keilschrifttexte aus assur historischen inhalts

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    in 2010 with funding fromUniversity of Toronto

    http://www.archive.org/details/keilschrifttexteOOmess

  • f^

    KEILSCHRIFTTEXTE AUS ASSUR

    HISTORISCHEN INHALTS

    ERSTES HEFT

  • AUSGRABUNGENDER

    DEUTSCHEN ORIENT-GESELLSCHAFTIN

    ASSUR

    E: SCHRIFTDENKMLER AUS ASSYRISCHER ZEITherausgi:gi:ben

    VON

    FRIEDRICH DELITZSCHDIREKTOR DER VORERASI.\TISClll:N ABTEILUNC. DT.R KONIGL. MLSEEN ZU BERLIN

    I

    KEILSCHRIFTTEXTE HISTORISCHEN INHALTS

    ERSTES HEFT

    AUTOGRAPHIEN

    VON

    L MESSERSCHMIDT

    '40

    LEIPZIG

    J. C. HINRICHS'scHE BUCHHANDLUNG

    191 1

  • KEILSCHRIFTTEXTE AUS ASSUR

    HISTORISCHEN INHALTS

    ERSTES HEFT

    AUTOGRAPHIEN

    LEOPOLD MESSERSCHMIDT

    LEIPZIG

    J. C. HINRICHS'scHE BUCHHANDLUNG

    1911

  • i6. WISSENSCHAFTLICHE

    VERFFENTLICHUNG DER DEUTSCHEN ORIENT-GESELLSCHAFT

    Druck vou August Pries in Leipzig.

  • Vorwort.

    In Nr. 2 1 der Mittcihingen der Detitschen Orient-Gesellschaft vom Mrz 1904 war

    versprochen worden, die neugewonnenen assyrischen Schriftdenkmler der wissenschaftlichen

    Forschung mit tunlichster Beschleunigung zugnglich zu machen". In der Tat wurden die

    meisten der in dem vorliegenden Hefte verffendichten Keilschrifttexte bereits whrend der

    Jahre 1904 und 1905 von mir und meinem Assistenten Dr. Leopold Messerschmidt auf

    Grund der von Herrn Dr. Andrae eingesandten Abschriften, Abklatsche, Abdrcke und Photo-

    graphien, sowie der von mir im Sommer 1905 in Assur gefertigten Kopien und Kollationen

    hergestellt, x^ber allzu ngstliche Gewissenhaftigkeit lie uns mit der Herausgabe zgern, da

    sich fr Dr. Messerschmidt die Aussicht bot, die betreffenden Texte in Konstantinopel mit

    den Originalen selbst zu vergleichen. Dies und die seitdem sich steigernde Krnklich-

    keit meines teuren Freundes und Mitarbeiters hat sehr gegen unseren Willen die Verffent-

    lichung dieses ersten Heftes immer wieder verzgert. Und nun, da ein unerbittliches Geschick

    die altorientalische Geschichts- und Altertumswissenschaft in Leopold Messerschmidt eines

    Forschers von hchster Begabung und unermdlicher Schaffensfreudigkeit beraubt hat, war

    mir die wehmutsvolle Pflicht auferlegt, das vorliegende Heft, mit dessen meisterhaften Auto-

    graphien mein verewigter Freund sich ein dauerndes Denkmal gesetzt hat, zum Abschlu zu

    bringen, indem ich das Verzeichnis" ber die darin enthaltenen Keilschrifttexte verfate und die

    Verbesserungen und Nachtrge", soweit sich diese in dem literarischen Nachlasse fanden, auto-graphierte

    .

    Es war anfangs beabsichtigt gewesen, da den Autographien eine bersetzung der

    wichtigeren Abschnitte der hier mitgeteilten Keilschriftdenkmler vorausgeschickt werden sollte,

    um die Mitglieder der Deutschen Orient-Gesellschaft ber Inhalt und Bedeutung unserer Funde

    zu unterrichten (daher die mit Sternchen versehene Seitenbezifferung der Autographien) ; doch

    wrde das eine weitere Verzgerung und auch Verteuerung dieses Heftes bedeutet haben,

    und so glaubte ich von der Durchfhrung des Planes Abstand nehmen zu sollen.

    Berlin,

    Pfingsten 191 1. Friedrich Delitzsch.

  • Verzeichnisder in Heft I verffentlichten Assur-Texte nebst Angabe ihres Fundortes und sonstisren Notizen.

    Die Xummeni der Texte sind die des Grabungsinveutars. Die Schrift der Denkmler ist die assyrische, wo nicht dasGegenteil bemerkt ist. Die Ziffern hinter den Knigsn.imen knnen als endgiltig feststehend noch nicht gelten. Beachte nochDr. Andrae's Bemerkung in MDOG 21 S. 22: .Ms , Stein-

    |

    bezw. Alabasterjtabletten' bezeichne ich die kleineren, dnneren Tafeln,welche die Form einer Tontafel besitzen und zum Teil sog.ar deren plankonvexe Flchen nachahmen, whrend die .Stein- Tbezw. .\la-b.isterjtafeln' parallelepipedische Platten sind."

    1. Nr. 152,11. Irisum:

    2. Nr. 8S7. Samsi-Adad I:

    Nrr. 863, Derselbe:891, 899.

    Nr. 947. Derselbe:

    3. Nr. 1204. Adadnirari I:

    4. Nr. 868. Adadnirari I:

    Nr. 871. Derselbe:

    5. Nr. 780. Adadnirari I:

    6. Nr. 2198. Adadnirari I:

    7. Nr. 2. Adadnirari I:

    DO-G. Inschriften aus .\ssur I.

    beschrifteter Zieglieh der Zikurrat:unten 60.

    . Aus Irisum's Kaiialrest im Ost-Westgraben west-B5I. MDOG 20 S. 27. Altbabylonische Schrift. Vgl.

    fast quadratische (30x35 cm) und nahezu vollstndige Alabastertablettemit je 3 Kolumnen beiderseits. Im ass}Tischen Fuboden des Vor-raums von Tempel A verlegt bezw. verstreut: iB5l. MDOG 21 S. 33.Altbabylonische (sehr altertmliche) Schrift. Seit der Verffentlichungdieses Textes wurden bekannt und konnten noch fr die Verbesse-rungen und Nachtrge" (siehe dort) verwertet werden:Bruchstcke von Duplikaten (863 und 891 gehren zwei verschiedenenExemplaren an). Fundort usw. wie bei Nr. 887 (Nr. 899: i C 5 I).Bruchstck, an Nr. 899 passend. Nrdliche Angelkapsel: iC5l.

    sehr grosse (31,5 x 16,5 cm) gebrannte Tontafel mit je I Kolumne beider-seits. Westlich ber starken Steinfundamenten des Palastes fr San-heribs Sohn Asur-ilu-mubalitsu in sptem Schutt mit brandigen Bestand-teilen: IC9III. Die Tafel war in zwei etwas beschdigte Teile zer-brochen, die jedoch zusammenpassen. Die Schrift zeichnet sich durchseltene Sorgfalt und Schnheit aus." MDOG 22 S. 19. 33 ff. Altbaby-lonische Schrift.

    Bruchstck kleiner (20,5 cm breiter, 4,5 cm dicker und schtzungsweiseehemals 35 cm langen) Alabastertablette mit je i Kolumne beiderseits.Etwa zwei Drittel erhalten. In der Cella des Tempels A neben demPostament: iB 5 I. MDOG 21 S. 32. 22 S. 20.Bruchstck einer grsseren (5 cm dicken) Alabastertablette. In sptemPflaster des Vorraums von Tempel A: iB 5 I. MDOG 21 S. 32. 22 S. 18.Alabastertablette (40,5x27,5x5,5 cm) mit je i Kolumne beiderseits.Vor der Schwelle zur Tr des hinteren (westlichen) Breitraums vonTempel A in das Raumpflaster eingebettet i^wie 17, 66, 69) : i B 5 I. Vorder-und Rckseite wenig beschdigt. MDOG 21 S. 22 f.Kiesel-Angelstein. Dicht bei der Westfront des Peripteros, also zwischendiesem und der Zikurrat (vgl. unten 15 und 64), nur wenig unter derOberflche: hB4lII. MDOG 25 S. 42. Die Zeichen sind hnlich wiebei Nr. 2104 [64] mit dem Rdchen eingeschliffen, wobei die Keilkpfebisweilen durch Kugelschliff yormarkiert wurden."

    gebrannter Ziegel (33nx8cm) mit vierzeiligem Breitseiten- und ein-zeiligem Schmalseitenstempel. Ouaimauer, in situ. Vgl. 11 und 12.MDOG 20 S. 18.

  • VIII Verzeichnis der in lieft I vcroffenilichlcn Assur-Tcxtc.

    8. Nr. 1614. Adadnirari I

    9. Nr. \J2J. Adadnirari I:

    10. Nr. 923. Adadnirari 1;

    n. Nr. I. Adadnirari I:

    12. Nr. 3. Adadnirari I:

    Nr. 1791. Derselbe;

    13. Nr. 859. Salmanassar I:

    Nr. 983. Derselbe:

    Nr. 886. Derselbe

    :

    14. Nr. 2708. Salmanassar I:

    15. Nr. 2105. Salmanassar I:

    16. Nrr. 788, Tukulti-Ninib I:790, 806.

    17. Nr. ;.'62. Tukulti-Ninib I:

    beschrifteter Ziegel (46' x 7 cm). An der Sdost-Ecke der Zikurrat-riiine, in einem spten I'fl.isterstck: i D 5 I. MDOG 25 S. 25. Die Schriftist mit lapidaren, niachtij,' tief cin^iedriickten Keilen geschrieben. DemFormat nach ist es eine rflastcrziegelplatte."

    rfl.'isterziegel mit vierzeiliger Inschrift. In den spten Maiierchen aufder Zikiirr.itruine (Sdost-Kcke): hH4\'. MDOG 25 S. 35 f. Die In-schrift ist vor dem Hrand in den plastischen Ton geschnitten, alsonicht gestempelt und nicht mit dem Griffel eingedrckt."

    Ziegel mit funfzeiligem Breitseiten- und einzeiligem Schmalseitenstempel.I ni \orraum des Tempels A als Orthostat verwendet: i B 5 1. MDOG 22 S.36.gebrannter Ziegel (33' >r8cm) mit dreizeiligem Stempel. Quaimauer,/situ. \gl. 7 und 12. MDOG 20 S. 18.gebrannter Ziegel mit funfzeiligem Stempel. Quaimauer, /// situ. \'gl.7 und II. MDOG 20 S. 18.Ziegel, hnlich Nr. 3. Auf Zikurrat-Lehmziegelschutt: h, 4.

    Alabastertafel mit je 2 Kolumnen beiderseits. Auf dem Cella-Postamentvon Tempel A: i B 5 I. MDOG 21 S. 34. Altbabyloni.sche .Schrift. Nr.859 ist das besterhaltene lixemplar von vier Duplikaten: 860 und 783sind ganze Tafeln, die nur mehrfache Beschdigungen aufweisen; 890ist etwa die Hlfte einer solchen, die einmal als Angelstein Verwendunggefunden hatte."

    Alabastertafel, Duplikat der eben genannten Tafeln. In der sdlichenAngelkapsel des X'orraums in Tempel A als Trangelstein verwendet:iBsI. MDOG 21 S. 38. 22 S. 18. Altbabylonische Schrift.Tablette aus schwrzlichem Muschelkalk mit je i Kolumne beiderseits.\'orderseite gut erhalten. In parthischem Schutt sdwestlich desTempels A: iAsi. MDOG 21 S. 32. 22 S. 18. Altbabylonische Schrift.Nur die \'orderseite ist, und zwar fast vollstndig, intakt, whrend dieRckseite stark beschdigt, abgeschliffen und abgebrochen ist, sodanur wenige undeutliche Zeichen blieben. Die smtlichen sechs Seitender Tablette sind wie bei Kontrakttfelchen konvex. Die grten Mal.iesind 37 X 31,5 X n cm."

    Weitere Bruchstcke von Duplikaten, welche fr die ..\'erbesserungenund Nachtrge" noch verwertet werden konnten, sind die folgenden:Nrr. 783 (40,5x40,5x11 cm), 784 (38x35,5x10cm), 785, 860, 894, smt-lich aus Breitraum oder Cella des Tempels A: iB 5 I; Nrr. 890 und 908(als Angelstein verwendet) aus i C 5 i; Nr. 2 1 59 [J Bruchstcke einerAlabastertafel), aus dem Schutt der Sdwest-Ecke des l'eripteros ; h C 4 III ;Nr. 1782+919+ 787 (grtenteils abgeschliffen; 1782 am Sdosthangdes Ostplateaus gefunden: i D 5 IT; Nr. 994 (aus der Kaserne.').

    Alaba.stertafel (41,8 x20,2 x11,6 cm) mit je i Kolumne beiderseits;vorzglich erhalten. stlich des Peripteros, dicht unter der Oberflche:hB3V. MDOG 25 S. 63f. Altbab)lonische Schrift. Im Unterschiedvon den sonstigen Tafeln dieses Knigs, die quadratische Platten sind,hat diese lngliches

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