Personalmaßnahmen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

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Folie 1 Personalmanahmen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Folie 2 Inhalt Abbau von Urlaubs- und Zeitguthaben Durchrechnung und Gleitzeit Vereinbarung von Teilzeit Kurzarbeit berstundenpauschalen Verschlechterungsvereinbarung Aussetzung von Arbeitsverhltnissen Bildungskarenz Beendigung des Dienstverhltnisses Folie 3 Abbau von Urlaubs- und Zeitguthaben (1) Urlaubsverbrauch: zwischen AG und AN zu vereinbaren Rcksichtnahme auf Erfordernisse des Betriebes und Erholungsmglichkeiten des AN einseitiges Anordnen von Urlaub ist nicht mglich Folie 4 Abbau von Urlaubs- und Zeitguthaben (2) Urlaubsvorgriff: wenn Urlaub im laufenden Urlaubsjahr bereits verbraucht ist Vereinbarung ber den Vorgriff auf den Urlaub knftiger Jahre Rckzahlung von zu viel bezahltem Urlaubsentgelt nur bei - Ende des Dienstverhltnisses vor Entstehen des Urlaubsanspruches - AN-Kndigung, verschuldeter Entlassung und unberechtigtem Austritt Folie 5 Abbau von Urlaubs- und Zeitguthaben (3) Urlaub im laufenden Kalenderjahr: Urlaub im laufenden Urlaubsjahr ber das aliquote Ausma hinaus verbraucht = kein Urlaubsvorgriff! Rckzahlung von zu viel bezahltem Urlaubsentgelt nur bei - verschuldeter Entlassung und - unberechtigtem Austritt Folie 6 Abbau von Urlaubs- und Zeitguthaben (4) Zeitausgleich: Vereinbarung, dass berstunden und Mehrarbeit in Freizeit vergtet werden sowohl Grundstundenvergtung als auch Mehrstunden-/berstundenzuschlag Zeitpunkt und Ausma des Zeitausgleiches zu vereinbaren (!) Folie 7 Abbau von Urlaubs- und Zeitguthaben (5) mglich fr Mehrarbeit von - Teilzeitbeschftigten - Vollzeitbeschftigten mit kollektivvertraglich reduzierter Normalarbeitszeit (z.B. 38,5 Std.) Mehrstunden bei Teilzeitbeschftigten sind - im Quartal oder - in einem anderen 3-Monatszeitraum auszugleichen Folie 8 Abbau von Urlaubs- und Zeitguthaben (6) Vorteile: keine Zusatzkosten fr AG keine Entgeltschmlerung fr AN Nachteile: Vereinbarungspflicht zeitlich begrenzte Wirkung Urlaub bzw. Zeitausgleich aus Arbeitnehmersicht mglicherweise zu unpassender Zeit Folie 9 Durchrechnung und Gleitzeit (1) Durchrechnung: im KV geregelt (ohne KV keine Durchrechnung!) wchentliche Normalarbeitszeit kann in einzelnen Wochen auf ber 40 Stunden ausgedehnt werden, wenn sie im Schnitt im Durchrechnungszeitraum 40 Stunden betrgt tgliche Normalarbeitszeit darf 9 Stunden nicht berschreiten je nach Branche unterschiedliche Flexibilisierung Folie 10 Durchrechnung und Gleitzeit (2) Arbeitszeiteinteilung: einvernehmlich festzulegen bzw. zu ndern einseitige nderung nur mglich - bei sachlicher Rechtfertigung - unter Bercksichtigung der beidseitigen Interessen - bei zweiwchiger Vorankndigung und - bei dienstvertraglicher Vereinbarung Folie 11 Durchrechnung und Gleitzeit (3) bertragung von Zeitguthaben oder Zeitschulden in den nchsten Durchrechnungszeitraum in den meisten KVs nicht mglich AG darf bestehende Minusstunden nicht zurckverrechnen, wenn AN zu wenig gearbeitet hat Zeitguthaben wird bei Beendigung des Dienstverhltnisses zu berstunden zuschlagspflichtig Folie 12 Durchrechnung und Gleitzeit (4) Gleitzeit: Arbeitnehmer kann innerhalb des vereinbarten zeitlichen Rahmens Beginn und Ende der Arbeitszeit selbst bestimmen Betriebsrat existent Einfhrung durch Betriebsvereinbarung kein Betriebsrat schriftliche Gleitzeitvereinbarung mit AN Folie 13 Durchrechnung und Gleitzeit (5) AN ist verpflichtet, Zeitguthaben bzw. Minusstunden bis zum Ende des Arbeitsverhltnisses auszugleichen Zeitguthaben werden bei Beendigung des Dienstverhltnisses zu berstunden zuschlagspflichtig Minusstunden bei Verletzung der Ausgleichspflicht Abzug bei der Endabrechnung wenn Ausgleich der Minusstunden nicht mehr mglich ist (z.B. kurzfristiges Ende des Dienstverhltnisses) Abzug unzulssig Folie 14 Durchrechnung und Gleitzeit (6) Vorteile: keine Zusatzkosten fr AG keine Entgelteinbue fr AN Nachteile: allfllige Probleme bei Zeitschulden erhhte Kontrollerfordernisse bei Gleitzeit zeitlich begrenzte Wirkung Folie 15 Vereinbarung von Teilzeit (1) wenn der Beschftigungsbedarf stark bzw. lngerfristig absinkt befristet oder dauerhaft wchentliche Arbeitszeit von weniger als 40 Stunden bzw. weniger als Normalarbeitszeit lt. KV entsprechende Entgeltkrzung schriftlich zu vereinbaren Folie 16 Vereinbarung von Teilzeit (2) einmalige Verlngerung von befristeter Teilzeit bei sachlicher Begrndung mglich Anspruch auf finanziellen Zuschlag fr Mehrarbeit (25%), wenn kein Zeitausgleich erfolgt - innerhalb des Quartals oder - in einem anderen 3-Monatszeitraum Sonderregeln fr Altersteilzeit (Frderung: Altersteilzeitgeld) und Elternteilzeit (Kndigungsschutz) Folie 17 Vereinbarung von Teilzeit (3) Vorteile: Reduktion der Arbeitskosten fr AG bei Altersteilzeit teilweise Lohnausgleich fr AN Nachteile: Entgeltschmlerung fr AN AN muss zustimmen Mehrarbeitszuschlag fr Teilzeitbeschftigte reduziert Flexibilitt Folie 18 Kurzarbeit (1) besondere Form der Teilzeit Untersttzung durch Kurzarbeitshilfe vom AMS dem AG gewhrt und als Kurzarbeitsuntersttzung an den AN weitergegeben Hhe: Pauschalstze orientieren sich an den Tagstzen des Arbeitslosengeldes und an den tatschlich ausfallenden Arbeitsstunden Folie 19 Kurzarbeit (2) Voraussetzungen fr Gewhrung der Kurzarbeitsbeihilfe: vorbergehende wirtschaftliche Schwierigkeiten, die vom Unternehmer kaum/nicht beeinflussbar sind davor sind andere Mglichkeiten zu nutzen (Abbau von Zeitguthaben, Urlaube, etc.) = ultima ratio Beratung durch AMS Abschluss einer Sozialpartnervereinbarung auf Basis des vorliegenden Musters Folie 20 Kurzarbeit (3) Sozialpartnervereinbarung GB-WK - Muster: Grundlage einer Vereinbarung fr einen konkreten Betrieb zwischen Fachgruppen bzw. Fachverband (WKO) und der jeweiligen Gewerkschaft abzuschlieen Kurzarbeit ist darin zu konkretisieren: - Arbeitszeitreduktion - Behaltepflicht nach Ablauf der Kurzarbeit - Lohnausgleich (Nettoersatzrate ~ 90%) Folie 21 Kurzarbeit (4) Dauer: 6 Monate Verlngerung um maximal 6 Monate auf insgesamt 18 Monate wenn bis sptestens Ende 2010 eine Kurzarbeitsbeihilfe gewhrt wurde, Verlngerungen bis zu einer Gesamtdauer von insgesamt 24 Monaten Folie 22 Kurzarbeit (5) Kurzarbeit mit Qualifikation: Frderungen durch das AMS detailliert geplantes Ausbildungskonzept allgemeine Qualifizierungsmanahmen: in anderen Unternehmen einsetzbar und arbeitsmarktpolitisch sinnvoll Folie 23 Kurzarbeit (6) Vorteile: Reduktion der Arbeitskosten fr AG (eher gering) Halten von sehr qualifiziertem Personal im Betrieb nur geringe Entgeltschmlerung fr AN mgliche Nutzung der ausgefallenen Arbeitszeit fr Qualifizierungen Folie 24 Kurzarbeit (7) Nachteile: schwierige Rahmenbedingungen viele Voraussetzungen und Vorgaben hoher Verwaltungsaufwand fr kleinere Unternehmen und Dienstleistungsbranchen wenig geeignet Folie 25 berstundenpauschalen (1) All-in-Vereinbarung: geleistete berstunden werden mit der berzahlung auf den KV-Mindestbezug abgegolten scheint nicht als eigener Entgeltbestandteil auf auch zu bezahlen, wenn keine oder weniger berstunden geleistet werden, als durch die berzahlung abgedeckt sind kein Widerruf mglich Folie 26 berstundenpauschalen (2) Echtes berstundenpauschale: Betrag, der zustzlich zum monatlichen Bezug zwecks Abgeltung einer bestimmten Anzahl von berstunden ausgezahlt wird einseitiges Krzen oder Streichen mglich, wenn Widerrufsmglichkeit vereinbart ist Konsequenz: Umstellung auf Einzelverrechnung Folie 27 berstundenpauschalen (3) Vorteile: einfache Kostenreduktion fr AG lnger andauernde Wirkung Nachteile: Entgeltschmlerung fr AN Motivationsverlust AN muss zustimmen, wenn keine Widerrufsmglichkeit vereinbart ist Folie 28 Verschlechterungsvereinbarung (1) klassische Verschlechterungsvereinbarung: einvernehmliche verschlechternde Vertragsnderung fr die Zukunft verschlechterte Position muss KV-Mindestanforderungen entsprechen kein Ausben von unerlaubtem Zwang, Druck, etc. zu Beweiszwecken schriftlich festzuhalten Folie 29 Verschlechterungsvereinbarung (2) nderungskndigung: hat verschlechternde Vertragsnderung zum Ziel Kndigung mit dem Angebot, das Dienstverhltnis unter genderten (= schlechteren) Bedingungen ununterbrochen fortzusetzen bei Zustimmung zum Verschlechterungsangebot einvernehmliche nderung des DV und einvernehmliche Rcknahme der Kndigung Folie 30 Verschlechterungsvereinbarung (3) Vorteile: Reduktion der Arbeitskosten fr AG Nachteile: Entgeltschmlerung fr AN Motivationsverlust AN muss zustimmen Wegfall von Leistungsanreizen Gefahr einer Kndigungsanfechtung Folie 31 Aussetzung von Arbeitsverhltnissen (1) Echte Aussetzung (Karenzierung, unbezahlter Urlaub): zwischen AG und AN zu vereinbaren keine Endabrechung, Arbeitsverhltnis bleibt aufrecht, kein Arbeitslosengeldanspruch wird ein Monat berschritten Abmeldung von der Sozialversicherung wird ein Monat nicht berschritten Weiterbestehen Pflichtversicherung (DG+DN-Anteile zur Sozialversicherung vom DN zu bezahlen) Folie 32 Aussetzung von Arbeitsverhltnissen (2) Auflsende Aussetzung (Unterbrechung): einvernehmliche Auflsung des DV zu einem bestimmten Tag verbindliche Zusage bzw. Vereinbarung der Wiedereinstellung zu einem bestimmten spteren Zeitpunkt Endabrechnung (im wesentlichen mit Ausnahme Abfertigung alt) Folie 33 Aussetzung von Arbeitsverhltnissen (3) regelmig Anrechnung von Vordienstzeiten fr neues Dienstverhltnis Unterbrechung gilt nicht als Dienstzeit Anspruch des DN auf Arbeitslosengeld keine Wiederantrittspflicht des DN Anspruch auf etwaige Abfertigung alt! unbedingt zu empfehlen: Schriftlichkeit Folie 34 Aussetzung von Arbeitsverhltnissen (4) Vorteile: Reduktion der Arbeitskosten fr AG Nachteile: Entgeltschmlerung fr AN Abfertigung Alt kann fllig werden (bei Unterbrechung) AG muss zustimmen kein Arbeitslosengeld fr AN (bei Karenzierung) Folie 35 Bildungskarenz (1) zwischen AG und AN zu vereinbaren verbesserte Regelung ab 1.9.2009: - Voraussetzung: mindestens 6 Monate Dienstverhltnis - Dauer: mindestens 2 Monate, maximal ein Jahr wird fr dienstzeitabhngige Ansprche nicht angerechnet AN: Anspruch auf Weiterbildungsgeld Bildungskarenz Plus: Frderung der Ausbildung, wenn der AG die Kosten dafr bernimmt Folie 36 Bildungskarenz (2) Vorteile: Reduktion der Arbeitskosten fr AG Qualifizierung des AN AN bleibt dem Unternehmen erhalten Nachteile: Entgeltschmlerung fr AN AN muss zustimmen Folie 37 Beendigung des Dienstverhltnisses (1) Einvernehmliche Auflsung: freie Wahl des Zeitpunkts der Beendigung keine Bindung an Fristen und Termine aber: kein Ausben von unerlaubtem Zwang, Druck, etc. keine besonderen Inhalts- und Formvorschriften (auer: besonders geschtzte Personen, wie z.B. werdende Mtter, Prsenzdiener, Lehrlinge) unbedingt zu empfehlen: Schriftlichkeit Folie 38 Beendigung des Dienstverhltnisses (2) Arbeitgeberkndigung: Einhalten von Fristen und Terminen keine besonderen Inhalts- oder Formvorschriften (auer: besonders geschtzte Personen, wie z.B. werdende Mtter, Prsenzdiener) unbedingt zu empfehlen: Schriftlichkeit Kndigungsausspruch empfangsbedrftig Gefahr einer Kndigungsanfechtung Folie 39 Beendigung des Dienstverhltnisses (3) Frhwarnsystem: beabsichtigte Auflsung einer bestimmten Zahl von Arbeitsverhltnissen innerhalb eines (stndig wandernden) Zeitraumes von 30 Tagen rechtzeitige schriftliche Anzeige beim AMS durch den AG bermittlung der Durchschrift an den Betriebsrat Zustimmung des Landesdirektoriums des AMS zu vorzeitigen Kndigungen aus wirtschaftlichen Grnden mglich Folie 40 Beendigung des Dienstverhltnisses (4) Auflsung des DV von mindestens: fnf Arbeitnehmer in Betrieben mit mehr als 20 und weniger als 100 Beschftigten fnf Prozent der Arbeitnehmer in Betrieben mit 100 bis 600 Beschftigten 30 Arbeitnehmer in Betrieben mit mehr als 600 Beschftigten fnf Arbeitnehmern, die das 50. Lebensjahr vollendet haben (Ausnahme: bei Saisonbetrieben) Folie 41 Beendigung des Dienstverhltnisses (5) zu beachten bei Arbeitgeberkndigungen und einvernehmlichen Auflsungen bei Nichteinhalten des Frhwarnsystems Rechtsunwirksamkeit aller Kndigungen Stufenkndigungen sind erlaubt, die Fristen sind aber exakt einzuhalten oft verbunden mit Sozialplnen oder anderen Abfederungsmanahmen gegen soziale Hrten Folie 42 Beendigung des Dienstverhltnisses (6) Vorteile: nachhaltige Reduktion der Arbeitskosten fr AG Nachteile: Gefahr von Kndigungsanfechtungen Gefahr von sehr teuren Sozialplnen dauernder Verlust von qualifizierten Arbeitskrften Folie 43 Vielen Dank fr Ihre Aufmerksamkeit!

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