vorarlberger jagdzeitung märz-april 2013

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Landesjägerball, Ganzjährige Schonzeit für Jägerohren Teil 4, Jagd-Unfallverhütungsvorschrift, Bekassine - Vogel des Jahres 2013, Gamswildbestandserhebung 2012, Der Anblick Fachtagung Rotwild, Jagd & Tradition Lust zum Singen, N wie Natter, Jagdhunde, Jagdschießen, Jägerinnenforum

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  • VorarlbergerM

    rz /

    April

    201

    3

    Vorarlberger JgerschaftJagdJagd

  • 2 Vorarlberger JagdInhalt

    TitelbildVogel des Jahres 2013: die Bekassine Foto: Max Granitza

    Impressum Anzeigenmarketing: MEDIa-tEaM GesmbhInterpark FOCUS 36832 Rthis tel. 05523 52392 - 0 Fax 05523 52392 - 9office@media-team.at

    redaktion: Verantwortliche RedakteurinMag. Monika Dnz-Breumonika.doenz-breuss@vjagd.at

    Bezirk BregenzOSR BJM-Stv. Roland Moosroland.moos@vjagd.at

    Bezirk DornbirnMag. Karoline von Schnbornkaroline.schoenborn@vjagd.at

    Bezirk FeldkirchChristian ammannchristian.ammann@vjagd.at

    Bezirk Bludenzakad. Jagdwirtin Caroline Egger-Batliner, jagd@dsl.li

    medieninhaber und Herausgeber: Vorarl berger Jgerschaft Markus-Sittikus-Strae 206845 hohenemstel. 05576 74633Fax 05576 74677info@vjagd.at www.vjagd.at

    ffnungszeiten der Geschftsstelle:Montag - Donnerstag von 08.00 bis 12.00 UhrFreitag von 13.00 bis 17.00 Uhr

    erscheinungsweise: 6x jhrlich (jeden 2. Monat)

    Hersteller: Vorarlberger Verlagsanstalt Gmbh, a-6850 Dornbirn, Schwefel 8, www.vva.at

    PEFC zertifiziertDieses Produkt stammt aus nachhaltig bewirt-schafteten Wldern und kontrollierten Quellen. www.pefc.at

    Aktuell 4 Glanzvoller Jubilums-landesjgerball 8 Ganzjhrige Schonzeit fr Jgerohren teil 4 10 aktion Gehrschutz 18 Jagd-Unfallverhtungsvorschrift (UVV) 37 Frhjahrszhlung in niederwildrevieren 38 ausschreibungen Jagd- und Jagdschutzprfung 39 nachsuchenbereitschaft 2013/14 41 Schusszeiten 2013/14

    Wildbiologie 11 Bekassine Vogel des Jahres 2013 14 Gamswildbestandserhebung 2012 21 Was uns sichtbare Schalenwildbestnde bringen 24 Der anblick Fachtagung: Rotwild

    Rubriken 30 Jagd & tradition: lust zum Singen Jagdlieder 32 Jagd & Recht: Erste anzeichen Umsetzung EGMR-Urteil 34 Kinderseite: n wie natter 36 tierarzt: aktuelle-tuberkulose-Situation 37 tierarzt: Keine Kontrollfchse mehr 41 Bcherecke 44 Geschftsstelle 46 Veranstaltungen 48 Jagdmuseum

    Waffe & Schuss 20 Vorankndigung Kontrollschieen Feldkirch Vorankndigung tontaubenschieen Dornbirn 26 Registrierung aktuell novelle des Waffengesetzes 2010 27 Vorankndigung auer tontaubenschieen Vorankndigung Brser Jagdschieen

    41 Vorankndigung lM Jagdliche Kugel

    Jagdhunde 39 sterr. Brackenverein: Gebrauchsprfung 40 Klub tiroler Bracke: Gebrauchsprfung

    Jagd 28 92. Jgerball Verein Grnes Kreuz 53 Jgerschule: Behandlung erlegten Wildes 58 aus vergangenen Zeiten: Vorarlberger tagblatt 1921/1927

    Jgerinnen & Jger 46 Geburtstage 52 sterreichisches Jgerinnenforum 54 Jgerbriefverleihung Bezirk Bludenz 45. Jgerschirennen Bezirksgruppe Bludenz

    55 Dornbirner Jgerkrnzle Jgerkrnzle der Jagdberggemeinden

    56 auer Jgerstammtisch mit Volldampf ins neue Jahr 57 Zwlfe auf einen Streich Gut besuchter 11. Vorarlberger Raubwild-Fellmarkt

    59 Schwarwilderlegung im Schnenbachtal

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  • 3JaGDmrz /April 2013

    LIebe JgerInnen und Jger

    unterschiedliche Jagdsysteme, aber trotzdem sehr hnliche probleme

    am 31.01.2013 fand in Graz eine vom anblick veran-staltete Fachtagung mit dem titel Rotwild ber wild-biologische Erkenntnisse zu einer neuen Jagdkultur statt (siehe auch Seite 24). neben Wissenschaftern wa-ren Experten aus Deutsch-land, Friaul, Graubnden, liechtenstein, Slowenien und Sdtirol dabei. ber-all zeigt sich groflchig ein hnliches Bild: steigen-de abschusszahlen, sowie steigende Bestandeszahlen seit Jahrzehnten und das bei unterschiedlichsten Revier- und Patentjagdsystemen, unterschiedlicher topogra-phie, Jagdtradition und Ge-setzeslage.Waren die Jger berall gleich dumm und verant-wortungslos oder ist die Sa-che vielleicht doch viel kom-plexer und komplizierter? hat es vielleicht mit der Bio-

    logie (z.B. mehr Wildklber bei schlechten Bedingun-gen), der Merk- und lernf-higkeit (und Weitergabe der Erfahrung an die nachkom-men) des Rotwildes zu tun, mit schlechtem Offenland- und Schadensmanagement? auf jeden Fall gibt es zwei Kernaussagen:1. Egal welches Jagdsystem, man kann mit jedem Erfolg oder Misserfolg haben.2. Wer es nicht schafft, Ru-hezonen einzurichten, wird auf Dauer mit Rotwild Schiffbruch erleiden.

    Im zu Ende gehenden Jagdjahr wurde von den Vorarlberger Jgern zum wiederholten Mal ein her-vorragendes abschusser-gebnis erzielt. Die aktuellen Ereignisse mit tuberkulo-sefllen im Silbertal haben die Jger wieder in Kritik gebracht. leider wird da-

    bei bersehen, dass in den letzten Jahren enorm viel geleistet wurde und die ab-schusszahlen massiv in die hhe gegangen sind. Selbst-verstndlich wird an den Brennpunkten mit geeig-neten Manahmen reagiert werden. Es wird weiterhin die enge und gute Zusam-menarbeit mit landesre-gierung, Veterinrbehrde, und landwirtschaftskam-mer geben, wofr ich mich bei allen Partnern sehr herz-lich bedanke.

    Die Jagd in Vorarlberg ge-niet mit ihrer zukunftsori-entierten und partnerschaft-lichen Strategie nicht nur in ganz sterreich, sondern auch im benachbarten aus-land einen ausgezeichneten Ruf. Jetzt mit Pauschalurtei-len zu verallgemeinern und Panik zu erzeugen, ntzt niemandem, der Motivation

    der Jger bei ihrer schwie-rigen Knochenarbeit schon gar nicht. Damit schadet man auch den angestrebten Zielen.

    Ich ersuche also unsere Part-ner um augenma, Fairness und Untersttzung und wnsche allen Jgern, ihre Freude an der Jagd und ih-ren Einsatz trotz vieler Frus-trationen zu bewahren.

    lJM Dr. Ernst albrich

    scHusszeITen Im mrz und AprIL 2013

    In den monaten mrz und April 2013 darf in Vorarlberg folgendes Wild erlegt werden:ganzjhrig: Schwarzwild, Bisamratte, Marderhund, Waschbr

    Durch das Projekt RhESI soll die abflusskapazitt des Rheins von heute 3.100 m3/s auf mindestens 4.300 m3/s erhht werden.Ziel des Projekts ist die Ver-besserung des hochwasser-schutzes fr alle Menschen, die am Rhein und im

    hochwasserfall in dessen berflutungsraum leben.In der aktuellen Ausgabe der Fischereizeitung auf den seiten 4-6 wird das Pro-jekt RhESI und seine Pla-nungsvarianten vorgestellt. auf der seite 7 befindet sich zudem ein Interview

    der Redakteurin der Fische-reizeitung Silke Ritter mit dem Projektleiter Dr. Mar-kus Mhr, mit Fragen zum Projekt RhESI und die Aus-wirkungen, die eine umset-zung des projektes auf die Jger und Fischer in Vorarl-berg haben.

    RHESI Rhein Erholung Sicherheit

    HInWeIs

  • Roland Moos Wir sind absolut stolz auf unseren landesjgerball und freuen uns ber so viele Ball-besucher aus nah und fern, vor allem aber ber die groe Zahl von hochrangigen und prominenten Gsten, so der Gastgeber lJM Dr. Ernst alb-rich bei seiner Begrung. Be-ginnend beim Ehrenschutz-

    trger lh Mag. Markus Wallner mit Gattin Sonja, bei den Regierungsmitgliedern, landtagsabgeordneten, den Kammerprsidenten, den weiteren Vertretern aus Poli-tik, Wirtschaft, Bildung und Kultur, sowie den Behrden-vertretern und hchsten Jagd-funktionren des landes, galt sein herzlicher Willkomm-gru, und nicht zuletzt auch

    dem aus dem Burgenland angereisten lJM Ing. Peter Prieler, sowie den ranghchs-ten Vertretern vom Verein Grnes Kreuz aus Wien.

    Neu gestaltetes Ambiente

    auffallend und sensationell war die vom Knstler Wolf-gang Meusburger aus Bezau

    neu gestaltete Bhnendeko-ration mit einer jagdlichen variablen licht- und Spie-gelinstallation, sowie die aufwndige hirsch-tischde-koration von Verena Wirth und die grodimensionalen Jagdbilder von Margot Boss-Deuring. Ebenfalls eine wei-tere optische Bereicherung der Ballszene waren die vie-len hbschen trachtentrge-

    Landeshauptmann Markus Wallner mit Sonja beim Erffnungstanz. Ball-Chefin Michele Kinz mit BJM Hans Metzler.

    glanzvoller Jubilums-Landesjgerball

    LH mag. markus Wallner erffnet den 10. Vorarlberger Landesjgerball

  • 5JaGDmrz /April 2013

    rinnen aus den verschiedenen talschaften unseres landes.

    Topstimmung von Anfang an

    Den lwenanteil am guten Gelingen des Balls konnten wohl die fnf bravoursen Musiker der hauskapelle Das Riedberg Quintett auf ihr Konto verbuchen, die es meisterhaft verstanden, mit ihren schwungvollen Rhyth-men und ihrem abwechs-lungsreichen Repertoire und fetzigen Sound jung und alt zu begeistern. Faszinie-rend war gleich zu Beginn der auftritt der jungen Gesangssolistin Cheyenne-alice hadschieff mit ihrem Erffnungssong, sowie die exzellente Showeinlage von

    Wurli Wurm und die Rad- und hochradakrobatik vom Duo Scacciapensieri die Gutelaunebringer aus der Schweiz (Fa. WEnDEl-EVEntS von Catrin & heinz Wendel).

    Spannende Versteigerung

    Die charmante und wortge-waltige Moderatorin Marti-na Rscher (via3) moderier-te nicht nur souvern durch das Ballprogramm, sondern fhrte auch als auktiona-torin die Versteigerung der Wildabschsse durch. Wie ein sprhendes Feuerwerk war ihre Wortakrobatik bei der hochspannenden auk-tion der Wildabschsse, die sie so in krzester Zeit sehr

    lukrativ unter den ham-mer brachte, und zwar eine niederwildjagd im Bur-genland gespendet von lJM Ing. Peter Prieler, ein hirschabschuss in der EJ halden / Schnenbach gespendet von Jagdpchter Franz Wirth, und ein ab-schuss einer Steingei im EJ Revier Formarin / Ra-dona gespendet von Fam. Florian Moosbrugger, lech. Der Versteigerungserls der niederwildjagd, plus Spen-den der Ehrengste und eine Draufgabe vom Veranstal-tungsteam der Vorarlberger Jgerschaft, wurde der Gat-tin des landeshauptmanns Sonja Wallner als Botschaf-terin von Pink Ribbon fr die Brustkrebshilfe zuge-sagt.

    Wertvolle Tombolapreise

    Eine reich dotierte tombo-la, zusammengetragen von hubert Sinnstein, mit weit ber 300 schnen Sach-, Gut-schein- und Warenpreisen, gekrnt mit zustzlichen neun besonders wertvollen hauptpreisen, sorgte bei der mitternchtlichen Ziehung fr so manch freudige ber-rasch