Mehr Export, weniger Import

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<ul><li><p>b Die deutschen Hersteller von Labor- und Analysengerten setzten nach Erhebungen des Branchenver-bands Spectaris mit 6,7 Mrd. Euro im Jahr 2013 etwa 0,3 % mehr um als im Vorjahr. Den Rckgang beim Inlandsgeschft kompensierte der Export, der um 1,6 % zulegte und nun einen Anteil am Umsatz von 54 % hat. Dabei haben einzelne Un-ternehmen deutlich hhere Export-quoten. Analytik Jena beispielswei-se erzielte nahezu 75 % seiner Um-stze im Ausland, Eppendorf liefer-te Waren im Wert von ber 62 % seines Umsatzes in Regionen au-erhalb Europas. </p><p>Der grte Markt fr Waren wie Spektrometer, Chromatographen und Pipetten aus Deutschland sind nach wie vor die Lnder der Euro-pischen Union mit einem Anteil von 34 %. Hier sind die Umstze im ersten Halbjahr 2013 allerdings um 4 % zurckgegangen. An zweiter </p><p>Stelle der Ziellnder fr Analysen-gerte und Laborausstattung aus Deutschland steht China, die Ex-porte dorthin haben im ersten Halbjahr 2013 um 20 % zugenom-men, und der Anteil am gesamten Exportumsatz lag bei 13,2 %. Ins-gesamt nahmen die Exporte nach Asien um 7 % zu und haben nun ei-nen Anteil von 29 %. Eine Ausnah-me ist Indien: Die Umstze sanken dort um 16 %. </p><p>Mit nahezu 36 % bzw. 47 % Um-satzsteigerung waren Brasilien und Mexiko die am strksten wachsen-den Mrkte fr deutsche Laborge-rte, whrend die Umstze in den USA um 3 % zurckgingen. Als ei-ne Ursache gelten hier die Etatkr-zungen bei der staatlichen For-schungsfrderung. </p><p>Gerte asiatischer Hersteller wa-ren hierzulande weniger gefragt: Am strksten sanken die Einfuhren aus Japan, dem Hauptursprungs-land importierter Labor- und Ana-lysengerte, im ersten Halbjahr 2013 um fast 23 %. Und auch chi-nesische Zulieferer erzielten in Deutschland 5 % weniger Umsatz als im Vorjahreszeitraum. China steht nach Japan, den USA und der Schweiz an vierter Stelle der Her-kunftslnder fr Labortechnik. Die Importe aus Europa sanken um 8 %, die aus Nordamerika um 12 %.</p><p>Steigende Umstze der Riesen</p><p>b Auch wenn der Markt in den USA im vergangenen Jahr schwie-rig war, so melden die marktdomi-nierenden US-Hersteller von Ana-lysen- Labor- und Biotechnik Um-satzzuwchse. Dazu trug beispiels-weise bei Waters und Thermo </p><p> Fisher Scientific wie bei den deut-schen Herstellern die Nachfrage in China bei.</p><p>Thermo setzte 13 Mrd. US-Dol-lar um, 5 % mehr als im Vorjahr, 3 % durch Zukufe. Im vergange-nen Jahr akquirierte Thermo die Nummer vier auf dem Markt, den US-Konzern Life Technologies. Auf Anweisung der US-Kartellbehrden muss Thermo nun seine Geschfte mit Zellkulturzubehr, Genmani-pulation und magnetischen Beads an den US-amerikanischen Misch-konzern GE verkaufen. </p><p>Zu den grten Anbietern zhlt die Danaher-Gruppe mit dem Mas-senspektrometrie-Spezialisten AB Sciex und unter 400 anderen den deutschen Leica und Lange. Die Gruppe erzielt nur einen Teil ihrer Umstze von 19 Mrd. US-Dollar (+ 5 %) mit Analysengerten. </p><p>Auch die Spektrometerhersteller Perkin Elmer mit einem Umsatz von 2,2 Mrd. US-Dollar, Waters (1,9 Mrd. US-Dollar) und Bruker (1,8 Mrd. US-Dollar) verkauften mehr Produkte und Service als im Vorjahr, und zwar zwischen 2 und 3 %. Waters profitierte von einer starken Nachfrage nach High-End-Massenspektrometern, Chromato-graphen und den Systemen fr die Thermische Analyse (TA Instru-ments). </p><p>Agilent setzte im vergangenen Jahr insgesamt 6,8 Mrd. US-Dollar um, davon 3,9 Mrd. mit Life Sci-ences and Diagnostics sowie Che-mical Analysis und 2,9 Mrd. mit Electronic Measurement. Agilent lagert den Teil Electronic Measure-ment in ein eigenes Unternehmen aus, der Prozess soll im November abgeschlossen sein. FZ</p><p>Im vergangenen Jahr war der Export von Labor- und Analysengerten nach Fernost die Ursache dafr, </p><p>dass die Umstze der Branche berhaupt zunahmen. </p><p>Mehr Export, weniger Import</p><p>BChemiewirtschaftV</p><p>Thermo Fisher Scientific dieses Jahr auf der Analytica in Mnchen. </p><p>Das Unternehmen ist die Nummer zwei auf dem weltweiten Markt </p><p>fr Analysen- und Laborgerte. (Alex Schelbert/Messe Mnchen)</p><p>Nachrichten aus der Chemie| 62 | Juni 2014 | www.gdch.de/nachrichten</p><p>642</p></li></ul>