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  • Fachhochschule fr ffentliche Verwaltung NRW

    Abteilung Kln

    Groe

    Besucherbefragung im Museum Ludwig

    Projekt im Rahmen des Projektstudiums unter der Leitung von Prof. Dr. Uwe Scheler

    Kln 2005

    www.uwe-scheler.de

  • Groe Besucherbefragung - November / Dezember 2004

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    Inhalt

    1 Vorbemerkungen............................................................................................... 3

    1.1 Anlass .............................................................................................................. 3

    1.2 Wissenschaftlicher Hintergrund ....................................................................... 3

    1.3 Die Ausstellung der Bilder von Edward Hopper ............................................... 4

    1.4 Projektbeteiligte ............................................................................................... 5

    2 Durchfhrung der Befragung ........................................................................... 6

    2.1 Erfassungsmethode......................................................................................... 6

    2.2 Gltigkeit der Ergebnisse der Besucherbefragung .......................................... 7

    2.3 Fehlergenauigkeit der Aussagen ..................................................................... 7

    2.4 Die Ausstellungsbesucher als Teil der Bevlkerung ........................................ 8

    2.5 bertragbarkeit der Ergebnisse ....................................................................... 9

    3 Die Auswertung und die Darstellung der Ergebnisse .................................. 11

    3.1 Spalte 1. Alle ............................................................................................... 11

    3.2 Spalten 2 und 3: Mnner, Frauen ................................................................ 11

    3.3 Spalte 4: Beruf: ja ........................................................................................ 11

    3.4 Spalte 5: ttig: ja.......................................................................................... 11

    3.5 Spalten 6 bis 10: Altersgruppen..................................................................... 12

    3.6 Spalten 11 bis 13: Kunstberichte ja, selten, nein ......................................... 12

    3.7 Spalten 14 und 15: K-Zeitschrift ja, nein...................................................... 12

    4 Der Fragebogen............................................................................................... 13

    5 Die Ergebnisse der Befragung ....................................................................... 15

    6 Ausgewhlte Literatur..................................................................................... 63

  • Groe Besucherbefragung - November / Dezember 2004

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    1 Vorbemerkungen

    1.1 Anlass Die hier vorgelegte Untersuchung geht auf drei Wurzeln zurck: 1. An der Fachhochschule fr ffentliche Verwaltung ist fr alle Studenten eine Pro-jektarbeit verbindlich. Die Fachhochschule bietet verschiedene Themen zur Auswahl an. 15 Studenten haben sich fr dieses Thema, die Befragung von Museumsbesu-chern, entschieden. Die Durchfhrung des Projekts stellt fr die Studenten eine Lehrveranstaltung dar, bei der sie einen qualifizierten Leistungsnachweis erwerben.1 2. Das Museum Ludwig und das Museumsreferat der Stadt Kln interessierten sich fr die Durchfhrung des Projekts. Beide Instanzen formulierten Fragen, deren Be-antwortung ihnen fr ihre Museumsarbeit hilfreich schien. 3. Dieses Projekt soll zugleich einen Beitrag liefern fr wissenschaftliche empirische Forschung im Bereich der Kunst. Im nchsten Abschnitt, Wissenschaftlicher Hinter-grund wird diese Intention etwas nher erlutert.

    1.2 Wissenschaftlicher Hintergrund Wer interessiert sich fr Bildende Kunst? Warum besucht jemand eine Ausstellung oder ein Museum? Wie hufig? Und was erwartet das Publikum von einem Ausstel-lungsbesuch? Fragen ber Fragen, und zu einigen gibt es auch Antworten. Wir wissen, dass im Jahre 2003 in der Bundesrepublik von 4.929 Museen 98.361.816 Besucher gemeldet wurden. Hinzu kommen 6.088.957 Besucher von 363 Ausstellungshusern, die, anders als Museen, keinen eignen Bestand an Ausstel-lungsobjekten besitzen. Die 98 Millionen Museumsbesucher verteilen sich auf alle Arten von Museen. Die erfassten 611 Kunst-Museen verzeichneten im Jahre 17 Mil-lionen Besucher. Die Ausstellungshuser boten zu 82% Kunstausstellungen an. Wie viele der 6 Millionen Besucher hier auf die Kunstausstellungen entfallen, ist aus der Verffentlichung nicht zu ersehen.2 Besucher werden also recht sorgfltig gezhlt, und diese Zahlen werden in regelm-igen Jahresberichten verffentlicht. Was sagen diese Zahlen? Haben also im Jahre 2003 17 Millionen Personen Kunstmuseen und 5 Millionen Menschen Kunstausstel-lungen besucht? Keinesfalls! Denn gezhlt wurden die Besucher und nicht die Per-sonen! Da Kunstinteressierte sich nicht nur eine, sondern mehrere Ausstellungen ansehen, wissen wir nicht, ob wir es hier mit zwei, fnf oder zehn Millionen Men-schen zu tun haben. Wie viele Menschen interessieren sich fr Kunst? Durch das Zhlen der Besucher von Museen und Ausstellungen lsst sich die Frage nicht beantworten. Es gibt nur wenige empirische Untersuchungen, die hier genauere Informationen liefern. Wir ha-

    1 Informationen zum Projektstudium sind in folgender Broschre enthalten: Uwe Scheler: Studienhilfe fr Seminar- und Projektarbeiten. Dsseldorf 2002 2 Staatliche Museen zu Berlin (Hrsg.) 2004

  • Groe Besucherbefragung - November / Dezember 2004

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    ben zum Beispiel selbst einmal bei einer reprsentativen Bevlkerungsbefragung in einer lndlichen Gemeinde in der Nhe von Kln folgende Ergebnisse ermittelt:3 Besuchen Sie Ausstellungen (Kunst, Bilder etc)? Nein, kein Interesse 26 % Ja, manchmal 58 % Ja, hufiger 15 % Das Institut fr Demoskopie in Allensbach hat nach verschiedenen Aspekten der Re-levanz von Kunst gefragt. Eine Frage lautete zum Beispiel: Wer sind die Hoffnungs-trger der Gesellschaft? Unter den Hoffnungstrgern, die Impulse fr die Gestaltung der Zukunft geben knnen, erhalten die Knstler nur 10 % Zustimmung, whrend Naturwissenschaftler 60 %, Umweltschtzer 45 %, Ingenieure 42 % erhalten haben.4 Nach wichtigen Erziehungszielen gefragt sagt die Bevlkerung im Jahre 2001 nur zu 20 % an Kunst Gefallen finden. Dieses Ziel steht am Ende der Liste, weit hinter Hflichkeit (86 %), Ehrlich sein (82%), Arbeit ordentlich und ehrlich tun (81%) usw.5 Was begeistert Jugendliche? Schler ab 14 Jahre antworten: Musik, Filme, Sport, Reisen, Computer, Disco, Internet usw. Bei ihnen rangiert Kunst nach Technik und Natur und wird von 19 % der Befragten genannt. Interessant: Aktien und Politik be-geistern noch weniger als Kunst, nmlich nur 8% der Jugendlichen. 19 % der Ju-gendlichen ab 14 Jahre sagen also: Fr Kunst kann ich mich richtig begeistern. Al-lerdings gibt es hier eine groe Diskrepanz zwischen den Geschlechtern: Fr Kunst knnen sich nur 9 % der Jungen, aber 29 % der Mdchen begeistern.6 Diese Beispiele sollen zeigen, dass es schwierig ist, genaue und gesicherte Informa-tionen ber Kunst und Kunstinteresse zu erhalten. Es gibt eine unendliche Flle von Literatur zur Kunst. Der berwiegende Anteil der Aussagen zur Kunst und zur Kunst-rezeption bewegt sich auf der Ebene der Spekulation. In guter philosophischer Tradi-tion gibt es zu jedem Thema Meinungen und Ansichten, die im wissenschaftlichen Sinne weder verifizierbar noch falsifizierbar sind. Empirische Sozialforschung exis-tiert im Bereich der Kunst nur in Anstzen.7 Auf den Mangel an empirischer For-schung und das Defizit von Methodenbewusstsein und Forschungskompetenz ist wiederholt hingewiesen worden.8

    1.3 Die Ausstellung der Bilder von Edward Hopper In der Zeit vom 9. Oktober 2004 bis 9. Januar 2005 fand in den Rumen des Muse-ums Ludwig eine Ausstellung von Bildern des amerikanischen Malers Edward Hop-per statt. In diesem Zeitraum verzeichnete das Museum 358.000 Besucher. Der Be-sucherandrang war zeitweise so hoch, dass sich vor dem Museum lange Warte-

    3 Uwe Scheler, 2004 4 Befragung: Mrz 1995, in: Noelle-Neumann (Hrsg.), Seite 32 5 Befragung Dezember 2001, in: Noelle-Neumann (Hrsg.), Seite 132 6 Befragung Juli 2000, in: Noelle-Neumann (Hrsg), Seite 140 7 Alphons Silbermann gibt einen berblick ber den Stand der empirischen Forschung. 8 Zum Beispiel von Astrid Wick-Kmoch

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    schlangen bildeten. Alle Beteiligten waren von dem groen Interesse, das die Bilder der Ausstellung fanden, berrascht. Die Besucher der Ausstellung konnten mit ihrer Eintrittskarte zugleich auch die Be-stnde des Museums betrachten. Unsere Befragung fand innerhalb des Museums an der Stelle statt, an der die Besucher die Ausstellung der Bilder von Hopper verlieen. Diese Tatsache ist fr das Verstndnis der Beantwortung einiger Fragen wichtig. Mit der Frage 8 haben wir auch gefragt, wie den Besuchern die Bilder des Museums ge-fallen haben. Es ist davon auszugehen, dass nicht alle Befragten diese gesehen hatten. Das gleiche trifft auf Museumscafe und die Buchhandlung zu.

    1.4 Projektbeteiligte Die Groe Besucherbefragung im Museum Ludwig im November und Dezember 2004 fand im Rahmen des Projektstudiums der Fachhochschule fr ffentliche Ver-waltung NRW, Abteilung Kln statt. Die Studierenden, Anwrter fr die gehobene Beamtenlaufbahn in der Polizei und Verwaltung, mssen in einem Projekt unter Be-weis stellen, dass sie die erworbenen Studienkenntnisse auch in einer konkreten Ar-beitsaufgabe bewltigen knnen.9 Fr dieses Projekt haben sich 15 Studierende inte-ressiert, die dann auch die Befragung durchgef

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