kinder und medien - eine alltägliche beziehung ... ?· dermedienumgangvonjugendlichen...

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  • Klingler, Walter; Schnenberg, KarenKinder und Medien - Eine alltgliche Beziehung. Mediennutzung von Kindern inder Bundesrepublik Anfang der 90er Jahre

    Diskurs 4 (1994) 1, S. 48-55

    urn:nbn:de:0111-opus-66640

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    peDOCSDeutsches Institut fr Internationale Pdagogische Forschung (DIPF)Mitglied der Leibniz-GemeinschaftInformationszentrum (IZ) BildungSchlostr. 29, D-60486 Frankfurt am MainE-Mail: pedocs@dipf.deInternet: www.pedocs.de

  • Studien zu Kindheit,

    Jugend, Familie und

    Gesellschaft

    GO

    THEMA

    Aufwachsen im Medienalltag

    Gaiser

    Aufwachsen im Medienalltag.Einfhrung in das Thema 2Die Medien und insbesondere das Fernsehen stehen im ffentlichen Interesse. Qualittsverlust und die Darstellungvon Gewalt und Sexualitt werden kritisiert. Gleichzeitigprgen sie Meinungen und zeichnen Bilder von Wirklichkeiten oder auch von Traumwelten. Wissenschaftlich ist ihre

    Wirkung umstritten. Wird die Informationsgesellschaftinformiert oder wird sie durch die Medien manipuliert?Was bedeuten Medien fr Kinder, fugendliche und Familien? Die Beitrge des Themenheftes Medien versuchen,Antworten zu geben und offene Fragen der Forschung zu benennen.

    Feil

    runder und Fernsehen: Das Problem mit der

    Medienerziehung 8Mit den Vernderungen in der Medienlandschaft wird auchdie Frage von Kontrolle und Medienerziehung neu gestellt.Welche Notwendigkeiten und welche Mglichkeiten gibt es,den Medienumgang von Kindern zu steuern?

    AufenangerMedientheoretische Anstze 17

    Welche theoretischen Annahmen und empirischen Begrndungen liefert die Medienforschung? Welche Perspektivenzeichnen sich ab?

    m

    et

    OXm

    Schaar

    Medienwelten Bilderwelten 24

    Eine feuilletonistische Sicht von fugendkultur stellt nachhistorischen Streiflichtern auf die letzten 30 Jahre einigePhnomene heutiger Medienwelten dar.

    Barthelmes, Sander

    Gewinn statt Gefhrdung? 30Der Medienumgang von Jugendlichen als Ausdruck persnlicher Geschmackskultur

    Anhand der Ergebnisse qualitativer Interviews in Familien

    lt sich zeigen, wieJugendlichen aus dem Umgang mit Medien einen persnlichen Gewinn, vor allem fr ihre Identitt, ziehen knnen.

    Mayr-KlejfelFacetten weiblicher Medienkultur 43

    Weibliches Medieninteresse unterscheidet sich schichtber

    greifend von mnnlichem. Zwei Fallbeispiele weiblicherMedienwahlen zeigen die Verbindung spezifischer Problemkonstellationen in der weiblichen Adoleszenz.

  • Klingler, SchnenbergKinder und Medien -

    Eine alltgliche Beziehung 48Die Studie Kinder und Medien 1990 liefert reprsentative Daten zur Entwicklung der Mediennutzung seit 1979,zum Vergleich der alten und neuen Bundeslnder und zuden Prferenzen von Jungen undMdchen.

    INTERVIEW

    Wege und Auswege der Mediendebatte.Perspektiven fiir Forschung und Pdagogik 56Der Medienexperte Ben Bachmaier antwortet auf Fragendes DISKURS

    VARIA

    Alt, Bien

    Eigeninteresse oder Solidaritt ?Die moderne Mehrgenerationenfamilie 62Nach den Ergebnissen einer reprsentativen DJI-Studie zeigen sich vielfaltige Formen der Untersttzung zwischen denGenerationen

    LITERATURREPORT

    Barthelmes, Mayr-KleffelWie halten Sie es mit der Gewalt? 68

    Ein kritischer berblick ber ausgewhlte Literatur zurWirkung von Gewaltdarstellungen in den Medien

    ZUSAMMENFASSUNGEN/

    SUMMARIES/

    RESUMES

    Impressum

    .75

    80

  • m

    et

    ox\m

    Walter Klingler

    Karen Schonenberg

    Kinder und

    Medien -

    Eine

    alltglicheBeziehungMediennutzung von Kindern

    in der Bundesrepublik

    Anfang der 90er Jahre

    Dr. Walter Klingler, geb. 1951, Diplom-Sozio

    loge. Promotion Dr. phil. an der Universitt

    Mannheim, Lehrstuhl fr Politische Wissen

    schaften und Zeitgeschichte. Medienforschungbeim Sudwestfunk. Wichtigste Verffentli

    chungen: Nationalsozialistische Rundfunkpolitik 1942-45; Die vernderte Fernsehlandschaft

    (mit B. Frank u.a.), 1987; verschiedene Artikel

    in Fachzeitschriften zu rundfunkhistorischen

    Themen sowie zu Problemen und Ergebnissender Medienforschung.

    Karen Schonenberg, geb. 1964, Diplom-Pdago

    gin. 1985 bis 1990 Pdagogik-Studium an der

    Johannes-Gutenberg-Universitt Mainz; wh

    rend des Studiums zweimonatige Hospitanz im

    ZDF, Abteilung Medienforschung. 1990/91

    Mitarbeit bei der Begleitforschung der Kinder

    nachrichtensendung logo der Medienfor

    schung des ZDF. Seit Mai 1992 freiberufliche

    Ttigkeiten beim SWF Baden-Baden im Be

    reich Medienpolitik.

    Kinder - d.h. hier im folgenden ber 6,5 Mio. 6- bis

    13jhrige Mdchen und Jungen in der gesamtenBundesrepublik - leben heute in einer Welt, in der dieMassenmedien zum Alltag gehren: Bcher, Zeitschriften, Zeitungen und andere Printmedien, Hrfunk,Fernsehen und die entsprechenden SpeichermedienTonband, Schallplatte, CD, Video. Dazu kommen vielfach Personalcomputer und Computerspielzeug. Dieslt sich mit einigen Zahlen von Anfang der 90er Jahrebelegen: In so gut wie allen Haushalten mit Kindernsteht mindestens ein Fernsehgert, in jedem ein odermehrere Radiogerte, in fast 90 % ein Kassettenrecorderoder ein Tonbandgert, in 70 % der Haushalte verfgendie Familien ber einen Plattenspieler und z. B. in weitber 50 % ber Videorecorder. Die Medienwelt ist

    dabei in den letzten Jahren nicht stabil geblieben, sondern hat sich durch Ausdifferenzierungsprozesse (z. B.Satellitenfernsehen, Kabelfernsehen, Differenzierung des

    Dr. Walter KlinglerHans-Bredow-Strae

    76530 Baden-Baden

    Korrespondenzanschrifi:Karen Schnenberg

    Pariser Strae 74

    55268 Nieder-Olm

    Printmarktes usw.) weiter erheblich verndert.Ein Vergleich der heute 6- bis 13jhrigen mit den Endeder 70er Jahre Gleichaltrigen (Mitte der 60er bis Mitteder 70er Jahre geboren) zeigt den Wandel der letztenJahre. (Basis ist die Gegenberstellung von Daten aus denARD/ARW/ZDF-Kinderstudien von 1979 Kinder, Me

    dien, Werbung und 1990 Kinder und Medien fr diealten Bundeslnder und West-Berlin.) 1) Zunchst ergeben sich insgesamt mit jeweils rund 160 Minuten Mediennutzung an einem durchschnittlichen Wochentagvon Montag bis Sonntag kaum Vernderungen im fr dieMassenmedien aufgewandten Zeitbudget. Intern fand allerdings eine bemerkenswerte Umverteilung statt. 1979entfielen rund 59 % der von Kindern fr Medien aufgewandten Zeit auf Fernsehen und Video, ca. 19 % aufden

    Hrfunk, etwa 9 % auf die Tontrger Schallplatte, Kassette und CD (also 28 % fr die auditiven Medien) undschlielich etwa 14 % auf Lesen. 1990 - unter den Be-

    48

  • dingungen des dualen Rundfunksystems und der Verviel

    fachung der Programmangebote im Fernsehen und Hrfunk, generell einer anderen elektronischen Umgebung -

    sah das Ergebnis etwas anders aus: Fernsehen und Videonahmen zusammen rund 64 % des Zeitbudgets in An

    spruch, Hrfunk und Tontrger je etwa 12 % (zusammenalso 24 % fr die Hrmedien); fr Lesen wurden rund

    13 % der Zeit aufgewandt.Insgesamt zeichnen sich damit zwei Tendenzen im Ver

    gleich 1979 zu 1990 ab: Der Anteil der Bildschirmmedien am Medienzeitbudget der Kinder wchst, und es ist

    eine tendenzielle Umverteilung der Zeit fr Hrmedien

    weg vom Radio hin zu den Tontrgern Schallplatte, Kas

    sette und CD festzustellen. Damit hat sich insgesamt die

    zeitlich dominierende Stellung des Fernsehens weiter ver

    festigt. Beide Trends werden sich im brigen vermutlich

    in den nchsten Jahren fortsetzen, dies belegen zumindest

    Ergebnisse z. B. aus den USA.

    interessanter als fr Kinder aus den alten Bundeslndern.

    So geben bei der gleichen Abfrage 22 % der Kinder ausder BRD-Ost an, besonders gerne Musik zu hren (gegenber 13 % der BRD-West-Kinder), und 29 % meinen

    spontan, sie wrden besonders gerne lesen (im Westen

    22 %). Dies besttigt sich z. B. auch bei einer Betrach

    tung der Hufigkeit unterschiedlicher Ttigkeiten in denbeiden geographischen Teilen Deutschlands: 93 % derKinder aus den neuen Bundeslndern gaben z. B. an,

    jeden/fast jeden Tag fernzusehen, whrend dies nur77 % der Kinder aus der alten Bundesrepublik taten. DieDaten zeichnen damit ein im Vergleich deutliches Bild:D

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