volkswirtschaftslehre zusammenfassung 2013

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Volkswirtschaftslehre Zusammenfassung Uni First Semester

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    1. Einfhrung 1. Nennen und erlutern Sie die allgemeinen Aufgaben der VWL.

    1) Darstellung: Darstellung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung 2) Erklrung: Auf Basis der Darstellung 3) Prognose: Auf Basis der Erklrungen;

    Handlungsweisen abgeleitet

    2. Konkretisieren Sie die Grundfragen der konomie.

    aufgrund der vorhandenen Knappheit der Produktionsfaktoren und der unendlichen Bedrfnisse mssen folgen Fragen (Grundfragen der konomie) gestellt werden:

    1) Was soll produziert werden? (materielle oder immaterielle Gter) 2) Wie soll produziert werden? (welche Produktionsmittel sollen verwendet werden?) 3) Fr wen soll produziert werden? (wer ist der Abnehmer?) 4) Wo soll produziert werden?

    Probleme knnen auf zwei verschiedene Arten gelst werden:

    1. zentral vom Staat = Planwirtschaft 2. dezentral von den einzelnen Wirtschaftssubjekten = Marktwirtschaft

    3. Worin besteht das Grundproblem jeder Volkswirtschaft? Unendliche Bedrfnisse knappe Ressourcen > qualitativ & quantitativ

    4. Nennen und erlutern Sie die volkswirtschaftlichen Produktionsfaktoren. Die volkswirtschaftlichen Produktionsfaktoren sind Arbeit, Boden und Kapital. Boden: > komplette, fr landwirtschaftliche, industrielle und verkehrsmige Zwecke

    genutzte, Bodenflche, sowie deren Bodenschtze

    Arbeit: > Gesamtheit der Erwerbspersonen bzw. ihre Arbeitskraft; menschliche Arbeit Kapital: > dauerhafte Produktionsmittel wie Gebude, Maschinen und Werkzeuge

    > nicht-dauerhafte Produktionsmittel wie Rohstoffe, Einbauteile und Energie > Geldkapital

    - zum Teil noch Wissen (v. a. technisches)

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    5. Welche Bedrfnis-Ebenen sind Ihnen bekannt? Erlutern Sie diese. 1. Selbstverwirklichung (Individualitt, Talententfaltung, Philosophie und Glaube) 2. Soziale Anerkennung (Status, Wohlstand, Geld, Macht) 3. Soziale Beziehungen (Freundeskreis, Liebe, Kommunikation) 4. Sicherheit (Schutz vor Gefahren, Wohnung, fester Arbeitsplatz, Gesetze, Gesundheit und Lebensplanung (vor allem Planung der Befriedigung krperlicher Grundbedrfnisse) 5. Krperliche Bedrfnisse (Grundbedrfnisse: Atmung, Trinken, Essen)

    6. Erklren Sie das konomische Prinzip.

    - Erkenntnis: nicht ausreichend Ressourcen vorhanden, um alle Bedrfnisse zu befriedigen

    - Zwangslage > 2 Anstze:

    Maximalprinzip

    - Einsatz ist vorgegeben (Input) - Ziel: bestmgliches (maximales) Ergebnis (Output) - Bei Unternehmen: Gewinnmaximierung - Bei privaten Haushalten: Nutzenmaximierung

    Minimalprinzip

    - zu erreichendes Ziel ist vorgegeben (Output) - Ziel: bestmgliches Ergebnis mit minimalem Einsatz (Input) - Bei Unternehmen: Kostenminimierung - Bei privaten Haushalten: Ausgabenminimierung

    2. Wirtschaftskreislauf

    1. Welche Strme lassen sich in konomischen Kreislaufmodellen unterscheiden?

    - Finanzstrme - Gterstrme - Dienstleistungsstrme

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    2. Welche Beziehungen bestehen zwischen den einzelnen Wirtschaftssektoren?

    a) Stellen Sie einen einfachen Wirtschaftskreislauf dar:

    b) Stellen Sie einen vollstndigen Wirtschaftskreislauf dar:

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    - keine weiteren Erluterungen notwendig

    3. Welche Aufgabe hat die VGR, erlutern Sie diese.

    In der VGR werden die Aktivitten sowie Transaktion der verschiedenartigen Wirtschaftssubjekte der deutschen Volkswirtschaft erfasst.

    - Informationsfunktion: Situationsanalyse Konjunkturelle Information Sektorale Verschiebungen Einkommensverteilung

    - Kontrollfunktion:

    berprfung von vorgegebenen Zielwerten mit den derzeit vorhandenen Ist-Wwerten

    - Prognosenfunktion: auf Basis der ermittelten Daten werden

    makrokonomische Gren vorhergesagt/prognostiziert

    Hinweis: Mit Einleitungssatz zum Verstndnis, ansonsten kann dies stichpunktartig abgehandelt werden!

    4. Definieren Sie den Begriff Inlandsprodukt.

    - Das Inlandsprodukt gibt den Gesamtwert aller Gter (Waren und Dienstleistungen), die innerhalb eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft hergestellt wurden und dem Endverbrauch dienen (somit auch von Auslndern erbrachte Werte), an. Werden Gter nicht direkt weiterverwendet, sondern auf Lager gestellt, gelten sie ebenfalls als Endprodukt

    - Ma fr die wirtschaftliche Leistung und den Wohlstand einer Volkswirtschaft > nicht unbedingt magebend, da bestimmte Gren nicht einberechnet

    - Bezieht sich auf bestimmten Zeitabschnitt

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    5. Nehmen Sie Stellung zum Begriff des Volkseinkommens.

    Das Volkseinkommen ist die Summe aller von Inlndern im Laufe eines Jahres aus dem In- und Ausland bezogenen Erwerbs- und Vermgenseinkommen, wie Lhne, Gehlter, Mieten, Zinsen, Pachten und Vertriebsgewinne.

    Das Volkseinkommen (=Sozialprodukt) ist somit die in Geld ausgedrckte Summe aller produzierten Waren und Dienstleistungen einer Volkswirtschaft, die verbraucht, investiert oder gegen auslndische Gter eingetauscht worden sind.

    a) Skizzieren Sie die Inhalte der Entstehungsrechnung:

    Die Entstehungsrechnung befasst sich mit dem Anteil der Wirtschaftssektoren an der Erstellung Volkseinkommens. Vergleicht man die Angaben ber mehrere Jahre, so kann festgestellt werden, wie sich die Produktionsstruktur eines Landes ndert und welche Branchen wachsen oder schrumpfen.

    b) Skizzieren Sie die Inhalte der Verwendungsrechnung:

    Sie gibt nhere Informationen darber, wozu die produzierten Produkte verwendet werden. Unterscheidung zwischen Konsum, Investition & Export (wird mit Import zum Auenbeitrag zusammengefasst). > privater & Staatsverbrauch

    c) Skizzieren Sie die Inhalte der Verteilungsrechnung:

    Die Verteilungsrechnung gibt Auskunft ber die Hhe und die Arten der Faktoreinkommen, die von den Inlndern innerhalb eines Jahres aufgrund ihrer Wertschpfungsbeitrge im In- und Ausland erzielt worden sind.

    Aus Vereinfachungsgrnden wird hierbei nur zwischen zwei Einkommensquellen unterschieden:

    Das Arbeitnehmerentgelt ist die Summe aller Arbeitnehmereinkommen; es beinhaltet die Bruttolhne und -gehlter zuzglich der Lohnnebenkosten in Form von Arbeitgeberbeitrgen zur Sozialversicherung und weiterer Sozialaufwendungen der Arbeitgeber.

    Das Unternehmens- und Vermgenseinkommen ist die Summe aller brigen Faktoreinkommen.

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    6. Welche grundlegenden konomischen Aktivitten bzw. Transaktionen sind Ihnen bekannt erlutern Sie.

    Aktivitten: - Einkommen generieren oder verwenden fr a) Konsum b) Sparen - Kredite aufnehmen oder vergeben - Kapital bilden oder investieren - Produktion und Verkauf von Sachgtern und Dienstleistungen Transaktionen: - Tausch Gut gegen Gut > Naturaltausch - Tausch Forderung gegen Gut > Leistungstransaktion - Tausch Forderung gegen Forderung > Finanztransaktion

    7. Errtern Sie die Eignung des Sozialprodukts als Wohlstandsindikator.

    - negativ: s. 8. - positiv: berhaupt ein Wert als Richtlinie

    8. Welche Mngel beeintrchtigen die Aussagekraft des Sozialprodukts?

    - gibt nur den Durchschnitt an, besagt aber nichts ber Verteilung des Wertes - bercksichtigt keine Schwarzarbeit - enthlt keine Aussagen ber Umweltverschmutzung > gehen positiv ein, genau wie Naturkatastrophen - vernachlssigt die Hausarbeit - enthlt Gren wie Scheidungsraten, Bildung, etc. nicht - Sekundrstatistiken werden verwendet

    9. Erlutern Sie den Begriff Arbeitsteilung; gehen Sie auf Vor- und Nachteile ein!

    - Aufspaltung des Produktions-/Wirtschaftsprozesses auf jeweils geeignete Wirtschaftseinheiten - Ziel: Steigerung der Produktivitt - innerbetrieblich, volkswirtschaftlich oder international

    Vorteile Nachteile Qualittssteigerung durch Spezialisierung Monotonie an der Arbeit Massenproduktion Abhngigkeit Wohlstandssteigerung Hierarchie notwendig Schnellere Produktion Abhngigkeit von anderen Mrkten Kostengnstige Produktion Keine Flexibilitt Arbeitnehmer identifizieren sich nicht mehr

    mit dem Endprodukt Leistungsanreize mssen geschaffen werden straffe Arbeitsdisziplin

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    3. Wirtschaftsordnung

    1. Was sind die Aufgaben einer Wirtschaftsordnung?

    Herstellung der Funktionsfhigkeit einer Wirtschaft Vereinfachung der Ablufe in einer Wirtschaft;

    Regelkatalog, der hohen Informationsgrad schafft, um einen mglichst reibungslosen Ablauf zu gewhrleisten

    Zielgerichtete Koordination wirtschaftlicher Aktivitten bestmgliche Bedarfsdeckung soll ermglicht werden; Koordinierung einzelwirtschaftlicher (mikrokonomischer) und

    gesamtwirtschaftlicher (makrokonomischer) Prozesse Verwirklichung der politischen Grundziele/Gesellschaftspolitische Aufgabe

    2. Nennen Sie die wesentlichen Merkmale fr die beiden idealtypischen

    Wirtschaftsordnungen. a) (freie) Marktwirtschaft:

    Vertragsfreiheit, Gewerbefreiheit, Konsumentenfreiheit, Berufsfreiheit und Privateigentum

    freie Preisbildung, der Preis eines Produktes wird von Angebot und Nachfrage geregelt

    freier Marktzugang fr Konsumenten und Unternehmer > Konsumentensouvernitt freier Wettbewerb: Die Konkurrenz der Unternehmen trgt zur Verbesserung des

    Preis-Leistungsverhltnisses und der Qualitt bei Staat greift praktisch nicht ein

    b) Planwirtschaft:

    - Verstaatlichung der Produktionsmittel und Firmen - zentrale Steuerung des Wirtschaftsprozesses - Festlegung von Preisen und Lhnen - stabiles Auenhandelsmonopol

    3. Was ist unter Konsumentensouvernitt zu verstehen?

    Individuelle Freiheit, das verfgbare Einkommen nach den individuellen Wnschen zu verwenden. Der Konsument entscheidet ber die Verwendung und gestaltet bzw. lenkt somit die Nachfrage. Die U

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