masterarbeit - othes.· - 7 - 0. vorwort warten, warten, warten – unser alltag ist geprägt von

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  • MASTERARBEIT

    Titel der Masterarbeit

    Haben Sie einen Termin? Eine empirische Fallstudie ber das Warten und auf sich

    warten lassen in einer Wiener Arztpraxis

    verfasst von

    Bettina Mair, Bakk. phil.

    angestrebter akademischer Grad

    Master of Arts (MA) Wien, im Dezember 2014 Studienkennzahl lt. Studienblatt: A 066 823 Studienrichtung lt. Studienblatt: Masterstudium Europische Ethnologie Betreuerin: ao. Univ. Prof. Dr. Klara Lffler

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    Danksagung An dieser Stelle mchte ich mich bei allen bedanken, die mich beim Verfassen dieser Arbeit

    untersttzt haben.

    Zuerst gebhrt mein Dank meiner Betreuerin Univ.-Prof. Dr. Klara Lffler fr die

    Anregungen, die zukommende Untersttzung whrend meines Forschungsprozesses und

    dem Verfassen meiner Masterarbeit und fr die positiven Worte, die stets gefunden wurden

    um mich zu motivieren.

    Der grte und herzlichste Dank gilt meiner Familie, welche immer an mich geglaubt hat.

    Jede/r einzelne hat mich auf unterschiedlichste Art und Weise whrend meiner gesamten

    Studienzeit untersttzt, inspiriert und ermutigt.

    Ein besonderer Dank gilt natrlich auch meinen Vorgesetzten Doz. Dr. Maria Sluga und

    Doz. Dr. Ronald Dorotka, meinen Arbeitskolleg/innen und allen Patient/innen des

    Orthopdie Zentrums Innere Stadt. Sie alle haben mich zum Verfassen dieser Arbeit

    inspiriert und ohne sie wre diese Masterarbeit schlichtweg nicht zustande gekommen.

    Diese Danksagung wre nicht komplett ohne ein Danke an all meine Freunde fr die

    liebevolle Untersttzung whrend der nicht immer leichten Zeit des Anfertigungsprozesses.

    Fr alle aufbauenden, motivierenden Worte, frs Korrekturlesen und

    natrlich auch frs Kritik ben.

    Merci!

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    Inhaltsverzeichnis

    0. Vorwort .................................................................................................................... 7

    Die Eingangstre ...................................................................................................................... 10 1. Theatralitt Eingang in das rztliche Theaterstck ............................................. 11

    1.1. Eine kurze Einfhrung ............................................................................................ 11

    1.2. Theatralitts-Konzept nach Erika Fischer-Lichte.................................................... 12

    1.2.1. Auffhrung ............................................................................................................. 12

    1.2.2. Inszenierung ........................................................................................................... 13

    1.2.3. Krperlichkeit ......................................................................................................... 15

    1.2.4. Wahrnehmung ....................................................................................................... 17

    1.3. Goffmans Selbstdarstellung im Alltag .................................................................... 18

    Der Schalterbereich ................................................................................................................. 21 2. Die Bedeutung der Zeit und der Termin ................................................................ 22

    2.1. Zeit eine Annherung .......................................................................................... 22

    2.2. Zeitwahrnehmung .................................................................................................. 26

    2.3. Zeitmanagement der Termin .............................................................................. 31

    2.4. Einer/Eine hat immer die Zgel in der Hand der/die Ordinationsgehilfe/in ..... 32

    Der Warteraum ........................................................................................................................ 36 3. Zum Warten verdonnert ........................................................................................ 37

    3.1. Zwei Begriffsanalysen ............................................................................................ 37

    3.1.1. Das Warten ............................................................................................................ 37

    3.1.2. Der Raum ............................................................................................................... 43

    3.1.2.1. Eine Einfhrung ...................................................................................................... 43

    3.1.2.2. Michel Foucaults Geburt der Klinik .................................................................... 45

    3.2. Raumanalyse der Warteraum ............................................................................. 47

    3.3. Allgemeine Aufflligkeiten ..................................................................................... 50

    3.3.1. Sitzplatzwahl .......................................................................................................... 50

    3.3.2. Blickkontakte .......................................................................................................... 52

    3.3.3. Wortwechsel .......................................................................................................... 54

    3.3.4. Krperhaltung ........................................................................................................ 56

    3.3.5. Inventar .................................................................................................................. 57

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    3.3.6. Warte-Hilfsmittel ................................................................................................... 60

    3.3.7. Geschlechtsspezifische und altersspezifische Unterschiede ................................. 62

    3.4. 5 Szenarien aus der Ordination.............................................................................. 62

    3.4.1. Sie haben mich eh nicht vergessen? .................................................................. 62

    3.4.2. Das ist ja eine Frechheit! .................................................................................... 64

    3.4.3. Wann komme ich jetzt endlich dran? ................................................................. 66

    3.4.4. Was? Jetzt schon? ............................................................................................... 68

    3.4.5. Streichen Sie mich von der Liste! ....................................................................... 69

    Das Behandlungszimmer ......................................................................................................... 71 4. Und das Warten geht weiter.................................................................................. 72

    4.1. Warten und Macht ................................................................................................. 72

    4.2. Die Macht des/der Arztes/rztin ........................................................................... 74

    Der Ausgang ............................................................................................................................. 80 5. Fazit ........................................................................................................................ 81

    6. Anhnge ................................................................................................................. 86

    6.1. Literaturverzeichnis ............................................................................................... 86

    6.1.1. Gedruckte Quellen ................................................................................................. 86

    6.1.2. Internetquellen ...................................................................................................... 88

    6.2. Abbildungsverzeichnis ........................................................................................... 90

    6.3. Abstract .................................................................................................................. 91

    6.4. Curriculum Vitae .................................................................................................... 92

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    0. Vorwort Warten, warten, warten unser Alltag ist geprgt von Wartesituationen. Wir warten in der

    Frh auf das Kochen des Tee- beziehungsweise Kaffeewassers, auf dem Weg zur Arbeit auf

    die ffentlichen Verkehrsmittel, in der Arbeit auf den Feierabend, am Abend auf das

    Hauptabendprogramm und in der Nacht auf das Einschlafen. Am nchsten Tag geht das

    Warten wieder weiter. Der deutsche Zeitforscher Karlheinz Geiler verweist in seinem Werk

    Lob der Pause. Von der Vielfalt der Zeiten und der Poesie des Augenblicks, auf diverse

    amerikanische Studien, welche belegen, dass ein/e durchschnittliche/r US-Brger/in in

    seinem/ihrem Leben zirka sechs Monate wartend vor einer roten Ampel verbringt oder zirka

    fnf Jahre seines/ihres Lebens damit opfert, in einer Schlange anzustehen.1 Somit

    verwundert es nicht, dass das Warten Einzug in die Alltagskulturforschung und somit auch in

    die Europische Ethnologie gefunden hat.

    Da ich seit zirka zwei Jahren neben meinem Studium in einer Arztpraxis als

    Ordinationsgehilfin arbeite und tagtglich mit wartenden Menschen konfrontiert bin, kam in

    mir der Gedanke auf, sich doch nher mit der Thematik des Wartens auseinanderzusetzen,

    lsst sich diese Thematik doch sehr passend fr eine Forschung fr meine damals noch

    bevorstehende Masterarbeit anwend

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