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  • Folie 1
  • Seite 1 Erben und Schenken seit 01.08.2008 Ihre Raiffeisenbank Going informiert
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  • Seite 2 Mag. Hannes Laner Rechtsabteilung RaiffeisenBank Kitzbhel Achenweg 16 6370 Kitzbhel hannes.laner@rbkitz.at tel.: +43/5356/6960-962 Mag. Johann Trixl Steuerberater und Wirtschaftstreuhnder Ulmbichlweg 3 6380 St. Johann in Tirol office@steuer-trixl.at tel.: +43/676/371 2610
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  • Seite 3 Inhaltsbersicht 1.Wesentliche Grundbegriffe und Regelungen des Erbrechtes 2.Verlassenschaftsverfahren 3.Grundsatzberlegungen 4.Der richtige Zeitpunkt 5.Die Rolle Ihrer Hausbank und unsere Tipps 6.Fehler in Theorie und Praxis 7.Neuerungen in der Besteuerung 8.Zusammenfassung 9.Beispiele
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  • Seite 4 1. Wesentliche Grundbegriffe und Regelungen des Erbrechtes
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  • Seite 5 Erbvermgen / Verlassenschaft Was ist vererbbar? Vermgen Schulden Nicht vererbbar sind persnliche Rechte (akademische oder Berufstitel) persnliche Dienstbarkeiten (Wohnrecht, Fruchtgenussrecht) Gewerberechte, Konzessionen Recht auf Unterhalt
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  • Seite 6 Erbe / Vermchtnisnehmer Erbe Erhlt das gesamte Erbe oder eine Quote davon. Vermchtnisnehmer / Legatar Erhlt konkrete Sachen, Betrge oder Zuwendungen aus dem Nachlass.
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  • Seite 7 Arten der Erbschaften Gesetzliche Erbfolge Testamentarische Erbfolge Erbvertrag
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  • Seite 8 Eintritt der gesetzlichen Erbfolge Gesetzliche Erben der berlebende Ehegatte die Verwandten der ersten 4 Linien Gesetzliches Erbrecht unehelicher Kinder Achtung: Sondererbfolge Eigentmer- partnerschaft beim Wohnungseigentum Lebensgefhrten/Lebensabschnittspartner (keine Absicherung, auer bei Wohnungseigentum und Mietrechten) Gesetzliche Erbfolge
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  • Seite 9 Das Parentelsystem (nach Erbrecht) ErblasserGattin Eltern Groeltern Kinder Enkel (Halb) Geschwister Neffe/Nichte Groneffe/ Gronichte Onkel/ Tante Cousin/ Cousine Grocousin/ Grocousine Urgroeltern Legende: -----1. Parentel -----2. Parentel -----3. Parentel -----4. Parentel Weiterstehende Verwandte bzw. angeheiratete Verwandte haben kein gesetzliches Erbrecht!
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  • Seite 10 Arten Testament (Erbe) Kodizill (Vermchtnisnehmer) Formen Schriftlich, eigenhndig, ohne Zeugen Schriftlich, fremdhndig, mit drei Zeugen KEIN mndliches Testament Inhalt Datum, Widerruf frherer Testamente wer soll was, wann und wie oder unter welchen Bedingungen bekommen Testamentarische Erbfolge
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  • Seite 11 Notariatsakt Ehegatten setzen sich als Erben ein nur ber des Verlassenschaftsvermgens kann so verfgt werden das reine Viertel muss fr die gesetzlichen und testamentarischen Erben bleiben Erbvertrag
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  • Seite 12 Bestimmte Verwandte haben Anspruch auf einen Mindestanteil aus der Verlassenschaft sogenannte Noterben! Hhe des Pflichtteils (Noterbes) 1. Parentel: die Hlfte des gesetzlichen Erbanspruches 2. Parentel: ein Drittel des gesetzlichen Erbanspruches Pflichtteilsrecht
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  • Seite 13 Pflichtteilsrecht - Beispiele Ehemann stirbt und hinterlsst eine Ehefrau und 2 Kinder: Gesetzliche Erbfolge: 1/3 Kind 1 1/3 Kind 2 1/3 Ehefrau Pflichtteil bei bergehen der Kinder (1/2 des gesetzlichen Erbrechtes): 1/6 Kind 1 1/6 Kind 2 4/6 (=2/3) Ehefrau Pflichtteil bei bergehen der Kinder bei der Lebensgefhrtin: 1/4 Kind 1 1/4 Kind 2 1/2 Lebensgefhrtin
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  • Seite 14 Pflichtteilsrecht - Beispiele Ehemann stirbt und hinterlsst eine Ehefrau und keine Kinder: Gesetzliche Erbfolge: 2/3 Ehefrau 1/3 Eltern Pflichtteil bei bergehen der Eltern (1/3 des gesetzlichen Erbrechtes): 8/9 Ehefrau 1/9 Eltern Pflichtteil bei bergehen der Eltern bei der Lebensgefhrtin: 2/3 Lebensgefhrtin 1/3 Eltern
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  • Seite 15 Pflichtteilberechtige Personen (inkl. Reihenfolge) ErblasserGattin(1) Eltern (3) Groeltern(4) Kinder (1) Enkel (2) (Halb) Geschwister Neffe/Nichte Groneffe/ Gronichte Onkel/ Tante Cousin/ Cousine Grocousin/ Grocousine Urgroeltern Nur die senkrechte Erblinie ist berhaupt pflichtteilsberechtigt
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  • Seite 16 Schenkungen an Pflichtteilsberechtigte werden auf das Erbe zeitlich unbegrenzt angerechnet Schenkungen an Dritte zwei Jahre vor dem Tod Schenkung auf den Todesfall Pflichtteilserhhung durch Schenkungen
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  • Seite 17 Pflichtteilsanspruch kann auf die Hlfte vermindert werden: beim Fehlen jeglichen Naheverhltnisses Pflichtteilsminderung
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  • Seite 18 2. VERLASSENSCHAFTS- VERFAHREN
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  • Seite 19 1.Anzeige des Todesfalls 2.Todesfallaufnahme durch den Gerichtskommissr 3.Aufforderung zur Erbserklrung 4.Erbschaftsantretung durch die Erben 5.Errichtung des Inventars durch den Gerichtskommissr 6.Abgabe des Vermgensbekenntnisses 7.Einantwortung, Endbeschluss 8.Bezahlung der Steuern und Gebhren, Unbedenklichkeitsbescheinigung 9.Eintragung in das Grundbuch Verlassenschaftsverfahren
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  • Seite 20 3. Grundsatzberlegungen
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  • Seite 21 Grundsatzberlegungen Was muss ich bercksichtigen? Was besitze ich eigentlich alles? Wie mache ich es richtig? Was kostet es? Wann soll ich es tun?
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  • Seite 22 Zivilrechtliche Basis Was muss ich bercksichtigen? - Erben oder schenken - Testament, gesetzliches Erbrecht, Erbvertrag - Parentelen - Pflichtteilsrecht - Ehegatten, Geschiedene und Lebensgefhrten - Kinder (ehelich, auerehelich, adoptiert)
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  • Seite 23 Inhaltliche Umstnde Was besitze ich eigentlich alles? - Geld - Wertpapiere - Grund und Boden, Wohnung und Haus - Auto - Beteiligungen - Schmuck
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  • Seite 24 Inhaltliche Umstnde Was besitze ich eigentlich alles? Besondere Bereiche Unternehmen Immobilien Land- und Forstwirtschaft Mietrechte Lebensversicherungen
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  • Seite 25 Unternehmensbergabe
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  • Seite 26 Unternehmensbergabe - Lsungsanstze 1.Unentgeltliche Betriebsbergabe als Einzelunternehmer: ein geeigneter Nachfolger relativ einfach, nur GREST Ausgleich fr andere Familienmitglieder Mitarbeit bergeber ?
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  • Seite 27 Unternehmensbergabe - Lsungsanstze 2.Grndung Personengesellschaft: alle Familienmitglieder Gesellschafter ? Haftungen ( beschrnkt, unbeschrnkt ) Gewinnverteilung Zurckbehaltung Grundvermgen
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  • Seite 28 Unternehmensbergabe - Lsungsanstze 3.Grndung GmbH: leicht vererbbar mgliche Steuerersparniss bei hohen Gewinnen Geschftfhrung unabhngig von Beteiligungen vorher Umgrndung notwendig, zeitaufwendig
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  • Seite 29 Grundsatzberlegungen Formale Umstnde (Wie mache ich es richtig?) Formgebundenheit des letzten Willens Verfahren Steuerrechtliche Basis (Was kostet es?) Erbschaftssteuer bis 31.7.2008, seither frei
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  • Seite 30 4. Der richtige Zeitpunkt
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  • Seite 31 Zeitpunkt Notwendige Entscheidungsgrundlagen: -Wissen ber die eigene Situation (Vermgen, Familie) -Klarheit ber das erwnschte Ziel -Erforderliches Know-How zur Umsetzung (gute Berater) >>> Richtiger Zeitpunkt ergibt sich oft aus Situationen, Ereignissen oder Umstnden (noch rechtzeitig)
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  • Seite 32 Zeitpunkt Typische Situationen fr Handlungsbedarf : -Familienrechtliche Ereignisse oder Situationen (Krankheit, Heirat, Scheidung, Freund/in, Kinder, Erbfall) -Streit in der Familie -Offene Betriebs- oder Unternehmensbergabe oder nachfolge -Geplanter Unternehmensverkauf -Pltzlicher Vermgenszuwachs (Verkauf, Lotto,...)
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  • Seite 33 5. DIE ROLLE IHRER HAUSBANK
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  • Seite 34 38 BWG: Kreditinstitute {} drfen Geheimnisse, die ihnen ausschlielich auf Grund der Geschftsverbindungen mit Kunden {} anvertraut worden sind, nicht offenbaren oder verwerten. Bankgeheimnis
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  • Seite 35 Ausnahmen: gerichtlich eingeleitetes (Finanz)Strafverfahren Verlassenschaftsabhandlung Kunde ermchtigt die Bank ausdrcklich und schriftlich zur Auskunft an Dritte gegenber Vormundschafts- und Pflegschaftsgericht Bankgeheimnis
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  • Seite 36 legitimierte Spar- und Girokonten, Vermgenswerte (Verfgung mit Unterschrift) Verlassenschaftssperre Verlassenschaftsaufnahme durch den Notar als Gerichtskommissr Ablauf Verlassenschaft
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  • Seite 37 Einantwortungsbeschluss vom Gericht Auszahlung an die Erben Ablauf Verlassenschaft
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  • Seite 38 Tipps aus der Bankpraxis 1.Gemeinschaftskonto (und-Konto/ oder-Konto) 2.Zeichnungsberechtigung und Inhaberschaft am Konto 3.Aufbewahrungsort (Testament, Sparbcher, Safeschlssel, Versicherungspolizzen, Dokumente,..) 4.Klarheit von Anordnungen (Anzahl, Inhalt, Ausma) 5.Minderjhrige Erben 6.Produkte: Sparbuch Lebensversicherung 7.Unternehmensnachfolge
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  • Seite 39 3. 6. HUFIGE VELER IN DEORIE UND BRAXIS
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  • Seite 40 Hufige Fehler in Theorie und Praxis 1.Angst vor dem Umgang mit der Materie 2.Zu langes Hinauszgern aus anderen Grnden 3.Falsche oder keine Vorsorge bzw. Beratung 4.Versumnis von Anpassungen 5.Handlungsunfhigkeit bei Unternehmern 6.Falsche Inhalte (Freundin, auereheliche Kinder,..)