Wachstum ohne Grenzen - oder mehr Mobilität mit weniger Verkehr

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Dokumentenmappe zum Berner Verkehrstag 2012, 24.8.2012

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<ul><li> 1. Wachstum ohne Grenzen Berneroder mehr Mobilittmit weniger Verkehr?24. August 2012Bern, BERNEXPOBau-, Verkehrs- und Energiedirektiondes Kantons Bern (BVE) </li> <li> 2. Wachstum ohne Grenzen oder mehr Mobilitt mit weniger Verkehr? Verkehrswachstum ohne Grenzen? erk hrswachs m hn Grenzen? hst e Verkehr s achstum Eine erausforderun Verkehrswachstum: Eine Herausforderung rde ung f de Kanton er fr den Kanton Bern ton Regierungsrt Barbar Egger-Jenzer Regierungsrtiin Barbara Egger-Jenzer, arb r, Bau- Verkehrs un Energiedirek tor de Kanton Bern Bau-, Verkehrs- und Energiedirek toriin des Kantons Bern kehrs- ner direkto es Kanton t Nach em Ag Nach dem A ge of Stress das ge f tress as tres A ge of Less : Auch im Verkehr ? A ge Less : uc im Verkehr ch er eh Daviid Bosshart, CEO des Gottliiieb Dut tweiiler Instituts Bosshar t CE de Got tl eb Dut t we le Inst tut sha des eb utttw in sch kon/ Zrich Auto vo The Age Less in Rschlliikon / Zrich, Autor von The Age of Less Zr The ge Less ss Sz narie eine nachhalt gen obilitt Szenarien einer nachhaltigen Mobilitt: rie nach ltig hha t: Utop Utopie de eine rage es illens Utopie oder eine Frage des Willens? opi Karl-O tto Schalllabck, Wuppertall Instiitut fr K lima, arl-O t t Schal abck, upperta Inst tu f Klima, O tto ab ck er t nstitu fr Umwe t Energi Umwelt, Energie we Schw hweizer Ve kehrspolitik: Weiter w Verkehr spolitik: eite poli wi bisher de Paradigmenwechsel? wie bisher oder Paradigmenwechsel? sher ig sel? Reto o enzi Leiter ek tion erkehrspo it k Reto Lorenzi, Leiter Sek tion Verkehrspollitik im et zi, er B ndesam f Raumentwick un AR Bundesamt fr Raument wickllung ARE es ngInhaltsverzeichnis Berner ...oder mehr Mobilitt mit weniger Verkehr? Mobilittsmanagement: Was bringt es? Roberto De Tommasi, synergo Mobilitt - Politik - Raum GmbH, Zrich Carsharing: Verkehr verlagern oder auch vermeiden? Conrad Wagner, Mobilittsberater Ihre Meinung ist gefragt Fazit: Wie weiter im Kanton Bern? Regierungsrtin Barbara Egger-Jenzer, Bau-, Verkehrs- und Energiedirektorin des Kantons Bern </li> <li> 3. Verkehrswachstum: BernerEine Herausforderungfr den Kanton BernRegierungsrtin Barbara Egger-Jenzer,Bau-, Verkehrs- und Energiedirektorin des Kantons BernWachstum ohne Grenzen oder mehr Mobilitt mit weniger Verkehr?24. August 2012 | Bern, BERNEXPO </li> <li> 4. REFERAT: Verkehrswachstum: Eine Herausforderung fr den Kanton BernReferent/in Frau Regierungsrtin Barbara Egger-JenzerThema/Anlass Berner Verkehrstag 2012Datum Freitag, 24. August 2012; 08.45 (Begrssung)Ort Bern, BERNEXPO, Mingerstrasse 6 Es gilt das gesprochene Wort!Sehr geehrte Damen und HerrenIch begrsse Sie ganz herzlich zum 12. Berner Verkehrstag; zum Thema Wachstum ohneGrenzen oder mehr Mobilitt mit weniger Verkehr?Unsere Zeit ist von einem starken Verkehrswachstum geprgt. Wirtschaftlicher und gesell-schaftlicher Fortschritt war bisher immer von starkem Verkehrswachstum geprgt. Im Alltagbedeutet dies fr uns als Verkehrspolitikerinnen und Verkehrsplaner meist, dass wir stndigmit neuen Herausforderungen konfrontiert sind. Und wir sind mit der Lsung dieser Heraus-forderungen jeweils so beschftigt, dass es sich lohnt, sich wieder einmal ber die grsserenZusammenhnge Gedanken zu machen. Am heutigen Verkehrstag wollen wir uns einmal Zeitnehmen zu berlegen, wohin uns dieser Wachstumspfad fhrt, wenn wir ihn weitergehen.Die heutige Tagung beginnt mit David Bosshart, der nicht Verkehrsspezialist ist, sondernTrendforscher. Er hat sich in seinem neuesten Buch mit der Frage auseinandergesetzt, wie esmit unserer Wachstumsgesellschaft weitergehen kann. Und ich bin gespannt, was wir darausfr den Verkehr lernen knnen. Mit Karl-Otto Schallabck und Reto Lorenzi stehen anschlies-send zwei ausgewiesene Verkehrsspezialisten auf dem Programm, die sich mit der Zukunftder Mobilitt auseinandersetzen. Die grosse Frage hier ist: Kann die Wirtschaft wachsen,kann sich die Gesellschaft weiterentwickeln ohne mehr Verkehr zu erzeugen?Roberto De Tommasi und Conrad Wagner werden Ihnen nach der Pause Anstze aufzeigen,in die grosse Hoffnungen gesteckt werden. Knnen wir mobil bleiben, ohne mehr Verkehr zuerzeugen, lautet hier die Frage.In der zweiten Hlfte der Veranstaltung werden wiederum Sie zum Zug kommen. Wie im letz-ten Jahr erhalten Sie im Rahmen eines World-Cafs Gelegenheit, Ihre eigenen Ideen undAnsichten zu entwickeln.Zuvor mchte ich Ihnen als Premiere - die neuesten Zahlen zum Verkehrsverhalten derBerner Bevlkerung prsentieren. Wir haben zwar einmal mehr ein Verkehrswachstum fest-gestellt. Allerdings gibt es auch einig interessante Entwicklungen und Nuancen, auf die icheingehen mchte.Alle fnf Jahre wird der Mikrozensus Mobilitt und Verkehr durchgefhrt. Dieser ist unserewichtigste Datengrundlage zum Verkehrsverhalten. Der Bund hat seine Ergebnisse vor einpaar Wochen vorgestellt. Die Auswertung fr den Kanton Bern ist gerade eben fertig gewor-den, und Sie sind die ersten, die die Ergebnisse zu Gesicht bekommen. Seite 1 von 4 </li> <li> 5. Zunchst also der Blick auf die Verkehrsleistung. Wie Sie sehen, legen Bernerinnen und Ber-ner im Schnitt tglich ber 40 km zurck. Das sind 1,5 km mehr als noch vor 5 Jahren. In derSumme umrunden die Bernerinnen und Berner somit die Erde tglich 951 Mal.Folie 1: Verkehrswachstum (Bevlkerung des Kantons Bern)Vor allem in den Agglomerationen, wo die meisten Menschen wohnen und wo der Platz knappist, spren wir die Folgen dieser Verkehrsstrme. Lrm, Umweltverschmutzung, aber auch dieKosten fr den Ausbau und Unterhalt der Infrastrukturen sind eine Belastung. Ich habe immergesagt, wir knnen den Menschen nicht verbieten, mobil zu sein. Deshalb haben wir in unse-rer Politik auf den V gesetzt. Denn dieser braucht weniger Platz, ist energieeffizienter undverursacht weniger negative Nebeneffekte.Unsere V-Politik zeigt Wirkung. Wie Sie auf dem Diagramm zum Modalsplit sehen, hat inden letzten Jahren eine markante Verschiebung hin zum V statt gefunden. Die durchschnitt-lich mit dem V zurckgelegte Distanz hat in den letzten 5 Jahren um mehr als 40 Prozentzugenommen. Gleichzeitig ist die durchschnittlich mit dem Auto zurckgelegte Distanz sogarleicht zurckgegangen. Es ist das erste Mal, seit wir Daten erheben, dass wir einen solchenRckgang beim Autoverkehr feststellen knnen. Das heisst aber nicht, dass der Strassenver-kehr insgesamt abgenommen hat, denn die Bevlkerung des Kantons Bern wchst weiterhin,darum nimmt auch der Strassenverkehr netto weiter zu.Folie 2: Modalsplit der Bevlkerung des Kantons Bern 100% 3% 2% 4% 22% 20% 27% 80% brige Verkehrsmittel 60% V 66% 69% MIV 40% 63% LV 20% 8% 8% 8% 0% 2000 2005 2010Diese Erfolgsmeldungen aus der V-Branche sind natrlich sehr erfreulich. Sie stellen unsaber auch vor neue Herausforderungen. Die Zge und Busse sind zu Stosszeiten randvoll und Seite 2 von 4 </li> <li> 6. insbesondere auf den Hauptlinien wird es immer schwieriger, die Kapazitten noch weiterauszubauen. Der Kanton Bern hat deshalb klare Prioritten gesetzt. Die Infrastrukturen undAngebote sollen dort ausgebaut werden, wo es absolut ntig, wirtschaftlich sinnvoll und ver-trglich mglich ist. Wunschbedarf knnen wir lngst nicht mehr befriedigen. Trotzdem stehenin den nchsten Jahren grosse Investitionen in Verkehrsinfrastrukturen vor allem in den Ag-glomerationen an, auf die wir nicht verzichten knnen und die wir uns leisten mssen.Und trotzdem mssen wir uns die Frage stellen, ob das Wachstum grenzenlos weitergehenkann.Einfach stoppen knnen wir das Wachstum kaum. Ich will aber heute mit Ihnen diskutieren, obes Auswege gibt, aus dem Teufelskreis von Verkehrswachstum und Infrastrukturausbau.Von den Fachleuten hre ich immer wieder, man solle auf Nachfragebeeinflussung und wei-che Massnahmen setzen. Es ist aber nicht klar, wie solche Massnahmen genau aussehensollen, und wie gross das Potential tatschlich ist. Ich bin deshalb gespannt auf die Inputs derbeiden Referenten nach der Pause, die uns Beispiele fr weiche Massnahmen vorstellen.Das Mobilittsverhalten der Bevlkerung ist nicht in Stein gemeisselt. Seit jeher konstant ist,dass sich Menschen bewegen wollen. Die Art und Weise, wie sie das tun, hat sich aber immerwieder stark gendert. Es knnte sein, dass wir vor einem neuen Umbruch stehen.Der V wird immer beliebter. Das zeigt sich auch beim Abonnementsbesitz der Bevlkerung.Der Anteil der GA-Besitzer hat sich seit dem Jahr 2000 verdoppelt. Auch die Verbundabon-nemente haben stetig zugelegt, so dass heute nur noch gut ein Drittel der Bevlkerung bergar kein V-Abonnement verfgt.Folie 3: V-Abonnements-Besitz der Bevlkerung des Kantons Bern 100% 36% 80% 47% 44% Keines 3% Anderes Abo 60% 3% 15% Strecken- oder Verbundabo 14% 12% 40% Halbtax 32% 30% Generalabonnement 31% 20% 16% 8% 11% 0% 2000 2005 2010 Seite 3 von 4 </li> <li> 7. Interessante Entwicklungen konnten wir beim Fhrerscheinbesitz feststellen. Wie sie oben aufder Folie sehen knnen, ist der Fhrerscheinbesitz bei den Jungen im Kanton Bern starkrcklufig. Offenbar ist es nicht mehr der Traum aller 18-jhrigen, mglichst schnell mit demeigenen Auto herumfahren zu knnen.Folie 4: Fhrerscheinbesitz (Kt. Bern): Bei Jungen rcklufig 0% 20% 40% 60% 80% 100% 68% 18-24 Jahre 64% 56% 89% 25-44 Jahre 88% 89% 84% 45-64 Jahre 86% 90% 56% 65-79 Jahre 62% 74% 21% 80 und mehr 37% 31% 77% Total 79% 80% 2000 2005 2010Die goldene ra des Autos als Statussymbol knnte vorbei sein. Die kommende Generationwchst mit elektronischen Medien auf und ist vernetzt und flexibel unterwegs. Dies wird...</li></ul>

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