I71) betrgt der Anteil ca. 50%, dabei werden etwa 10% der Pa-tienten in der Herzchirurgie und 20% in internistischen Abteilungen (vornehmlich Kardiologie) behandelt. Die Behandlung von Thrombosen und (Thrombo-)Phlebi-tiden (I80) und vaskulren Darmerkran-kungen (K55) erfolgte berwiegend in zu-meist ungeteilten Abteilungen fr Innere Medizin. Neurologische Abteilungen wa-ren v. a. bei der Therapie von Verschls-sen und Stenosen przerebraler Arterien ohne Hirninfarkt (10,9%, I65) beteiligt.

    Herzchirurgische Fachabteilungen hatten mit Ausnahme der Aortenaneurysmen/Aortendissektionen (12,7%) nur einen geringen Anteil an der Behandlung der vaskulren Hauptdiagnosen.

    Im Vergleich zu den Daten von 2008 [12] zeigt sich, dass die Abteilungen Sons-tige Chirurgie und Sonstige Innere Medi-zin in 2011 weniger Anteil bei der Behand-lung der wichtigsten vaskulren Hauptdiag-nosen hatten (Reduktion des Anteils um durchschnittlich 4,5 bzw. 4,1%). Die prozen-tualen Anteile der spezialisierten Abteilun-gen nahmen hingegen zu. Die der Gef-chirurgie um 1,6%, der Herzchirurgie um 0,3%, der Angiologie um 0,5%, der Kardio-logie um 0,3% und der sonstigen Fachab-teilungen um 5,9%. Dies deutet am ehes-ten darauf hin, dass vaskulr erkrankte Pa-tienten zunehmend in spezialisierten Fach-abteilungen therapiert und diese Patienten auch hufiger in anderen Abteilungen als den klassisch fr Geferkrankungen zu-stndigen Fachgebieten behandelt wurden.

    WeiterbildunginderGefchirurgieundderInnerenMedizin/Angiologie

    Facharzt-undSchwerpunkt-qualifikationen(.Abb.2)

    AnzahlWeiterbildungsstellen(.Tab.3)Die Einteilung in volle und zeitlich ein-geschrnkte Weiterbildungsstellen rich-tet sich nach den Vorgaben der lokal gl-tigen Weiterbildungsordnung. In man-

    Tab. 1 AuflistungderabsolutenAnzahlunddesAnteilsanKrankenhusern(gemdeutschemKrankenhausverzeichnis[10]),diebereineeigenstndigeKlinikoderAbteilungfrGefchirurgieverfgen.

    Krankenhausgre(Bettenanzahl) KHAnzahlgesamt KHAnzahlmiteigenstndigerKlinik/AbteilungfrGefchirurgie Anteil

    Bis300 1272 63 5,0%

    301600 453 109 24,1%

    601900 85 37 43,5%

    ber900 77 40 51,9%

    Tab. 2 StationrundambulantberufsttigerztinnenundrztemitFacharzt-oderSchwerpunktbezeichnungGefchirurgie,AngiologieundPhlebologie(Zusatzbezeichnung).(Nach[1,5])

    2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012

    Stationr Gefchirurgie 683 710 736 784 811 759 774 835 866 920 975 1033 1116

    Angiologie 249 257 284 293 292 291 289 295 311 338 353 351 362

    Phlebologie 573 615 632 643 646 658 653 652 649 644 630 649 652

    Ambulant Gefchirurgie 133 140 160 171 186 193 195 206 216 228 239 249 265

    Angiologie 129 135 152 164 184 203 204 221 236 257 272 283 297

    Phlebologie 1227 1281 1350 1393 1440 1509 1525 1565 1600 1632 1654 1651 1674

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    Leitthema

  • chen Lndern bestehen Weiterbildungs-berechtigungen fr den Facharzt sowie den Schwerpunkt parallel weiter. Quel-le: Homepages und z. T. telefonische Aus-knfte der Geschftsstellen der Landes-rztekammern.

    Seit 2004 gelten die Vorgaben der neu-en Musterweiterbildungsordnung (Mus-ter-WBO) der BK, die in den darauf-folgenden Jahren durch die Landesrzte-kammern in die fr das jeweilige Bundes-land gltige Fassung der WBO umgesetzt wurden. Diese sehen fr die Fcher Ge-fchirurgie und Angiologie eine eigen-stndige 4-jhrige bzw. 3-jhrige FA-Wei-terbildung nach erfolgter 2-jhriger Basis-ausbildung (sog. common trunk) in der Chirurgie bzw. nach 3 Jahren in der In-neren Medizin vor. Parallel dazu konnten aufgrund von bergangsregelungen die Teilgebietsbezeichnungen und SP-Qua-lifikationen fr Gefchirurgie und An-giologie weiterhin erworben werden. Dies fhrte dazu, dass es fr hnliche Weiter-bildungsinhalte bundesweit verschie-dene Bezeichnungen gab und teilweise noch gibt. Zur besseren Vergleichbarkeit haben wir uns deshalb auf FA- und SP-Qualifikationen in den Fachgebieten Ge-fchirurgie und Angiologie beschrnkt (.Abb.2). In den vergangenen 12 Jahren qualifizierten sich pro Jahr durchschnitt-lich deutlich mehr rztinnen und rzte fr das Fach Gefchirurgie als fr das Fachgebiet Innere Medizin und Angiolo-gie. Wie aus .Tab.3ersichtlich, stehen in der Gefchirurgie im Vergleich zur An-giologie mehr als zweieinhalbmal so viele volle Weiterbildungsstellen und mehr als eineinhalbmal so viele zeitlich beschrnk-te Weiterbildungsstellen zur Verfgung.

    Facharztindex(.Tab.4)Der Facharztindex wird jhrlich von der Firma Mainmedico ermittelt und gibt an, wie viele Fachrztinnen und Fachrz-te rein rechnerisch auf eine Stellenaus-schreibung entfallen (Angebot/Nachfra-ge) [6, 13]. Aus einer Gesamtzahl von ca. 50 Facharzttiteln werden die am meisten gesuchten Fachgebiete (entsprechend der 10 niedrigsten Werte) jhrlich im Deut-schen rzteblatt verffentlicht. Die voll-stndigen Ranglisten der einzelnen Jah-re waren auch auf persnliche Nachfra-ge bei Mainmedico nicht zu erhalten. Wie

    Zusammenfassung Abstract

    Gefsschirurgie201318:355364 DOI10.1007/s00772-013-1206-9Springer-VerlagBerlinHeidelberg2013

    A.KhnlH.SllnerI.FlessenkmperH.-H.Eckstein

    Status quo der Gefchirurgie in Deutschland

    ZusammenfassungZielsetzung. ZieldiesesArtikelsistdieErfas-sungderaktuellenvaskulrenEpidemiologieunddergefchirurgischenundgefmedi-zinischenVersorgunginDeutschland.Methoden. AuswertungderGesundheitsbe-richterstattungdesBundes,inkl.derGrund-datenderKrankenhuserundderDRG-Statis-tiksowievonStatistikenderrztekammern.Ergebnisse. In1736allgemeinenKranken-husernwurdenam30.12.2011256gef-chirurgischeAbteilungenvorgehalten.Ins-gesamtwarenzudiesemZeitpunkt1282Ge-fchirug(inn)enberuflichaktiv,davon19%inderambulantenVersorgung.DieInzidenzderarteriellenGeferkrankungennimmtzu,diesbetrifftinsbesonderedieperipherearterielleVerschlusskrankheit(PAVK).Wh-rendzurTherapievonAortenaneurysmenundderPAVKin>50%derFlleendovasku-lreVerfahrenzumEinsatzkommen,wirddieKarotisstenoseunddieakuteExtremit-tenischmiehufigeroffen-chirurgischbe-handelt.MitEinfhrungeineseigenenFach-arzttitelshatdieGefchirurgieanAttrakti-

    vittgewonnen,aktuellbestehenjhrlichet-wa130jungeChirurg(inn)endieFacharztpr-fung.DieDeutscheGesellschaftfrGefchir-urgieundGefmedizin(DGG)wurde1984gegrndetundhatmittlerweile>2000Mit-glieder.DieZertifizierungvonGefzentren,dieWeiterbildungzumEndovaskulrenChir-urgen/-inDGG,zumEndovaskulrenSpezia-listen/-inDGGundzumGefassistent/-inDGGwarenwichtigeSchrittezurweiterenProfes-sionalisierungderDGGundihrerMitglieder.Schlussfolgerung. DieGefchirurgiespieltinDeutschlandbeiderVersorgungvaskulrerkrankterPatienteneinesehrwichtigeRolle.DieendovaskulreTherapieisteinewichtigeSuleinderVersorgungarteriellerGefer-krankungen.DieDGGfrdertdieweiterePro-fessionalisierungdurchZusatzqualifikationenfrrzteundnichtrztlichesPersonal.

    SchlsselwrterGefchirurgieGefmedizinDeutschlandVaskulreVersorgungWeiterbildung

    Status quo of vascular surgery in Germany

    AbstractAims. Theobjectiveofthisarticleistoevalu-atevascularepidemiologyinGermany.Inad-dition,itaimstoassessthehealthcareprovi-sionoftheGermanpopulationwithrespecttovascularsurgeryandvascularmedicine.Methods. TheFederalHealthMonitoringre-portincludingbasicdataonhospitalsaswellasdetaileddatafromthediagnosis-related-groupsstatisticswasusedforanalyses.Fur-thermore,annualstatisticsfromtheGermanMedicalAssociationandtheGermanHospitalFederationwereevaluated.Results. On30December2011,therewere1,736generalhospitalsholding256vascularsurgerydepartments.Onthatcut-offdate,atotalof1,282vascularsurgeonswereem-ployedwith19%ofthemworkinginoutpa-tientcareorasresidentphysicians.Theinci-denceofvasculardiseasesisincreasing,par-ticularlyintermsoftheperipheralarteryoc-clusivedisease(PAOD).WhileendovascularapproachesarepreferablyusedfortreatingaorticaneurysmsandPAOD,opensurgeryismainlyappliedtotreatcarotidstenosisoracute/criticallimbischemia.Duetotheim-plementationofamono-specialityforvascu-

    larsurgery,thedisciplinehasgainedacon-siderableamountofattractiveness.Onaver-age,about130youngsurgeonsannuallypasstheGermanspecialistexamination,TheGer-manVas...

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