Schweinfurter Grün – das brillante Gift

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<ul><li><p>23 </p><p>Schweinfurter Grun - das brillante Gift Holger Andreas </p><p>Der lange Weg zum Verbot einer gesundheitsgefahrdenden Substanz </p><p>Der erfolgreiche Beginn </p><p>s eine ,,ungemein schone, griine Farbe" At ezeichnete 1822 Henri Braconnot [l], Professor fur Naturwissenschaften in Nancy, das neue Pigment, das er von einer dortigen Papiertapeten-Fabrik zur AnaIyse erhalten hatte. Er schreibt, dai3 ein Farbenfabrikant zu Schweinfurt das Geheimnis besage, dieselbe zu fertigen und sie nach allen Hauptstadten Europas versende. Zur gleichen Zeit unter- suchte auch Justus Liebig diese neue griine Farbe. Beide kamen zum Ergebnis, da8 es sich bei ihr um ,,eine Verbindung des Kup- fen') mit Essig- und Arseniksaure" (= Arse- nige Saure) handelt. </p><p>Die erste arsenhaltige Kupferfarbe, basisches Kupferarsenit, wurde von Carl Wilhelm Scheele 1778 beschrieben [2]; sie wird nach ihrem Erfinder Scheelsches Grun (oder auch Scheeles Grun) genannt. Scheele empfahl ihre Verwendung als 01- und Wasserfarbe und fand, ,,da8 diese Farbe auch noch den Vortheil hat, dai3 sie, wenn Stubenwande, Bettstellen usw. damit angestrichen werden, auf eine ganz vorzugliche Art die Wanzen oder Wand- lause abhalt. Sie wird jetzt von Fabrikanten verfertigt und unter dem Namen Schwedisch Griin verkauft". </p><p>1805 brachte Ignaz von Mitis eine arsenhalti- ge Kupferfarbe unter dem Namen Mitis Griin auf den Markt, deren Zusammensetzung an- geblich der des spateren Schweinfurter Griins entsprach. Dieses Pigment wurde ab 1814 in groi3eren Mengen von dem Schweinfurter </p><p>"Kupfer(I1)-acetatarsenit, Cu(CH3C00)2 . 3 Cu(AsO2)2. </p><p>'i'FBleiweii3 ist basisches Bleicarbonat, 2 PbC0-j. Pb(OH)2. </p><p>Farbensortiment der Firma Sattler. In der Mitte unten ist Schweinfurter Griin gezeigt. (Abbildung: Stadtische Sarnmlungen, Schweinfurt) </p><p>Fabrikanten Wilhelm Sattler produziert, nachdem er zusammen mit dem Apotheker RUG ein eigenes Herstellverfahren entwickelt hatte. </p><p>Wilhelm Sattler [3-5] war ein uberaus erfolg- reicher friihindustrieller Unternehmer in Schweinfurt, der es nicht nur zu einem groi3en Vermogen brachte, sondern der dar- iiber hinaus ein hochangesehener Burger sei- ner Stadt und ein bedeutender Kommunalpo- litiker war, ,,dem junge Leute nacheifern soll- ten", wie Franz Otto in seinem Buch: ,,Manner eigener Kraft - Vorbilder von Hochsinn, Thatkraft und Selbsthilfe fur Ju- </p><p>Chemie in unserer Zeit 130. Jahug. 1996/ N,: 1 0 V C H Verkzgsgesellschaft mbH, 69469 Weinheim, 1996 0009-2851/96/0102-0023 $ 5.00 + ,2510 </p><p>gend und Volk" empfiehlt. Wilhelm Sattler wurde 1784 in Kassel als Sohn eines Kauf- manns geboren, absolvierte eine kaufmanni- sche Lehre und wurde Geschaftsfuhrer einer Bleiweiflfabrik'"" in Niederwerrn bei Schweinfurt. Hier bot sich ihm die Gelegen- heit, die technischen Probleme der Farbenbe- reitung kennenzulernen, und mit dem dabei erworbenen Sachverstand konnte er entschei- dende Verbesserungen beim Mahlen von Blei- weii3 einfuhren. Erfolg und Erfahrungen wer- den in ihm den Wunsch zur Selbstandigkeit gefordert haben, und so griindete er 1808 mit einem bescheidenen, geborgten Startkapital von 3000 Gulden in Schweinfurt eine eigene </p></li><li><p>24 Schweinfurter Griin </p><p>Schweinfurter Grun in Substanz. (Photo: Deutsches Museum, Miinchen) Sammlungen, Schweinfurt) </p><p>Firmenschild der ,,Farben &amp; Bleiweiss-Fabrik Wilhelm Sattler". (Abbildung: Stadtische </p><p>Firma. Zum Produktionsprogramm des Un- ternehmens gehiirten aufler einigen Farben auch Starkezucker, Rum, Arrak, Likore und Weinsteinsaure. Die seit 1808 bestehende Kontinentalsperre, die die Einfuhr sogenann- ter Kolonialwaren verhinderte, veranlaflte Sattler 1810 zur Entwicklung eines aus Kar- toffelmehl hergestellten Sagos als Ersatz fur den aus Palmmark gewonnenen Sago und ver- schaffte ihm einen augenblicklichen, enormen kaufmannischen Erfolg. Noch vie1 grofler aber war sein Erfolg mit ,,der ungemein scho- nen, griinen Farbe", die er dank der che- mischen Kenntnisse und zahllosen Versuche seines Freundes Rufl ab 1814 herstellen und unter dem von ihm gewahlten Namen Schweinfurter Griin vermarktcn konnte. Sattler war an chemischen Fragen sehr inter- essiert; vielleicht haben Scheeles Arbeiten uber arsenhaltige Kupferpigmente Wilhelm Sattler zu seinen Versuchen angeregt. </p><p>Jedenfalls schreibt Johann Carl Leuchs [6] 1825 uber Schweinfurter Griin: </p><p>Das Schweinfurter Griin wurde urn die Mittc des Jahres 1S14 von den Herren F. W. RuR und Wilh. Sattler in Schweinfurt erfunden und 1816 in Han- del gebracht. Es ist dcm Mitis-Griin ahnlich, aber </p><p>dunkler und reiner. In der damals erschienenen An- zeige sagen die Erfinder, daR es an Feuer und Dun- kelheit alle anderen griinen Farben iibertreffe, we- der so blau und blaR wie das Bremer und Braun- schweiger Griin noch so gelb wie das Mineralgriin sei, einen hohen Grad von Warme vertrage, bei ei- ner Hitze, wo Bremer-, Braunschweiger- und Neu- grun braun werden, noch seine Farbe behalte und daher in Feuer und in Lack halte, als Wasser- und Olfarbe, sowie auf Kalk haltbar sei, mit 01 allein, sowie auch mit BleiweiR angewandt werden konne und weder an der Luft noch durch schweflige Aus- diinstungen braun werde. Es fand auch sehr bedeu- tenden Absatz und gehort offenbar zu den schon- sten griinen Farben, die wir haben. Nur mu8 es we- gen seines Arsenikgehaltes mit Vorsicht angewandt werden. </p><p>Wegen seiner Leuchtkraft sowie seines bei Ta- ges- und Kunstlicht gleichbleibenden Tons und seiner gleichermafien ausgepragten Bril- lanz wurde Schweinfurter Grun besonders gern fur Theaterdekorationen und zum Aus- schmucken von Festraumen und Ballsalen verwandt. Innerhalb kurzer Zeit wurde es zu einer Modefarbe, die sich nicht nur als Maler- und Anstrichfarbe, sondern vor allem auch als Tapetenfarbe ausgesprochener Beliebtheit erfreute. Aber auch alle moglichen anderen Dinge wurden mit Schweinfurter Grun ge- farbt: Ballkleider, kunstliche Blumen, Teppi- </p><p>che und Vorhange, Kerzen, ja sogar Konditor- waren und Bonbons. Weit uber die deutschen Lander hinaus gelangte dieses Grun zu Welt- ruhm und wurde eine der beliebtesten Farben der ersten Halite des 19. Jahrhunderts. Ende des 18. Jahrhunderts hatte sich in Europa die Tapetenindustrie entwickelt. War es zunachst nur der Adel, der sich diese neuen Wandde- korationen leisten konnte, so fanden Tapeten doch rasch Einzug in die Wohn- und Repra- sentationsraume sowie in die Schlaf- und Ar- beitszimmer des aufstrebenden Burgertums. 1822 erwarb Wilhelm Sattler das wenige Kilo- meter von Schweinfurt entfernte, halb verfal- lene Schlofl Mainberg vom Staat und erhielt innerhalb kurzester Zeit die Genehmigung, dort eine Tapetenfabrikation zu betreiben. Mit Schweinfurter Griin gefarbte Tapeten gehorten wohl zu den groflten Verkaufser- folgen. </p><p>Das Verfahren zur Herstellung dieses beson- deren Pigments hielt Sattler verstandlicher- weise geheim. Die eingangs erwahnte Notiz aus dem Jahre 1822 [l] enthalt zwar schon eine brauchbare Vorschrift, doch findet sich eine detaillierte Beschreibung erst 1836 im gleichen Journal [7]. </p><p>Chemie tn unserer Zeit / 30. Jahrg. 1996 / Nr i </p></li><li><p>Schweinfurter Griin 25 </p><p>Wohnzimmer der Prinzessin Mathilde, Miinchen 1834. Die Farbe der Tapeten 1ai3t auf Schweinfurter Griin schliei3en. (Abbildung: Deutsches Museum, Miinchen) </p><p>Ausschnitt aus der Panoramatapete ,,Fran- zosische Garten" der Manufaktur Zuber, Rixheim, Herstellungsjahr 1822. (Abbil- dung: Deutsches Tapetenmuseum, Kassel) </p><p>Links: Tapete aus der Manufaktur Wilhelm Sattler, Mainberg, 1840/50. (Abbildung: Deutsches Tapetenmuseum, Kassel) </p><p>Rechts: Tapete von Moeglin &amp; Zimmer- mann, Rixheim, Herstellungsjahr 1827. (Abbildung: Tapetenmuseum Rixheim) </p><p>Danach benotigt man drei Kessel: einen zum Auflosen von 100 Pfund Arsenik (wobei der Arbeiter sich den Mund vor dem Staub ver- bindet) in 1500 Pfd. Wasser, einen zweiten zum Auflosen von 70 Pfd. Griinspan in 300 Pfd. Wasser. Beide Losungen werden zum Kochen gebracht und dann gleichzeitig unter Riihren in einen dritten Fallungskessel laufen gelassen. Dabei mui3 man etwas von der Arseniklosung zuriickbehalten. Es bildet sich zunachst ein voluminoser Niederschlag von schmutziger, gelbgriiner Farbe. Ohne zu riihren lafit man diese Fallung ruhig stehen und gibt nach 2-3 Stunden den Rest der Arseniklosung dazu. (Das ist wahrscheinlich </p><p>entscheidend. Anm. d. Ve$) Der Nieder- schlag zieht sich zusammen, und damit ein- hergehend steigt auch die Intensitat und der Glanz der Farbe. </p><p>Auch die Herstellung aus Kupfervitriol statt aus Griinspan wird beschrieben. </p><p>Erste Wolken am Himmel des geschaftlichen Erfolgs </p><p>Owohl die Giftwirkung des Arseniks (Arsen- trioxid) seit dem Altertum bekannt war, tat dies der breiten Anwendung des damit herge- stellten Pigmentes zunachst keinen Abbruch. </p><p>Mit Ausnahme des Zusatzes bei Siifiigkeiten und Konditorwaren bestanden keine Beden- ken, da man die Farbe ja nicht zu sich nahm und eine andere Vergiftungsweise zu der da- maligen Zeit nicht in Betracht gezogen wer- den konnte. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entsprach der Kenntnisstand iiber Arsenver- giftungen wohl dem, was Samuel Hahne- mann 1786 dariiber veroffentlicht hatte [SJ. Die Giftwirkung erfolge nicht nur durch die Aufnahme durch den Mund, schrieb er, son- dern auch durch die Haut, ebenso durch Ein- atmen des Rauchs und Staubs bei der Verhiit- tung arsenhaltiger Erze. Eine derartige Expo- sition war aber nur bei der Herstellung, nicht </p><p>Chemie in unserer Zeit /30.]ahrg. 1996/ Nx 1 </p></li><li><p>26 Schweinfurter Griin </p><p>dagegen bei den Anwendungen als Anstrich- und Tapetenfarbe anzunehmen. </p><p>Die erste Warnung vor Gesundheitsschaden durch griine Tapeten spricht Leopold Grne- lin, von 1814 bis 1851 Professor fur Medizin und Chemie in Heidelberg, 1839 in der Karls- ruher Zeitung aus [9]: </p><p>In neuerer Zeit wird fur gi-iine Tapeten und Zini- meranstriche gewohnlich ein Farbmaterial ange- wandt, welches unter dem Namen des Schweinfur- ter Griins, Wiener Griins usw. vorkommt, und al- lerdings durch die Lebhaftigkcit seiner Farbe besticht, aber wegen seines bedeutenden Arsenik- gehaltes der Gesundheit Gefahr droht. Nur in ganz trockenen Zimmern ist nichts zu befurchten, na- mentlich in solchen, die gegen Sudcn und nicht zu ebener Erde liegen und welche regelmagig geheizt und geliiftet werden. In Zimmern dagegen, die zu ebener Erde oder gegen Norden liegen, und in sol- chen, die nicht geheizt werden, in welche aber der warme Dunst des Nebenzimmers dringt, veranlaRt die sich an die Wande setzende Feuchtigkeit einen langsamen Zersetzungsprozeg von Papier und Kleister, in welchen die griine Farbe mit hincinge- zogen wird. Das Resultat hiervon ist die Entwick- lung eines widrigen, mauseartigen Gemchs, dcn man vorziiglich beim Eintreten in das einige Zeit nicht geliiftete Zimmer bemerkt. Es ist nicht zu be- zweifeln, dai3 dieser Geruch von einer Spur Arsenik herriihrt, welche sich in einer besonderen Verbin- dung (vielleicht als Alkorsin") verfluchtigt. Kurzes Einatmen einer solchen Luft ist gefahrlos; aber tag- liches anhaltendes Verweilen in solchen Raumen kann Schaden bringen; Kopfweh und unbestimmtes Ubelbefinden wurden bereits als Folge hiervon be- obachtet; aber bei noch linger fortgesetzter Einwir- kung dieser giftigen Atniosphare mochte endlich selbst eine chronische Arsenvergiftung eintreten. Zimmer, welche wiewohi mit derselben Farbe ver- sehen, aus den oben angefiihrten Grunden diesen iibeln Gemch nicht entwickeln, kann man unbe- sorgt bewohnen. Dieser Geruch kann sich auch aus Tapeten entwickeln, wenn sie nur hier und da gliine Stellen haben. Bei manchen Tapeten kommt dcr Geruch erst einige Jahre nach ihrem Aufkleben zum Vorschein; daR er sich rnit der Zeit wieder ver- lieren werde, ist nicht zu hoffen. Er wird, je nach der Feuchtigkeit der Wande und der Tcmperatur bald zu- bald abnehmen, aber wahrscheinlich erst dann aufhoren, wenn alle griine Farbe zerstort ist. Um diesen ubeln Geruch und die Vergiftungsgefahr zu beseitigen, ist es nothig? die Tapete auf das sorg- faltigste abzureigen. Das Uberkleben derselben mit einer anderen wiirde durchaus nichts helfen. Dieses sind die Erfahrungen, welche ich seit einigen Jah- ren, und vorziiglich in diesem Herbste vielfache Gelegeiiheit harte, in hiesiger Stadt zu machen, und zu deren Veroffentlichung ich mich verpflichtet </p><p>'jGemeint ist wohl Alkarsin; siehe nachste Spalte. </p><p>""Van L. C. Cadet 1760 durch Destillation von Arsenik mit Kaliumacetat erhalten, im wesentlichen Kakodyloxid (CH3)2As-O- As(CH3)2 enthaltend. </p><p>fuhle. Es drangt sich die Frage auf, ob nicht dieses Farbmaterial fur Tapeten und Anstrich, auger in Oel, ganz verboten werden sollte? (Heidelberg, im Nov. 1S39) </p><p>Es uberrascht, dai3 Gmelin diese Mitteilung nicht wie iiblich in einer Fachzeitschrift ver- offentlich hat. Vielleicht wollte er mit seiner Warnung ein breiteres Publikum erreichen, vielleicht erschien ihm seine Vermutung auch als zu wenig wissenschaftlich begrundet. Zweifellos wird er die Veroffentlichungen von R. Bunsen in Liebigs Anndlen der Phar- mazie ttnd Chemie 1837 und 1839 gekannt haben, in denen iiber das Alkarsin, eine orga- nische Arsenverbindung, die Bunsen aus der Cadetschen FlussigkeiP isoliert hatte, be- richtet wird. Aber wie sollte eine derartige Verbindung aus der griinen Tapete enstehen? Diese Frage konnte endgultig erst fast 100 Jahre spater beantwortet werden. Gme- lins Vermutung konnte zu dieser Zeit nicht bewiesen werden. Aber sie war mit der Aus- loser fur eine lange, zum Teil sehr heftig ge- fiihrte Diskussion iiber die Gefahrlichkeit des Schweinfurter Griins. </p><p>Im folgenden Jahrzehnt hauften sich dann die Meldungen iiber Gesundheitsschaden durch Schweinfurter Griin, wobei man unterschei- den mu13 zwischen den gewerblichen Krank- heiten bei der Herstellung der arsenhaltigen Farben und Tapeten und den gesundheitli- chen Beeintrachtigungen beim Gebrauch der damit gefarbten Gegenstande. </p><p>Uber Vergiftungen durch Schweinfurter Griin bei der Tapetenherstellung wird 1845 in Dinglers Journal [lo] berichtet: </p><p>Dieses Farbmaterial . . . wird in Tapetenfabriken in der Art angewandt, dai3 man einen griinen Grund aufdruckt und das bedruckte Papier durch Losma- chen des arsenikalischen Staubes mittels einer Bur- ste satiniert. Diese Behandlung, sowie das Durch- schlagen dieser Farbe durch feine Siebe in den Far- benfabriken, ziehen sehr nachteilige Wirkungen und Krankheiten nach sich, die sich zuerst auger- lich durch Oedeme (Wassergeschwulste) und Rei- zung der Schleimhaute etc. offenbaren, spater aber auch innerlich als Kolik, heftige Kopfschmerzen, ganzliche Erschlaffung auftreten.. . Uberhaupt soll- te die Verarbeitung des Schweinfurter Griin in Ta- petenfabriken hochst sorgfaltig uberwacht werden, sowohl um Verbrechen zu erschweren, als der Sorglosigkeit und Nachlassigkeit entgegen zu tre- ten. </p><p>Kennzeichnend fur die gewerbehygienischen Mafinahmen der darnaligen Zeit sind die Vor- schlage von A. Chevallier [ll], Professor fur Pharmazeutische Chemie in Paris. Er emp- </p><p>fiehlt, wahrend der Arbeit ein feuchtes Tuch vor dem Gesicht sowie enganliegende Bein- kleider zu tragen. V...</p></li></ul>