frauenfelder post - märz 2016

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Mrzausgabe 2016 der Frauenfelder POST

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  • Ausgabe3Mrz2016

    DieOstschweiz isteineRandregi-on. Sie tritt gegenaussen inderRegel wenig selbstbewusst aufund wird daher in der brigen Schweizauch kaum wahrgenommen. Nichtumsonst kursiert das Sprichwort DieSchweiz hrt hinter Winterthur auf.Die drei KantonsregierungenThurgau,St. Gallen und Appenzell Ausserrho-den wollen das ndern und mchtensich beim Bund fr die Durchfhrungder Landesausstellung 2027 zwischenBodensee und Sntis bewerben. Siehaben dazu einen Konzeptwettbewerbdurchgefhrt.

    Expedition27Expedition 27 heisst das Sieger-konzept, das die drei TrgerkantoneAppenzell Ausserrhoden, St. Gallenund Thurgau aus 60 Wettbewerbsbei-trgen ausgewhlt haben. Die Vision

    desTeamsumdenZrcherArchitektenMarkus Schaefer will Antworten aufdie drei Grundfragen geben: Woherkommen wir?, Wer sind wir? undWohin gehen wir?. Im Gegensatz zuden bisherigen Landesausstellungenmchte die Expo2027 jedochnicht nurnach innen schauen, wie Regierungsr-tinCarmenHaag anlsslichderPrsen-tationdesKonzeptsausfhrte, sonderndieNachbarlnder amBodensee einbe-ziehen und damit auch viele auslndi-sche Besucher anziehen. Deutschlandund sterreich seien interessiert, soHaag. Im Gegensatz zur Expo.02 wol-le man mit der Expo 2027 aber auchdauerhaft sichtbare Zeichen setzen.Wir mchten Nachhaltiges schaffen.Haag denkt beispielsweise an einenSteg im Bodensee, der auch nach derLandesausstellung touristisch genutztwerden knnte. Von einer Expo2027,

    speziell dem Ausbau der dazu ntigenInfrastruktur, knnte die Ostschweiznur profitieren.

    Abstimmungam5. JuniGemss ihrem Masterplan mchtendie Trgerkantone als nchstes auf derBasis des Siegerkonzeptes das eigentli-che Bewerbungsdossier zuhanden desBundeserstellen.Dieses sollAntwortenauf zahlreicheoffeneFragengeben, aus-fhrliche Machbarkeitsberprfungenumfassen,denFinanzbedarf ermitteln,Finanzierungsmodelle vorschlagen.Diedrei Kantone rechnen mit Projektie-rungskosten von insgesamt 9,5 Millio-nen Franken. Appenzell Ausserrhodenhat seinen Anteil von 800'000 Frankenbereits bewilligt. 700'000 Frankensollen vonDritten generiertwerden. InSt. Gallen und imThurgau kommendieKredite von fnf, beziehungsweise dreiMillionenFrankenam5.Juni vorsVolk.Falls der Kredit in einem der beidenKantoneabgelehntwird, ist dasProjektExpo 2027 vom Tisch und eine grosseChance fr die gesamte Ostschweizvertan. n

    Chance frdieOstschweizDieKantoneThurgau,St.GallenundAppenzell (AR)wollen imRaumBodenseedieExpo2027durchfhren.DavonknntediegesamteOstschweizvomZrich-biszumBodenseeprofitieren.

    ALOIS SCHWAGER

    VoneinerExpoamBodenseeprofitiertdiegesamteOstschweiz. Bild:www.expo2027.ch

    TitusMoser,FrauenfeldSeit 33 Jahren ist er Finanzchef der Strassen-baufirma Wellauer. Er ist zudem das finanzi-elle Gewissen der WohnbaugenossenschaftSonnmatt und seit fnf Jahren prsidiert erdie grsste Thurgauer Brgergemeinde. S. 4

    DrohteineSchneckenplage?Der Winter, der keiner war, hat fr Schdlin-ge wie Schnecken und Blattluse beste Vor-aussetzungen geschaffen. S. 3

    GartenbaugeschichteerlebenDie Bodenseeregion gilt als Wiege derabendlndischen Gartenbaukultur. Sie isthier heute noch erlebbar. S. 14

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  • Mrz 2016 POST Region Ausgabe 3 | 3

    MilderWinter frdert Schdlinge

    Wie Urs Mller, Leiter derFachstelle Obstbau TG/SH,auf Anfrage ausfhrte, istdie Natur zurzeit gegenber einemnormalen Jahr rund ein Monat imVorsprung. Zuverlssiger Indikatordafr ist einerseit der Hasel er blhtbereits und anderseits die Stare, dieebenfalls rund ein Monat frher ausdem Sden angeflogen kommen.

    Auswirkungenauf dieNaturDermildeWintermit denweitgehendausgebliebenen Frosttagen habenihre Auswirkungen auf die Natur.Wesentlich mehr Insekten als in nor-malen Jahren werden mutmasslichdenWinter berleben. Gewisse Popu-lationen haben damit gemss Mllerbessere Startbedingungen. Das werdeman namentlich bei den Blattlusenzu spren bekommen. Da aber auchdie Ntzlinge vomWinter profitieren

    konnten, sei eine Prognose relativschwierig. Die Kirsch-Essig-Fliege,die vor allem vorletztes Jahr von sichreden gemacht hat, sei relativ kltere-sistent und profitiere daher nicht ingleichem Masse vom milden Wetter.Sie knne aber vermutlich frher flie-gen und habe dadurch mehr Zeit ihrePopulation aufzubauen. Ihre Entwick-lung hnge aber entscheidend von derweiteren Wetterentwicklung ab.

    Droht Schneckenplage?In den Grten kann man feststellen,dass das Unkraut trotz Winter mun-ter weiter gedeiht. Die Nacktschne-cken blieben whrend der gesamtenWinterzeit prsent. Die Eier, diediese im Herbst gelegt haben, fandensuper Bedingungen vor. Sie werdenvermutlich wesentlich frher schlp-fen. Sollte aber imMrz ein grssererKlteeinbruch erfolgen, kann sich

    ihr Vorteil ins Gegenteil kehren. Beieinem normalen Mrz aber wird mandie Invasion zu spren bekommen.Dasselbe gilt gemss Mller auchfr andere Gemseschdlinge. Wennnoch Erntereste vom vergangenenJahr im Garten verblieben seien, ht-ten diese ber den Winter gengendNahrung gehabt und damit gute Be-dingungen fr denNeustart. Dasselbegelte auch fr die Pilze. Die Quint-essenz lautet: Die Schdlinge habenallgemein bessere Startbedingungen.Sie kommen vermutlich frher als b-lich, entscheidend aber ist und bleibtdie weitere Wetterentwicklung. EinkalterMrz beispielsweise wrde alleswieder relativieren.

    EntwarnunganderWasserfrontObwohl es im Sptherbst und zuBeginn des Winters lange trockengeblieben ist, hat sich dank der Nie-derschlagsperioden die Situation ander Wasserfront etwas entschrft.Obstbauern, die neue Bume gesetzthaben, besttigen gemss Mller,dass die Erde bis in grssere Tiefengut befeuchtet ist. n

    ALOIS SCHWAGER

    DerWinter,derkeinerwar, schafftbesteVoraussetzungenfrSchdlingewieBlattluse,Schneckenundverschiedene Insekten.

    Dasnass-mildeWetter frdertzudemSchimmelpilze.

    UrsMller,ArenenbergUnser Gesprchs-partner, UrsMller, ist Leiterder FachstelleObstbau derKantone Thur-gau und Schaff-hausen. Diese

    untersttzt die Obstbaubetriebe in ihrenEntscheiden, zeigt Verbesserungsmglich-keiten auf, arbeitet mit den vor- und nach-gelagerten Betrieben so zusammen, dassdie Branche in ihremweiteren Bestehengestrkt wird und unter den sich abzeich-nendenVernderungen in der Entwick-lung des Freihandels erhalten bleibt undsogar ausgebaut werden kann. Mller giltunter anderem als Feuerbrand-Spezialist.

    DerHasel ist ein zuverlssiger Indikator frdie EntwicklungderNatur. Bild as

    Liebe Leserin, lieber Leser

    DerWinter, der dieses Jahr kaum stattgefun-den hat, neigt sich bereits wieder dem Endeentgegen. Die Eistage oder -nchte bliebeneine Raritt. Der Eisschaber musste nur seltenhervorgeholt werden. DieWinterkleider sindlngst aus den Auslagen der Kleidergeschfteverschwunden. Die Regale in den Deteilhan-delsgeschften und bei den Grossverteilernsind bereits gefllt mit bunten Eiern undOsterhasen aller Formen und Grssen.

    Auch in der Zeitung, die Sie in den Hndenhalten, dominieren Frhlingsthemen.Wir fragen uns unter anderem, welche

    Auswirkungen der mildeWinter auf Flora undFauna haben knnte, stellen mit der inhauseine Ostschweizer Haus- und Gartenmesse

    vor und widmen uns demThemaAutofrhling.

    Geniessen Sie den kommenden Frhling,das Erwachen der Natur, mit allen Sinnen.

    Alois SchwagerChefredaktor POST

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    GEFFNET!

    FFNUNGSZEITENMO FR 08.0020.00 UHR SA 08.0017.00 UHR SO 10.0015.00 UHR

    ohne Voranmeldung | 7 Tage durchgehend fr Sie da

    Bahnhofplatz 69 | 8500 Frauenfeld | Tel. 052 730 01 55

    Kollekte zu Gunsten der ProjekteVeranstalter: Brot fr alle / Fastenopfer

    Samstag, 5. Mrz 2016, Rosenverkauf in derStadt von 9.00 bis 12.00 Uhr

    Rosenaktion 160 000 Rosen

    Samstag, 27. Februar, 5. und 12. Mrzjeweils 11.30-13.00 Uhr, im Katholischen

    Pfarreizentrum, Klsterliweg 6, Frauenfeld

    3 Frauenfelder Suppentage

    Donnerstag, 3. Mrz 2016, ab 12.00 UhrEvang. Kirchgemeidehaus, Freie Strasse 10

    Donnerstag, 17. Mrz 2016, ab 12.00 UhrEvang. Kirchgemeidehaus, Freie Strasse 10

    gemeinsam, inspierierend, kuz und kostenlos

    gemeinsam, inspierierend, kuz und kostenlos

    Mittagessen einmal anders

    Mittagessen einmal anders

    BROT FR ALLEFASTENOPFER

    Verantwortung tragen Gerechtigkeit strken.

  • 4 | Ausgabe 3 POST Persnlich Mrz 2016

    ErprsidiertdiegrssteThurgauerBgergemeinde

    ber die Pfadfinder ist TitusMoser frh mit Frauenfeld inKontakt gekommen. Er wareiner der ersten, die von Pfyn aus insStadtcorps Frauenfeld eingetreten ist.Hier ist er von der Wlflistufe bis indie kantonale Leitung die ganze Kar-

    riereleiter aufgestiegen. Spter hat ersich auch noch 13 Jahre im Altpfadfin-derverband als Kassier engagiert. Beiden Frauenfelder Pfadfindern hat erFreunde frs Leben gefunden. Das wardenn auch der Grund, warum es ihnnach Frauenfeld gezogen hat. Spterist dann der langjhrige Brgerprsi-dent Thomas Pallmann mit der Fragean ihn herangetreten, ob er sich nichtentschliessen knnte, FrauenfelderBrger zu werden. Da er in Frauenfeldheimisch geworden war, hat er dieserAnfrage gerne Folge geleistet.

    Dienst anderGemeinschaftTitusMoser lebtnachderDevise,wennman als Junger von der Gesellschaftetwas empfngt, sollte man es ihrspter mit seinem Engagement wiederzurckgeben, sofern man dazu in derLage ist. So hat er neben seiner ehren-amtlichen Mitarbeit bei den Pfadfin-dern mehrere Jahre im Vorstand desJugendmusikkorps als Kassier mitge-arbeitet. DerWohnbaugenossenschaftSonnmatt, mit 185 Wohneinheiten

    eine der grssten im Kanton, stellt ersein fachliches Knnen als Finanzchefzur Verfgung. Als Thomas Pallmannmit dem Wunsch an ihn herantrat,seine Nachfolge