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Mit dem beiliegenden Rundschreiben Nr. 01/2013, informiert der Dachverband für Soziales und Gesundheit über Themen und Initiativen, welche in den Arbeitsgruppen der Mitgliedsorganisationen, in den Gremien und in der Geschäftsstelle behandelt werden. Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie weitere Adressaten empfehlen oder wenn Ihre Anschrift aus dem Verteiler entfernt werden soll. Danke.

TRANSCRIPT

  • 1Dachverband frSoziales und GesundheitFederazione per il Sociale e la Sanit

    Rundschreiben 1Februar 2013

    Ein Zertifizierungssystem fr die onkologische Chirurgie

    Der Beschluss sieht aus, wie jeder andere und wurde von der Landes-regierung am 28. Jnner 2013 mit Nummer 131 gefasst. Es geht um die Einfhrung eines Zertifizierungssys-tems fr die onkologische Chirurgie und damit um eine Weichenstellung, welche fr die Verantwortlichen der Grundversorgungskrankenhuser in Innichen, Schlanders und Sterzing be-sonders schmerzhaft ist: Sie nehmen in diesem Kontext knftig nur mehr eine Funktion als akkreditierter Netz-werkpartner wahr - die Eingriffe wer-den in den anderen Krankenhusern erfolgen. Was die Landesregierung

    festgelegt hat, war bereits vorher in der Landeskommission fr die klini-sche Neuordnung und Entwicklung des Sdtiroler Gesundheitswesens mehrheitlich gutgeheien und auch von der Sdtiroler Krebshilfe gleich wie von der Liga zur Krebsbekmp-fung LILT einmtig gutgeheien worden. Zugleich waren vor allem bei den Grundversorgungskrankenhu-sern hitzige Grundsatzdiskussionen entstanden, die noch andauern und mit der Einfhrung des Zertifizie-rungssystems eine unvermeidliche Auflsung der Krankenhuser herauf-beschwren. %

    Pieter Bruegel der ltere: Ausschnitt aus dem Bild Die Jger im Schnee (1565) im Wiener Kunsthistorischen Museum

    Rundschreiben des Dachverbandes fr Soziales und Gesundheit (DSG), Bozen, Dr.-Streiter-Gasse 4, 0471 324667 www.dsg.bz.it Redaktion, bersetzung & Layout: A. Larch, G. Leimstdtner, B. Santa, S. Terzariol, P. Zimmermann - Bilder: DSG, LPA, MGO & Fotolia

    Impressum:

    Inhalt

    Die onkologische Chirurgie ..................1Dieses Rundschreiben... ......................2Neue Mitglieder im Dachverband ..........2Der Landeseinwandererbeirat ...............3Die UN-Konvention .............................3Aktive Mitsprache in Gesundheitsfragen .4Fortbildung fr Selbsthilfegruppen ........4ESF - Nutzen optimieren ......................4Das Koordinierungstreffen im Jnner .....5Ergnzungen zur Arbeitssicherheit ........6Kinder- und Jugendpsychiatrie .............6Was macht die ASWE? ......................6Barrierefrei unterwegs? .......................7Ehrenamt im oberitalienischen Netz ...7Achtung bei Einkufen im Ausland ........8Runder Tisch Sachwalterschaft .............8Aus den Mitgliedsorganisationen ..........8

  • 222222

    Neue Mitglieder im Dachverband

    Stiftung-St. ElisabethEs waren die Verantwortlichen der Caritas der Dizese Bozen und der der deutschen Stiftung Liebenau, welche Ende 2009 eine neue Stif-tung fr Sdtirol grndeten, um damit Betreuungs-, Pflege- und Bil-dungsangebote in Sdtirol aufbauen zu knnen. Zunchst bernahm die Stiftung die Fhrung des Bildungs-hauses Lichtenburg und seit Jnner 2013 auch jene der Behinderten-

    und Seniorenwohneinrichtung Je-suheim in Girlan. Vorbereitet ist die Verwaltung des Grieser Hofes und weiterer Einrichtungen. Auf eine Zusammenarbeit mit den Betroffenenorganisationen und den Dienstleistungseinrichtungen legen die Verantwortlichen der Stiftung-St. Elisabeth groen Wert, daher waren dem Beitrittsansuchen auch meh-rere Vorgesprche vorausgegangen. Im Ausschuss wurde die Aufnahme

    dann einstimmig gutgeheien, zuvor allerdings auch eingehend darber diskutiert, ob eine Stiftung dieser Art dem Grundverstndnis des Dach-verbandes entspricht und zutrglich ist. Dass ein Zusammenwirken im Dachverband allen gut tut, bezeugt die bereits langjhrige Mitgliedschaft anderer Sozialeinrichtungen, wie die des Blindenzentrums, des Sdtiroler Kinderdorfs oder auch der Lebenshil-fe im Dachverband.

    Fr die Patient/innen ist dies eine unglckliche Auseinandersetzung, denn jeder mchte natrlich die beste Ga rantie haben, dass ntige Eingriffe in hchster Qualitt und mit der grten Patientensicherheit gemacht werden - und das sollte am besten vor der eigenen Haus-tr erfolgen, betreut und von ver-trauten und bekannten Fachleuten. Ob dies einen Widerspruch in sich birgt, soll an dieser Stelle nicht er-

    rtert werden, dass es aber eine u-erst heikle und aufwndige, aber auch ntige Angelegenheit ist, bei solchen Entwicklungen die Meinung der Patienten (-organisationen) zu hren und zu bercksichtigen, wird gerade am aktuellen Beispiel sehr deutlich. Und auch eine grundstzli-che Folgerung: Alle Beteiligten haben in dieser Form der Auseinanderset-zung noch zu lernen.

    Stefan Hofer

    Dieses Rundschreiben...

    Im Jnner gab es kein Rundschrei-ben des Dachverbandes. Nicht, weil nichts zu vermelden war, sondern weil am Ttigkeitsbericht und an den Programmen fr das neue Arbeitsjahr gearbeitet wurde. Diese sind nun in einer ersten Version fertig und vom Ausschuss gutgeheien worden. Den eigentlichen Beschluss fassen dann die Delegierten der Mitgliedsorgani-sationen bei der Vollversammlung im Mrz - von da an wird er auch auf unserer Website zu finden sein.Im Prinzip ist die Arbeit am allgemei-nen Bericht mit dem Erstellen die-

    ses Rundschreibens zu vergleichen. Es gilt herauszufiltern, was fr eine breite Leser/innenschaft nennens-wert ist und oft auch eine Form zu finden, wie eher abstrakte Inhalte gut veranschaulicht werden knnen. Es ist erfreulich, dass dieses Mittei-lungsblatt des Dachverbandes allge-mein recht gut ankommt und von vielen aufmerksam gelesen wird. Im Dachverband arbeiten wir dafr ge-meinsam mit dem ganzen Team, um zu berichten und zu verbreiten, was geschieht: frs Zusammenwirken der Organisationen, zur Interessenvertre-tung und an Dienstleistungen.Besonders wichtig ist uns fr das Rundschreiben aber auch die Bericht-erstattung ber die verschiedenen In-itiativen und Angebote der nunmehr 50 Mitgliedsorganisationen, die wir mit einigem Aufwand recherchieren und dann, thematisch etwas geord-net hier im berblick wiedergeben knnen. Damit erst wird ersichtlich, wie vielfltig das Wirken in all diesen Einrichtungen ist: Grund genug, es mit aller Kraft zu untersttzen.

    Sollte Ihnen aufgefallen sein, dass am Layout gefeilt worden ist, so hngt dies damit zusammen, dass dieses aus Kostengrnden zwar wei-terhin ausschlielich hausintern ent-steht, nun jedoch mit einem eigenen Gestaltungsprogramm gemacht wird - zu Ihrem Gefallen, wie wir hoffen.Fr Rckmeldungen aller Art sind wir Ihnen dankbar. Im Dachverband mit seiner stets sehr knappen Kasse freu-en wir uns auch ber alle Beitrge und Spenden (abzugsfhig!), welche uns eine Weiterarbeit ermglichen.

    Georg Leimstdtner

    Schreiben Sie uns: info@dsg.bz.it oder

    Dr.-Streiter-Gasse 4 39100 Bozen

    Rufen Sie an: Tel. 0471 324667Untersttzen Sie unsere Arbeit: Raiffeisenkasse Bozen IT95Z0808111600 000300048470 Sdtiroler SparkasseIT12Q0604511601000000249000

  • 3Medicus ComicusWer einen lngeren Aufenthalt im Krankenhaus hinter sich hat, drfte sie bereits kennengelernt haben: die Clowndoktor/innen. Sie sind dort natrlich vor allem fr die Kinder da, denen sie Angst und Langeweile nehmen und mit allerhand Schaber-nack Freude bereiten - doch auch die Erwachsenen kommen nicht immer ungeschoren davon. Damit Krank-sein leichter und Heilung schneller gehen, sorgt der Verein Medicus Comicus bereits seit vierzehn Jah-ren. Die Clowns machen dazu eine

    gediegene Ausbildung, und werden vom Verein mit den Krankenhausbe-suchen beauftragt. Im Verein sind es ehrenamtliche Funktionr/innen, die dafr sorgen, dass dies alles mglich ist und in enger Abstim-mung mit den Krankenhaus-Leitun-gen passieren kann. Weil jedoch die Zusammenarbeit auch mit anderen sozialen Organisa-tionen gesucht wird, kam der Antrag um Mitgliedschaft im Dachverband - und dazu die einvernehmliche Zu-stimmung im Ausschuss. - gl

    Der Landeseinwandererbeirat

    Zunchst waren dem neuen Landes-gesetz (Nr. 12/2011) kontroverse Diskussionen vorausgegangen, ob es zu weitreichend oder unzureichend auf die Tatsache eingeht, dass Sd-tirols Gesellschaft bunter wird und das Zusammenleben differenzierter zu gestalten ist. Waren Generatio-nen damit beschftigt, eine Form zu finden, um deutsch- und ladi-nischsprachige Menschen in Sdtirol mit den italienischen Mitbrgern in ein gutes Verhltnis zu bringen, so steht nun eine noch weitschich-tigere Herausforderung an. Aus der Volkszhlung 2011 ergibt sich ein

    Anteil von 7,8 Prozent der Wohn-bevlkerung mit auslndischer Her-kunft. Sie kommen aus allen Teilen der Welt nach Sdtirol. Dass sie auch ihre Geschichte, ihre Kultur und ihre Wertvorstellungen mit im Gepck haben, stellen auch die Mitgliedsor-ganisationen und der Dachverband mit seinen Diensten fest: Nte kn-nen alle treffen und zum Wohlbe-finden knnen auch alle beitragen. Menschen aus dem Ausland leisten unentbehrliche Pflegedienste, arbei-ten als Mediator/innen, engagieren sich in Selbsthilfegruppen und Ver-einen und verrichten oft Aufgaben,

    die andere lieber meiden. Manche von ihnen brauchen aber auch Be-ratung und Begleitung in einer fr sie fremden Umgebung, mssen mit einem krglichen Lohn auskommen oder schaffen den Anschluss in die Gemeinschaft nicht. Vor diesem Hin-tergrund wchst aus der tglichen Praxis die Erfahrung und das Fach-wissen in den verschiedenen Orga-nisationen im Dachverband. Des-halb hat dieser fr die anstehende Bestellung des Einwandererbeirates, angesiedelt in der Landesabteilung Arbeit, Nominierungen fr eine Ver-tretung gemacht. - gl

    UN-Konvention ber die Rechte von Menschen mit Behinderungen

    Immer wieder pochen die Vertreter/innen der Behindertenorganisation im Dachverband darauf, dass die UN-Konvention zu beachten und ihre Umsetzung zu berprfen sei. So war es auch naheliegend, dass im Mrz 2012 anlsslich der Vorstellung des neuen Behindertenfachplans fr Sdtirol aufgezeigt wurde, was die Konvention vorsieht und wie am s-terreichischen Beispiel die Einhaltung der Menschenrechte von Menschen mit Behinderungen berwacht wird (www.monitoringausschuss.at). In Italien wurde die Konvention 20