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  • 8/13/2019 Broschuere Babys Erste Kost-1143514

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    Babys erste Kost.Tipps fr die Ernhrung von Suglingen und Kleinkindern.Entspricht den Empfehlungen des Netzwerks Junge Familie.

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    VORWORT

    Liebe Mtter, liebe Vter Der erste Schluck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4Milchproduktion nach Babys Bedarf . . . . . . . . . . . . . . 4Verdauungsenzyme ab dem 4. Monat . . . . . . . . . . . . . 5Stichwort: Muttermilch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6Schadstoffe in der Muttermilch? . . . . . . . . . . . . . . . . . 8Die richtige Ernhrung in der Stillzeit . . . . . . . . . . . . . . 8T ipps f r d ie E rnhrung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9Tg li che Gewi chtskont ro ll e? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10Ersatznahrung statt Muttermilch . . . . . . . . . . . . . . 11Milchnahrung selbst herstellen? . . . . . . . . . . . . . . . . . 13

    Babys Durst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14berflssige und schdliche Getrnke . . . . . . . . . . . . . 14S chnuller . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 5Vitamin D . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17Vom Nuckeln zum Lffeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18Der Be ikos tp lan m it Rezept en . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20B rei a uf Vo rr at ko ch en . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 3Veget ar ische E rnhrung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24

    Wenn die Kleinen grer werden . . . . . . . . . . . . . 26Nitrat-Steckbr ief/Nitrat-Tabel le . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27

    Wo finde ich Hilfe? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28Literaturtipps . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29Die DAK-Kindermedizin-Hotline . . . . . . . . . . . . . . . 30

    Text: Die VERBRAUCHER INITIATIVE e. V.Bundesverband kritischer Verbraucherinnenund VerbraucherElsenstrae 106, 12435 BerlinTextberarbeitung 2011:

    Dipl.-Oecotroph. Ute Hantelmann, Hamburg

    Gestaltung, Satz und Litho:Litho-Service-Lbeck www.lsl-hl.de

    Herausgeber:DAK-GesundheitGesetzliche KrankenversicherungNagelsweg 27-31, 20097 HamburgInternet: www.dak.de

    Ihr Baby ist da! Und damit beginnt ein neuer Abschnitt inIhrem Leben, der Sie vor ganz neue und spannende Auf-gaben stellt. Zum Beispiel vor die F rage, wie Sie Ihr Kindgesund und mit allem, was es braucht, ernhren knnen.Denn mit dem Essen und Trinken werden schon frhWeichen gestellt von Geburt an wird damit ein Grund-stein fr die gesunde Entwicklung Ihres Kindes gelegt.

    Auch wenn sich die Nahrungsbedrfnisse in den ersten18 Monaten stark wandeln, es beginnt eigentlich ganzeinfach und natrlich: mit Milch, am besten Muttermilch!Alles andere kommt danach Schritt fr Schritt. An gut

    gemeinten Ratschlgen mangelt es in dieser Hinsichtnicht. Allerdings sind viele Empfehlungen oft wider-sprchlich und sorgen fr Verwirrung.

    Seit 2009 existiert das Netzwerk Junge Familie, in demalle Berufsgruppen an einem Tisch sitzen und gemeinsamdie Empfehlungen fr die Ernhrung in den ersten Lebens-jahren festlegen. Vertreten sind dort Ernhrungsexperten,Frauenrzte, Kinder- und Jugendrzte, Hebammen undAllergologen. Diese Broschre enthlt genau diese wich-tigsten Tipps und Informationen zu Babys erster Kost.

    Wir wnschen Ihnen viel Freude bei der Umsetzung undeine unbeschwerte Zeit mit Ihrem Kind.

    Ihre

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    MUTTERMILCH

    Wird es ganz nach seinem Bedarf an die Brust gelegt,bildet sich zum Beispiel automatisch mehr Milch.

    Jedes Kind hat seinen eigenen Energiebedarf undTrinkrhythmus. Zu bestimmten Zeiten haben SuglingeWachstumsschbe und brauchen mehr. Dann musshuger gestillt werden. Manchmal ist Schreien aberauch der Wunsch nach Nhe, nach der Versicherung,nicht allein zu sein. Versuchen Sie die unterschiedlichen(Schrei-)Signale Ihres Kindes zu verstehen und unter-schiedlich zu bedienen.

    Ein voll gestilltes Baby braucht bis zum sechsten Monatin der Regel keine andere Nahrung. Und: Ein gestilltesKind kann nicht berfttert werden.

    Verdauungsenzyme ab dem 4. Monat.Viele Hersteller von Babykost bieten Zusatznahrung schonfr Suglinge ab dem 4. Monat an. Doch zu viel und zufrh schadet eher. Viele Verdauungsenzyme werden erstab dem 4. Monat produziert, der kleine Organismus kanndie Zusatznahrung deshalb noch gar nicht vollstndigverarbeiten. Wird Beikost vor dem 5. Monat gefttert,knnen auerdem verstrkt Allergien auftreten.

    Auch Babys Nieren sind noch nicht voll entwickelt. Diesist zum Beispiel ein Grund, warum Kuhmilch von Sug-lingen zunchst nicht vertragen wird. Denn Kuhmilch

    enthlt dreimal so viel Eiwei wie Mutter milch, dasber die Nieren ausgeschieden werden muss.

    Der erste Schluck.Die natrlichste Nahrung fr Suglinge ist Muttermilch.Sie ist perfekt auf die Bedrfnisse des kleinen Organismusabgestimmt, da sie automatisch den richtigen Nhrstoff-und Kalorien-Mix enthlt. Es hat sich gezeigt, dass auchdas teilweise Stillen fr Babys vorteilhaft ist, wenn daskomplette Stillen nicht mglich sein sollte.

    Die Zusammensetzung der Muttermilch ndert sich stetig.Die cremig-gelbliche Vormilch Kolostrum genannt istin den ersten Tagen nach der Geburt besonders reich anAbwehrstoffen und erleichtert den ersten Stuhlgang desKindes. Diese Milch ist hoch konzentriert. Dem Neugebo-

    renen reichen deshalb schon kleinste Mengen.

    Die blulich-weie Folgemilch, die sich in den folgendenWochen bildet, enthlt mehr Fett und Kohlenhydrate.Sie stillt den zunehmenden Hunger des Babys, dasjetzt immer schneller wchst.

    Milchproduktion nach Babys Bedarf.Die Zusammensetzung der Muttermilch ndert sich sogarwhrend einer einzigen Mahlzeit. Mit der ersten wss-rigen Milch beim Antrinken lscht das Baby seinen Durst.Mit der gehaltvollen Nachmilch stillt es den Hunger.

    Die Natur hat es so eingerichtet, dass sich die Milch-

    produktion dem wachsenden Hunger des Kindes anpasst.

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    MUTTERMILCH

    Stichwort: Muttermilch.J Versorgungssicherung. Das gesunde Baby besitzt

    einen aktiven Such- und Saugreex. Schon in derersten halben Stunde nach seiner Geburt sucht esinstinktiv nach der Brust der Mutter. Auch wenn esnur kurz nuckelt, der Milchuss wird dadurch angeregt.

    J Zhne. Das Saugen hat einen positiven Einuss aufdie Formung von Babys Kiefer und beugt so Fehlstel-lungen seiner Zhne vor. Denn beim Saugen an derBrust werden die Kiefermuskeln strker beanspruchtals durch einen Flaschensauger.

    J

    Beziehung. Stillen tut der Beziehung zwischenMutter und Kind gut. Innige, ruhige Momente frderndie Bindung und das Wohlbenden.

    J Verdauungssystem. Stillen ist die beste Unterstt-zung fr die Entwicklung einer gesunden Darmora.

    J Verfgbarkeit. Muttermilch ist immer frisch ver-fgbar, wohltemperiert, uerst preisgnstig undsteckt in der schnsten Verpackung der Welt. Sie isthygienisch und erspart viel Arbeit.

    J Allergieprvention. Bei einer familiren Neigungzu Allergien kann das Stillen helfen, dass bestimmteAllergien schwcher oder erst spter auftreten. Diesgilt auch, wenn die Mutter Allergikerin ist.

    J Gesundheit der Mutter. Stillende Mtter erholensich schneller, haben weniger Komplikationen nach derGeburt und die Gebrmutter bildet sich besser zurck.

    J Bedarfsgerecht. Frische Muttermilch ist bismindestens zum Beginn des 5. Monats die beste undeinfachste Ernhrung fr Suglinge. Denn das Verhlt-nis von Nhrstoffen und Wasser ist genau dem Bedarfan Nahrung und Babys Stoffwechsel angepasst.

    J Immunsystem. Spezielle Wirk- und Abwehrstoffe inder Muttermilch schtzen Neugeborene in den erstenLebenstagen vor Infektionen und Allergien. Spter un-tersttzen sie den Aufbau des Immunsystems. SchwereErkltungen, Harnwegsinfektionen oder Magen-Darm-Erkrankungen treten bei voll gestillten Suglingen

    deshalb seltener auf.

    J bergewichtsprvention. Kinderrzte beobachten,dass bergewichtige Kinder als Suglinge oft nichtgestillt worden sind. Das lsst ver muten, dass Stillengleichzeitig bergewicht vorbeugen knnte.

    J Entwicklung. Die besonderen Fette in der Mutter-milch verbessern die Entwicklung der Sehfhigkeit, desNervensystems sowie die geistige Leistungsfhigkeit.

    J Flexibilitt. Wer stillt, kann trotzdem ohne Kindetwas unternehmen. Die Milch wird dann abgepumptund in eine ausgekochte Flasche gefllt. Im Khlschrank(unter 4 C) bleibt sie bis zu 48 Stunden frisch. Im Ge-frierschrank hlt sich die Milch bei minus 20 C sogarbis zu sechs Monate. Aufgetaute Milch muss auf Kr-pertemperatur erwrmt allerdings sofort verbrauchtwerden. Milchpumpen erhalten Sie auch leihweise

    in Apotheken. Wichtig: Steigen Sie bei solchenGelegenheiten lieber nicht auf Fer tigmilch um. Kindersind den Geschmack der Muttermilch gewhnt undtun sich oft schwer damit, so schnell etwas andereszu akzeptieren.

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    MUTTERMILCH

    Stillzeittipps.J Es gibt keine Lebensmittel, die Sie von vorherein

    meiden sollten. Suglinge knnen auf Lauch, Zwie-beln, Knoblauch und Kohl mit Blhungen reagieren.Beobachten Sie einfach, was Ihr Kind vertrgt undwas nicht, denn die individuellen Unterschiede sindgro. Nicht blhend wirken Blumenkohl, Brokkoliund Rosenkohl. Vorsicht ist bei leicht verderblichenLebensmitteln zu ben, z.B. bei rohem Fleisch, Eiern,Rohmilch und Rohmilchkse.

    J Essen Sie mehrmals tglich frisches Gemse und

    Obst. Sie sichern sich so Ihre Vitaminversorgungund nehmen gleichzeitig Ballaststoffe v or allem mitGemse zu sich.

    J Essen Sie mittags in Ruhe eine war