mengenverordnungen - deutschesapothekenportal .n1 – urspr¼ngliche absicht:...

Download Mengenverordnungen - DeutschesApothekenPortal .N1 – Urspr¼ngliche Absicht: ... 60 St¼ck fallen

Post on 23-Aug-2018

216 views

Category:

Documents

0 download

Embed Size (px)

TRANSCRIPT

  • Retax vermeiden Normgren- und Mengenverordnungen

    Neuer Service Frage zur Arzneimittelabgabe

    Gut informiert Kompressionsstrmpfe Retaxierungen vermeiden

    Packungsgrenverordnung Jumbopackungen

    AMNOG bersicht der DAP-Arbeitshilfen

    Das Magazin des Deutsche

    nApothekenPortalsDialog

    4Schwerpunktthema: Normgren- und Mengenverordnungen

    20

    11

  • 2

    I n dI e s e r Aus g A be

    www.DeutschesApothekenPortal.de

    Liebe Leserin, lieber Leser, der Sommer 2011 verabschiedet sich allmh-lich. Obgleich er uns nicht mit Sonne und hohen Temperaturen verwhnt hat, ging es bei Ihnen in den Apotheken sicher oft hei her.

    Dies liegt sicher nicht nur an AMNOG, Packungs-grenverordnung, Rabattvertrgen und Retaxie-rungen. Die uerst vielfltigen Anforderungen sind es, die Ihnen in der Apotheke jeden Tag Hchst-leistungen abverlangen: Sie mssen sowohl phar-makologisch als auch betriebswirtschaftlich und gesundheitspolitisch auf dem Laufenden sein. Dazu kommen Themen wie Personal- und Unterneh-mensfhrung, und auch der Umgang mit Kunden will gelernt sein. Bleibt Ihnen da noch Zeit fr unser Servicemagazin DAP DIALOG?

    Krzlich las ich den wunderbaren Satz, dass uns das Lesen die Konzentration zurckgibt. Wir vom DeutschenApothekenPortal wren glcklich, wenn wir Ihnen mit unserem DIALOG ein paar Momente des konzentrierten Lesens bereiteten. Noch sch-ner wre es freilich, wenn Sie auch in dieser Aus-gabe neue Erkenntnisse gewinnen und diese unmit-telbar mit in Ihren praktischen Alltag nehmen knnten.

    Ihr Gnter C. Beisel

    Bleiben Sie mit uns im Dialog!DAP Foren von Apothekern fr Apotheker

    DAP E-Mail-Newsletter

    www.DeutschesApothekenPortal.de

    Unsere Online-Medien:

    Normgren- und Mengenverordnungen 3

    Beratungsleitfaden Aromatasehemmer 5

    Frage des Tages zur Arzneimittelabgabe 6

    Kompressionsstrmpfe: Retax vermeiden 7

    Jumbopackungen 8

    Impressum 8

    Chronotherapie 9

    Neue Service-Plattform 10

    Aus der Industrie 11

    Rtsel 15

    bersicht Arbeitshilfen fr Arzneimittelabgabe 16

    InhALT

  • www.DeutschesApothekenPortal.de 3

    retA x

    Normgren- und Mengenverordnungen: AMNOG-konforme Arzneimittelabgabe

    Sowohl die Vorschriften des am 1.1.2011 in Kraft getretenen Arzneimittelmarkt-neu-ord nungsgesetzes (AMnOG) als auch des neuen Rahmenvertrags zwischen DAV und GKV-Spitzenverband, der seit dem 1.4.2011 gilt, haben in der Apotheke zu einer Reihe von nderungen gefhrt, welche die Arz-neimittelabgabe unmittelbar beeinflussen. Aus unterschiedlichsten Grnden treten immer wieder Fragen und Unsicherheiten im Umgang mit den neuregelungen auf zum Beispiel bei der Vorgehensweise mit norm-gren- und Mengenverordnungen.

    Im Zuge des AMNOG nderte sich auch die Packungsgrenverordnung. Die geplante Umstel-lung der Packungsgrenkennzeichnung auf die Behandlungsdauer wurde wegen der absehbaren Probleme auf den 1.7.2013 verschoben.

    Um jedoch sofortige Einsparungen zu erzielen und die vermehrte Abgabe von Rabattarzneien sicherzustellen, wurden die bisher gltigen Mess-zahlen (Obergrenzen) zunchst beibehalten und lediglich durch bestimmte Spannbreiten begrenzt:

    N1 Ursprngliche Absicht: Packungen mit einer Anzahl von einzelnen Anwendungseinheiten fr eine Behandlungs-dauer von zehn Tagen werden als N1 gekennzeichnet. bergangslsung: Dies gilt auch fr Packungen, deren Anzahl von einzelnen Anwendungseinheiten um nicht mehr als 20 Prozent hiervon abweicht.

    N2 Ursprngliche Absicht: Packungen mit einer Anzahl von einzelnen Anwendungseinheiten fr eine Behand-lungsdauer von 30 Tagen werden als N2 gekennzeichnet. bergangslsung: Dies gilt auch fr Packungen, deren Anzahl von einzelnen Anwendungseinheiten um nicht mehr als 10 Prozent hiervon abweicht.

    N3 Ursprngliche Absicht: Packungen mit einer Anzahl von einzelnen Anwendungseinheiten fr eine Behand-lungsdauer von 100 Tagen werden als N3 gekennzeichnet. bergangslsung: Dies gilt auch fr Packungen, deren Anzahl von einzelnen Anwendungseinheiten um nicht mehr als 5 Prozent niedriger ist.

    Vorgehen bei normgrenverordnungen Ist auf einem Rezept keine konkrete Stckzahl oder PZN aufgedruckt, sondern lediglich eine n-bezeichnung angegeben, spricht man von einer normgrenverordnung. Bei diesen Verordnun-gen sind die zu beachtenden Rahmenvertragsvor-schriften deutlich differenzierter als bei einer Stckzahlverordnung, da bergangsweise auch die vor dem 1.1.2011 gltigen Normbereiche mit einbe-zogen werden drfen. Eine Verpflichtung hierzu besteht jedoch nicht!

    Prinzipiell gilt der Grundsatz, vorrangig eine Rabattarznei aus dem N-Bereich abzugeben und zwar ungeachtet der Stckzahl, denn alle Stck-zahlen eines neuen N-Bereichs gelten als identische Packungsgre.

    Findet sich im AMnOg-normbereich keine rabattarznei, so darf eine Rabattarznei des alten N-Bereichs abgegeben werden.

    Bei rabattarzneien im neuen und alten normbereich kann die Apotheke frei whlen (siehe Beispiel 1).

    Findet sich weder im neuen noch im alten normbereich eine rabattarznei, so darf auch ein nicht rabattiertes Prparat aus dem alten Normbereich abgegeben werden. In diesem Fall muss entweder das verordnete oder eines der drei gnstigsten Prparate abgegeben werden. Gehrt das namentlich Verordnete bereits zu den drei gnstigsten, darf das abgegebene Prparat nicht teurer sein als dieses.

    Ist unter der verordneten Normbezeichnung keine Packung im Handel, ist eine mglichst rabattierte Packung aus dem nchstkleineren N-Bereich auszuwhlen. Ist auch im nchst-kleineren Norm-Bereich keine Packung vorhan-den, ist die kleinste im Handel befindliche abzugeben.

    Alle Stckzahlen eines neuen N-Bereichs gelten als identische Packungsgre

    N1

    N2

    N3

  • retA x

    TIpp:

    AMNOG-Packungsgrencheck unter www.DAPdialog.de/201

    betrachten wir exemplarisch eine Omeprazol-Verordnung:

    beispiel 1: normgrenverordnung mit rabattarznei im neuen und alten normbereich

    Verordnet ist: Omeprazol 40 mg N1; der Patient ist versichert bei der BARMER GEK.

    In diesem Beispiel handelt es sich um eine Normgr-enverordnung. Wie in der unteren Abbildung zu sehen ist, gibt es sowohl eine alte N1-Packung mit 15 Stck als auch eine neue N1-Packung mit 30Stck. Beide sind bei der BARMER GEK rabat-tiert. In diesem Fall darf der Apotheker entschei-den, welche Packung er abgibt.

    Vorgehen bei MengenverordnungenEine Mengenverordnung liegt vor, wenn der Arzt auf dem Rezept eine exakte Stckzahl bzw. Menge angibt. Hufig ergnzt er diese durch die N-Bezeich-nung oder er gibt eine PZN an, aus welcher die Stckzahl hervorgeht.

    Die rztlich verordnete Stckzahl ist bei einer Mengenverordnung jedoch nur dann genau einzu-halten, wenn diese nicht in einen neuen Normbe-reich fllt (siehe Beispiel 2).

    beispiel 2: Mengenverordnung, die nicht in den neuen normbereich fllt

    Verordnet ist: Omeprazol 40 mg 15 St. N1

    In diesem Fall wurde die alte N-Bezeichnung aufge-druckt. Hier ist die Stckzahl vorrangig zu behan-deln. Da die 15 Stck nicht in den neuen N1-Bereich fallen, ist die Stckzahl genau einzuhalten. Es ist ein rabattiertes Omeprazol-Prparat mit 15 Stck abzugeben. Gibt es kein Rabattarzneimittel, wh-len Sie eines der drei gnstigsten. Bestimmt der regionale Liefervertrag die Abgabe aus dem Bereich der sieben gnstigsten, so ist diese Vereinbarung zu beachten!

    Fllt die verordnete Stckzahl in einen neuen Normbereich, so muss auch hier ungeachtet der Stckzahl vorrangig eine rabattierte Packung dieses N-Bereichs abgegeben werden (siehe Bei - spiel 3).

    beispiel 3: Mengenverordnung, die in den neuen normbereich fllt

    Verordnet ist: Omeprazol 40 mg 60 St. N3

    Hier hat der Arzt noch die alte N-Bezeichnung auf das Rezept gedruckt. Da aber auch eine Stckzahl angegeben ist, ist diese vorrangig zu beachten. Es handelt sich um eine Stckzahlverordnung. 60Stck fallen in den neuen N2-Bereich, also muss ein rabattiertes Arzneimittel aus dem N2-Bereich abgegeben werden (5061 St.). Es kann also vor-kommen, dass der Patient mit einem Rezept ber 60Stck in die Apotheke kommt und Sie ihm eine 50er-Packung mitgeben mssen. Dies ist der Fall, wenn die betreffende Krankenkasse nur Rabattver-trge fr 50er-Packungen hat.

    4 www.DeutschesApothekenPortal.de

    Die aktuell gltigen n-Bereiche fr die ver-schiedenen Wirkstoffe bzw. Arzneimittel-gruppen knnen mit hilfe des AMnOG packungsgren-Checks im DeutschenApo-thekenportal einfach recherchiert werden.

  • Nach Mglichkeit Rabattarznei abgeben

    retA x

    Unter den kleinsten handelspackungen fin-den sich manchmal auch nicht rezeptpflich-tige produkte. Dafr knnten die prfstellen die Erstattung ablehnen. In diesem Fall ist darauf zu achten, dass die kleinste packung mglichst auch erstattungsfhig ist.

    TIpp: die Ohne-Alles-VerordnungDoch wie muss ein Patient versorgt werden, der eine Verordnung ohne N-Bezeichnung und ohne Stckzahl/Mengenangabe vorlegt?

    Werden Arzneimittel weder unter Angabe der Normgre noch unter Nennung der Stckzahl oder der PZN verordnet, so muss der Apotheker die kleinste im Handel befindliche Packung abgeben.

    Mehr als gnstig.Mehr als gnstig.

    Die AL-ternative mit Vielfalt

    ALIUD PHARMA Ihre preiswerte

    Zusatzempfehlung!

    ALIUD PHARMA GmbHGottlieb-Daimler-Str. 19 D-89150 Laichingen Tel.: 0 73 33/96 51-0 Fax: 0 73 33/96 51-6004

    www.aliud.de info@aliud.de

    Anz-APO-Dialog-200x95-BEL.indd 1 29.07.11 11:25

    Auch hier gilt der Grundsatz, nach Mglichkeit eine Rabattarznei abzugeben.

    auf einen generischen Aromatasehemmer nicht zu Compliance-Problemen kommt, sollten Sie Ihre Kundinnen daher entsprechend beraten.

    Anregungen und Tipps fr Ihr Beratungsge-sprch knnen Sie einem aktuellen Beratungsleit-faden

Recommended

View more >