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  • ffnungszeiten: Mo. bis Do.: 8:30 - 16:00 Uhr Fr.: 8:30 - 13:00 Uhr

    2

    Oberfinanzdirektion Koblenz - 56064 Koblenz Finanzmter

    Oberfinanzdirektion Koblenz Ferdinand-Sauerbruch-Str. 17 56073 Koblenz Telefon:(0261) 4932-0 Telefax:(0261) 4932-36740 Poststelle@ofd-ko.fin-rlp.de www.oberfinanzdirektion-koblenz.de 02.12.2013

    Aktenzeichen Auflage Ansprechpartner/-in Telefon/Fax S 2233 A - St 31 1/St 31 5 B 3 c

    Herr Mller/Frau Sorg

    (0261) 4932- 36703 36698

    Rundverfgung Einkommensbesteuerung der nicht Buch fhrenden Landwirte; hier: Ermittlung des Gewinns aus Weinbau fr das Wirtschaftsjahr 2012/2013 Anlage: - 1 - Inhaltsverzeichnis 1 Allgemeines 1.1 Betriebseinnahmen 1.2 Betriebsausgaben 1.2.1 Sachliche Bebauungskosten 1.2.1.1 Kostenarten 1.2.1.1.1 Absetzungen fr Abnutzung fr Wirtschaftsgter, die der Bebauung dienen 1.2.1.1.2 Nutzungsdauer der Wirtschaftsgter 1.2.1.1.3 Ermittlung des Restbuchwertes zum Beginn des Wirtschaftsjahres 1997/98 1.2.1.1.4 Nachweis der Anschaffung und Herstellung von Wirtschaftsgtern aus abgelaufenen

    Wirtschaftsjahren 1.2.1.1.5 Ansatz der Anschaffungs- oder Herstellungskosten

  • 1.2.1.1.6 Nachweis von Rebanpflanzungen 1.2.1.2 Magebende Weinbergsflche 1.2.1.3 Zur Anwendung der Richtbetrge 1.2.2 Ausbaukosten 1.2.2.1 Kostenarten 1.2.2.2 Richtbetrge je Liter erzeugten Mostes oder Weines 1.2.2.3 Wirtschaftsgter, die neben dem Ausbau auch anderen Betriebsbereichen dienen 1.2.2.4 Zur Anwendung der Richtbetrge 1.2.3 Sonstige Kosten 2 Gewinnermittlung durch Vergleich der Betriebseinnahmen mit den Betriebs-

    ausgaben ( 4 Abs. 3 EStG) 3 Gewinnermittlung nach 4 Abs. 1 EStG ( 162 AO) 4 Gewinnermittlung nach 13a EStG 4.1 Anwendungsvoraussetzungen 4.2 Pauschalierter Gewinnzuschlag 4.3 Antrag nach 13a Abs. 2 EStG auf eine anderweitige Gewinnermittlung 5 Wechsel der Gewinnermittlungsart 5.1 Ermittlung eines bergangsgewinns 5.2 Ermittlung der Weinbestnde beim bergang 6 Wiederbepflanzungsrechte im Weinbau 6.1 Grundstze 6.2 Hinweise 7 Vordruck Anlage Weinbau 7.1 Abgabe der Anlage Weinbau und Anlage ER 7.2 Elektronische bermittlung von Bilanzen sowie Gewinn- und Verlustrechnungen

    8 Investitionsabzugsbetrag nach 7g Abs. 1 EStG und Sonder-AfA nach 7g Abs. 5 EStG

    8.1 Investitionsabzugsbetrag und Sonderabschreibungen bei Rebanlagen 9 Pacht- und Bewirtschaftungsvertrge im Weinbau 9.1 Abgrenzung der land- und forstwirtschaftlichen von der gewerblichen Bettigung 9.2 Hinzuziehung zum Verfahren 10 Bewertung von entgeltlich erworbenem Grund und Boden mit Rebanlagen 10.1 Kaufpreisaufteilung bei Kauf von Rebflchen 10.2 Erwerb von bestocktem Grund und Boden und Kaufpreis fr ein Wiederbepflan-

    zungsrecht

  • 10.3 Zum Anschaffungszeitpunkt zeitnahe Rodung 10.4 Hinzuziehung zum Verfahren 11 Aufwendungen eines Kraftfahrzeugs im Betriebsvermgen eines Weinbaube-

    triebs und privater Nutzungsanteil 12 Umsatzsteuer 12.1 Steuersatz 12.2 Umstze von Getrnken und alkoholischen Flssigkeiten

  • 1 Allgemeines

    Die Einknfte aus der Bewirtschaftung von Weinbergsflchen gehren gem. 13 Abs. 1 Nr. 1 EStG zu den Einknften aus Land- und Forstwirtschaft. Bei Weinbaubetrieben, de-ren Gewinn entsprechend dem Regelfall nicht nach 13a Abs. 4 6 EStG ermittelt wird, sind die Besteuerungsgrundlagen nach 162 AO zu schtzen, wenn dem Finanz-amt aufgrund fehlender Buchfhrung bzw. Aufzeichnungen keine ausreichenden Unterla-gen fr die Feststellung des tatschlichen Gewinns zur Verfgung gestellt werden.

    1.1 Betriebseinnahmen Werden die Betriebseinnahmen (vgl. Zeilen 11 28 der Anlage Weinbau) nicht oder un-vollstndig erklrt, sollten sie mglichst individuell in Abhngigkeit von Erntemengen, Qualittsstufen und Vermarktungsart ermittelt werden.

    1.2 Betriebsausgaben Die Betriebsausgaben werden fr die Zwecke der Gewinnermittlung in folgende drei Arten untergliedert: Sachliche Bebauungskosten, die bis zum Transport der Trauben zur Kelter bzw. zur Genossenschaft anfallen (siehe Tz. 1.2.1); Kosten fr den Ausbau, die Flaschenfllung und ausstattung bei selbstausbauenden Winzern (siehe Tz. 1.2.2); sonstige Kosten, die im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Weinbau stehen (siehe Tz. 1.2.3).

    1.2.1 Sachliche Bebauungskosten In der beigefgten Anlage sind die fr das Wirtschaftsjahr (Wj.) 2012/2013 gltigen Be-bauungskostenrichtbetrge enthalten. Die Absetzungen fr Abnutzung (AfA) fr Wirt-schaftsgebude, Maschinen und Gerte sowie Weinbergsanlagen werden von diesen Be-trgen nicht erfasst. Deshalb sind die AfA und die Aufwendungen nach 6 Abs. 2 EStG fr geringwertige Wirtschaftsgter sowie die jhrliche Minderung des Sammelpostens fr mittelwertige Wirtschaftsgter nach 6 Abs. 2a EStG nur gegen Nachweis (Anlagenver-zeichnis) zu bercksichtigen.

    1.2.1.1 Kostenarten Die sachlichen Bebauungskosten umfassen folgende Kostenarten: Dngung

  • Pflanzenschutz inkl. Spritzmittel aber ohne Aufwendungen fr Hubschraubereinsatz (siehe Tz. 1.2.3),

    Unterhalt von Wirtschaftsgebuden, Maschinen und Gerten, Weinbergsanlagen einschl. der Instandhaltungsaufwendungen bzw. Reparaturkosten (soweit diese nicht zu den Ausbaukosten gehren; Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz vom 28.10.2008 3 K 2393/04, n. v.; siehe Tz. 1.2.2.1 und 1.2.2.3),

    Strom, Wasser, Kanalgebhren ohne Beregnungs- und Bewsserungskosten (siehe Tz. 1.2.3),

    Treib- und Schmierstoffe, sonstiges (z. B. Porto, Telefon, Bromaterial, Arbeitskleidung), Grundsteuer, Betriebsversicherungen (ohne Hagelversicherung), Beitrge (z. B. Fremdenverkehrsbeitrag, Berufsgenossenschaft), Umsatzsteuer auf angeschaffte Anlagegter, die der Bebauung dienen, weil Bemes-

    sungsgrundlage fr die AfA grundstzlich die Nettoherstellungskosten sind )Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz vom 28.10.2008 3 K 2393/04, n. v.).

    Enthlt die Anlage Weinbau hierzu keine Angaben (vgl. Zeilen 31 39), sind die sach-lichen Kosten der Bebauung i. d. R. grundstzlich (siehe Tz. 1.2.1.3) mit dem fr das je-weilige Weinbaugebiet geltenden Bebauungskostenrichtbetrag (vgl. Anlage 1, Spalte 3) zu schtzen, weil derartige Ausgaben im Weinbau stets anfallen. Der Land- und Forstwirt ist bei der Inanspruchnahme des Bebauungskostenrichtbetrages nicht an die Behandlung im vorhergehenden Wj. gebunden. Zu Fllen, in denen der Land- und Forstwirt wiederholt in nachfolgenden Wj. zwischen dem Ansatz des Bebauungskos-tenrichtbetrages und dem Ansatz der tatschlichen Aufwendungen fr die Bebauung wechselt, siehe Tz. 1.2.1.3.

    1.2.1.1.1 Absetzungen fr Abnutzung fr Wirtschaftsgter, die der Bebauung dienen AfA von Wirtschaftsgebuden, Maschinen und Gerten sowie von Weinbergsanlagen ge-hren ebenfalls zu den sachlichen Bebauungskosten (vgl. Zeile 39 der Anlage Weinbau). Die obersten Finanzbehrden des Bundes und der Lnder haben jedoch beschlossen, den Bebauungskostenrichtbetrag fr die sachlichen Bebauungskosten ab dem Wirt-schaftsjahr 1997/98 ohne diese AfA auszuweisen. Deshalb sind die AfA und die Aufwen-dungen nach 6 Abs. 2 EStG fr geringwertige Wirtschaftsgter sowie die jhrliche Min-derung des Sammelpostens fr mittelwertige Wirtschaftsgter nach 6 Abs. 2a EStG nur noch gegen Nachweis (Anlagenverzeichnis) zu bercksichtigen. Fr die Inanspruchnah-me der AfA reicht es grundstzlich aus, wenn im Anlagenverzeichnis folgende Angaben gemacht werden: Genaue Bezeichnung des Wirtschaftsguts, Anschaffungs- oder Herstellungszeitpunkt, Anschaffungs- oder Herstellungskosten (ggf. mit einem entsprechenden Hinweis, so-

    fern es sich um geschtzte Betrge handelt),

  • Nutzungsdauer lt. amtl. AfA-Tabelle zum Anschaffungs- oder Herstellungszeitpunkt, Buchwert des Wirtschaftsgutes (ggf. unter Bercksichtigung geltend gemachter Son-

    derabschreibungen, z. B. nach 7g EStG oder 76 EStDV 1990, und unter Beach-tung von 7a Abs. 9 EStG 1990); der Gewinnabzug nach 78 EStDV ist jedoch hier-bei nicht zu bercksichtigen,

    AfA im Wirtschaftsjahr, auf den Weinbau entfallender Teil der AfA. Zur Neuregelung des 6 Abs. 2 und 2a EStG fr alle nach dem 31.12.2007 angeschaff-ten, hergestellten oder eingelegten Wirtschaftsgter (= Nettoanschaffungs- oder Herstel-lungskosten oder Einlagewert von nicht mehr als 150 [ 6 Abs. 2 EStG], oder Nettoan-schaffungs- oder Herstellungskosten oder Einlagewert von mehr als 150 aber nicht mehr als 1.000 [ 6 Abs. 2a EStG]), siehe das BMF-Schreiben vom 30.09.2010, BStBl I S. 755 und die Rdvfg. vom 14.08.2008 S 2230 A St 31 1 Tz. 4.2 ff. Fr nach dem 31.12.2009 angeschaffte oder hergestellte selbstndig nutzbare beweg-liche Wirtschaftsgter des Anlagevermgens, deren Anschaffungs- oder Herstellungskos-ten nicht mehr als 410 betragen, knnen alternativ zur Sammelpostenmethode die Auf-wendungen im Wj. des Zugangs in vollem Umfang als sofort abzugsfhige Betriebsaus-gaben bercksichtigt werden ( 6 Abs. 2 in der Fassung des Wachstumsbeschleuni-gungsgesetzes vom 22.12.2009, BStBl 2010 I S. 2; siehe BMF-Schreiben vom 30.09.2010, BStBl I S. 755). Insoweit wurde die fr die Anschaffung oder Herstellung von derartigen Wirtschaftsgtern vor dem 01.01.2008 gltige Rechtslage wieder hergestellt. Fr die im Wj. 2009/2010 (= bergangsjahr) angeschafften oder hergestellten Wirt-schaftsgter ist sowohl die vorerwhnte Neuregelung ab dem 01.01.2008 als auch die ab dem 01.01.2010 zu beachten (BMF-Schreiben vom 30.09.2010, BStBl I S. 755, Tz. 28 i. V. m. 26 und 27). Das Wahlrecht zur Sammelpostenbildung (= sog. zweites Wahlrecht) kann fr alle im Wj 2009/2010 betroffenen vorerwhnten Wirtschaftsgter nur einheitlich ausgebt werden. Der Sammelposten umfasst auch in diesem Wj. alle von dem entspre-chenden Antrag erfassten Wirtschaftsgter einheitlich (BMF-Schreiben vom 30.09.2010, BStBl I S. 755, Tz. 28).

    1.2.1.1.2 Nutzungsdauer der Wirtschaftsgter Fr nach dem 31.12.1988 im

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