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  • Nahrungsergänzungsmittel Helfen sie beim Abnehmen?

    von Diana Kohzer

  • Inhalt

    Warum ein Leitfaden für Nahrungsergänzungsmittel? ____________ 4

    Was sind Nahrungsergänzungsmittel? _________________________ 8

    NEM: Was ist drin? _____________________________________ 9

    NEM: Wer kontrolliert und lässt sie zu? ____________________ 10

    NEM: Wer garantiert die versprochene Wirkung? ____________ 11

    Nahrungsergänzungsmittel vs. Arzneimittel _________________ 12

    Cochrane – Nachweisbare Wirkung __________________________ 13

    Vitaminversorgung in Deutschland __________________________ 15

    Mangelerscheinung: Was tun? ___________________________ 15

    NEM: Versprechen und Wirkung ____________________________ 16

    Vitamine der B-Gruppe _________________________________ 16

    Vitamin C ____________________________________________ 17

    Vitamin D ____________________________________________ 18

    Kalzium ______________________________________________ 19

    Vitamin A ____________________________________________ 20

    Vitamin E ____________________________________________ 21

    Fettbindemittel Chitosan ________________________________ 21

    Fazit ___________________________________________________ 23

  • Warum ein Leitfaden für Nahrungsergänzungsmittel?

    Immer mehr Menschen greifen zu Nahrungsergänzungsmitteln. In

    Deutschland fast jeder Dritte und gibt dafür etwa 300 Euro im Jahr

    aus. 1

    In Europa erzielt die Branche beispielsweise mit Vitamin- und

    Mineralstoffpräparaten, Pflanzenextrakten, Kapseln mit Omega-3-

    Fettsäuren, Aminosäurenpräparaten oder Grüntee-Extrakten einen

    Umsatz von rund sechs Milliarden Euro, davon allein vier Milliarden

    Euro in Deutschland.2

    Aber, sind wir wirklich so krank oder gefährdet, dass wir

    Nahrungsergänzungsmittel brauchen?

    Und können bestimmte Vitamine wirklich das Abnehmen, die

    Fettverbrennung und den Verlust von Körperfett beschleunigen?

  • In einer meiner eMails an dich, hatte ich berichtet, dass ich einmal ein

    frei verkäufliches Vitamin-E-Präparat genommen habe. Mein Ziel war

    es damals, dass ich mich nach anstrengenden Trainingsphasen

    schneller erhole und dadurch mehr und intensiver trainieren könnte.

    Gebracht hat es am Ende nichts.

    Ich habe danach keine Nahrungsergänzungsmittel mehr genommen –

    auch nicht als ich für mein großes Ziel Ironman trainiert habe.

    Aufgefallen ist mir aber, dass die Läufergruppe (alles Hobbyläufer),

    mit der ich etwa einmal pro Woche gelaufen bin, oft ihre Erfahrungen

    mit den verschiedensten Nahrungsergänzungsmittel ausgetauscht

    haben. Das Ziel der Läufer war klar: schneller laufen.

    Stutzig gemacht hat mich, dass sie trotz der Nahrungsergänzung und

    den vielen, vielen Trainingskilometern (deutlich mehr als ich) nicht

    schneller wurden. Im Gegenteil. Viele hatten oft mit Wehwehchen

    und kleineren Verletzungen und v. a. Erkältungen zu tun.

    Wie kann das sein, hab ich mich gefragt?

    Der zweite Grund ist, dass es immer wieder Warnungen vor

    Nahrungsergänzungsmitteln bzw. bestimmten Vitaminen gibt, wenn

    man sie in isolierter Form (also als Pille, Pulver o. ä.) regelmäßig über

    längere Zeit zu sich nimmt.

    Und trotzdem boomt das Geschäft mit den Vitaminen.

  • Hier ein paar Schlagzeilen, die warnen sollen:

    Abb. 1: Zu viel des Guten? Sind Vitamine schädlich. Focus Online. http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/gesundessen/vitamine/zu-viel-des- guten_aid_19055.html

    Abb. 2: Gesundheitsrisiken: Wissenschaftler raten von Vitaminpillen ab. URL http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/gesundheitsrisiken-wissenschaftler-raten-von- vitaminpillen-ab-a-809208.html, besucht am 03.03.2016

    Abb. 3: BUBLAK Dr., Robert. Osteoporose vorbeugen. Mehr Kalzium hilft den Knochen manchmal wenig. Quelle: Springermedizin.

  • Wenn Vitaminpräparate mit isolierten Vitaminen schädlich sein

    sollen, wie kann es dann sein, dass sie frei verkäuflich sind?

    In jeder Apotheke, in jedem Drogeriemarkt und in Supermärkten

    kannst du sie kaufen.

    Deshalb möchte ich als erstes die Frage beantworten

    Was sind Nahrungsergänzungsmittel?

    Wer kontrolliert Nahrungsergänzungsmittel?

    Wer ist für die Sicherheit und Unbedenklichkeit verantwortlich?

    Wer garantiert die versprochene Wirkung?

    Als nächstes stellen wir in einer Übersichtstabelle dann die

    Werbeversprechen den wissenschaftlichen Fakten gegenüber.

    Halten die Nahrungsergänzungsmittel, was sie versprechen?

    Gibt es natürlichen Alternativen? Wenn ja, welche.

    Am Ende des kurzen Reports findest du dann eine Zusammenfassung

    über Nahrungsergänzungsmittel und mein Fazit bzw. meine

    Empfehlung zum Thema NEM.

  • Was sind Nahrungsergänzungsmittel?

    NEM sind rein rechtlich gesehen Lebensmittel. Sie unterliegen dem

    Lebensmittelrecht und nicht dem Arzneimittelrecht (dazu gleich

    mehr).

    Laut Nahrungsergänzungsmittel-Verordnung vom 28.05.20043 sind

    Nahrungsergänzungsmittel also Lebensmittel, die

    a) dazu bestimmt, die allgemeine Ernährung zu ergänzen – nicht zu

    ersetzen!

    b) ein Konzentrat von Nährstoffen oder sonstigen Stoffen mit

    ernährungsspezifischer oder physiologischer Wirkung allein oder in

    Zusammensetzung darstellen und

    c) in dosierter Form – insbesondere Kapseln, Pastillen, Tabletten,

    Pillen und anderen Darreichungsformen, Pulverbeutel,

    Flüssigampullen, Flaschen mit Tropfeinsätzen oder ähnlichen

    Darreichungsformen von Flüssigkeiten und Pulvern – zur

    Aufnahme in abgemessenen kleinen Mengen gebracht wird.

    Oder einfacher formuliert: NEM sind Produkte, die Nährstoffe und

    Wirkstoffe in konzentrierter Form liefern und dabei in der Form, wie

    sie verabreicht werden, den Arzneimitteln sehr ähnlich sind.

    Dabei enthalten sie Stoffe, die wir natürlicherweise auch über die

    normalen Lebensmittel (Obst, Gemüse, Fleisch usw.) zu uns nehmen.

    Der Unterschied ist, dass sie künstlich hergestellt und in NEM in

    isolierter Form vorliegen und aufgenommen werden.

  • NEM: Was ist drin?

    Die Nahrungsergänzungsmittelverordnung (NemV) regelt, welche

    Vitamine und Mineralstoffe und welche ihrer Verbindungen zugesetzt

    werden dürfen.

    „Darüber hinaus dürfen Nahrungsergänzungsmitteln weitere

    Nährstoffe und sonstige Stoffe mit ernährungsspezifischer oder

    physiologischer Wirkung zugesetzt werden. Welche Stoffe (z.B.

    Aminosäuren, Ballaststoffe, Pflanzen, Kräuterextrakte usw.) das im

    Einzelnen sein können, ist gegenwärtig nicht geregelt. Allerdings sind

    in Deutschland bestimmte Stoffe den Zusatzstoffen gleichgestellt,

    womit sie dem Verbotsprinzip mit Erlaubnisvorbehalt unterliegen. Sie

    dürfen Lebensmitteln einschließlich Nahrungsergänzungsmitteln nur

    zugesetzt werden, wenn sie ausdrücklich durch Rechtsvorschrift für

    den jeweiligen Zweck zugelassen wurden.“4

    Wie viel der Vitamine und Mineralstoffe maximal enthalten sein

    dürfen ist nicht vorgeschrieben. Vielmehr sollte den sicheren

    Höchstmengen einer wissenschaftlichen Risikobewertung und den

    Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen, die wir sowieso über die

    normale Ernährung aufnehmen, berücksichtigt werden.5

    Übersetzt bedeutet das, dass NEM nur so viele Vitamine und

    Mineralstoffe enthalten sollten, das mit dem Verzehr eines NEM die

    wissenschaftlich maximal empfohlene Menge nicht überschritten

    wird – und das im Rahmen einer gesunden und ausgewogenen

    Ernährung.

    Verunreinigungen

    Je nach Herkunft für Sportler verbotene Substanzen (gezielte Zugabe

    oder als Rückstände) Achtung: unbeabsichtigter positiver

    Dopingbefuund möglich

  • NEM: Wer kontrolliert und lässt sie zu?

    Wer ist für die Sicherheit und Unbedenklichkeit verantwortlich?

    NEM müssen nicht zugelassen werden. Da NEM Lebensmittel sind,

    unterliegen sie dem Lebensmittelrecht. Danach müssen sie “nur”

    verkehrsfähig sein und der Verbraucher darf durch die Verpackung

    nicht getäuscht werden.

    Außerdem darf der Hersteller nicht damit werben, dass Krankheiten

    gelindert oder gar geheilt werden können. Hersteller, die ihre NEM

    über Drogerie- oder Supermärkte oder Apotheken vertreiben, halten

    sich auch weitgehend an diese Vorschrift.

    NEM, die aus aller Herren Länder im Internet angeboten werden

    nehmen das nicht so genau. Deshalb findet man im Internet auch die

    unglaublichsten Werbeversprechen. Dr. Klaus Richter und auch der

    DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund) warnen vor dem Einkauf

    von NEM über das Internet. Es ist meist nicht bekannt wer die

    Hersteller sind, wo die Mittel herkommen und vor allem, wie sie

    zusammen gesetzt sind. Außerdem können sie oft unerwünschte

    Stoffe und Verunreinigungen enthalten. Unerwünschte Stoffe können

    gerade Leistu

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