frauenfelder post - märz 2015

Download Frauenfelder POST - März 2015

Post on 08-Apr-2016

226 views

Category:

Documents

1 download

Embed Size (px)

DESCRIPTION

Märzausgabe der Frauenfelder POST

TRANSCRIPT

  • Ausgabe3Mrz2015

    Der berraschende Entscheid derSchweizerischen Nationalbankvom 15. Januar, den Mindest-kurs von Fr. 1.20 gegenber dem Europer sofort aufzuheben, hat auf denDevi-senmrkten weltweit zu massiven Reak-tionen gefhrt. Der Schweizer Frankenhat gegenber den meisten Whrungeneine dramatische Aufwertung erfahren.Der Euro sackte zwischenzeitlich aufunter einenFrankenab.Einederartmas-siveAufwertungdes Frankens bringt vorallem die Tourismusbranche und die Ex-portindustrieinmassiveSchwierigkeiten.

    ErsteMassnahmenDieEinbussenvon15Prozentundmehrsind in der Tat schwer zu verkraften.Verschiedene exportorientierte Firmenhaben auf die neue Situation mit unter-schiedlichen Massnahmen reagiert. Dieeinen setzen den Hebel beim Personal

    an. So kam es bei einigen Unternehmenin Absprache mit der Belegschaft zueiner Erhhung der Wochenarbeitszeitbei gleichem Lohn. Andere haben einenEinstellungsstopp verfgt und/oder Ge-suche zur Einfhrung der Kurzarbeitgestellt. Es kam auch bereits zu erstenEntlassungen.WiederanderezieheneineteilweiseVerlagerungderProduktioninsAusland inErwgung.

    SichtderTKBDie Thurgauer Kantonalbank rechnetals Folge der Aufwertung des Frankensmit geringeren Ausfuhren und hherenImporten, mit einem Einbruch bei denInvestitionen, aber auch bei Preisen undLhnen und einem Anstieg der Arbeits-losigkeit. Die tieferen Kosten und Preisewrden die reale Aufwertung jedochwieder kompensieren. Eine erste Mo-dellrechnung hat gemss TKB ergeben,

    dass bei einem Euro-Frankenkurs voneinszueinsdasBIP2015umeinProzentabnimmt, 2016 aber bereits wieder um0,75Prozentanwchst.BeiderArbeitslo-sigkeitseimiteinemAnstiegauf5bis5,5Prozent zu rechnen. Die NominallhnewrdenumrundeinProzentsinken.DieZuwanderungreduzieresichbis2018umrund 30000 Personen. Das fr 2017/18zu erwartende Wachstum soll nachdieser Prognose den Einbruch von 2015bereitswiederkompensieren.

    DeseinenFreud,desandernLeidZudengrsstenProfiteurenderAufwer-tungdesSchweizerFrankensgehrendiezahlreichen Grenzgnger. Sie konntenohne bessere Einstufung von einem Tagauf den andern, je nach Wechselkurs,von einer Lohnerhhung von bis zu 20Prozentprofitieren.VorbesonderenPro-blemen stehen hingegen die SchweizerDetailhandelsgeschfte und Tankstel-len. Whrend im nahen Deutschlandvon Schweizer Einkaufstouristen undSchnppchenjgern die Regale leerge-kauft werden, herrscht in SchweizerGeschften toteHose. n

    DerSchocksitztnoch immertiefDerSchock,dendieSNBdurchAufhebungdesEuro-Mindestkur-sesvoralleminderTourismusbrancheund inderExportwirtschaftausgelsthat, sitzt tief. EsgibtaberauchzahlreicheProfiteure.

    ALOIS SCHWAGER

    SchweizerSchnppchenjgerkaufeningrenznahenCenterndieRegaleleer.

    SaubermacherundEntsorgerDie Mitarbeiter desWerkhofs Frauenfeld sor-gen unter anderm fr eine saubere Stadt unddienen der Bevlkerung als Ansprechpartnerund Klagemauer. S. 4

    ZumEntscheidderSNBDer starke Franken zeigt Auswirkungen aufdie lokale Wirtschaft. Vier Vertreter von vierverschiedenen Branchen nehmen Stellungzu ihrer Situation. S. 12

    ErlebniskellereiKarin und Roland Lenz erstellen in Iselisbergein Kompetenzzentrum fr biologischenWeinbau mit einer Erlebniskellerei. S. 15

    Anzeige

    ERA Immobilien FrauenfeldZrcherstrasse 122 | 8500 FrauenfeldT 052 721 57 30 | info@erafrauenfeld.chwww.ERAfrauenfeld.ch

    WirverkaufenImmobilien

    ZufriedeneKundensind meineMotivation.

    MonikaZehnder

  • &6 $450+6*+!-

    .&3 %0 $42 #,///2// ("'406)3503)!+&1'

  • Mrz 2015 POST Politique Ausgabe 3 | 3

    Endlich:Widerstandkndet sichan

    Am Samstag trafen sich an derSwiss-Moto Zrich zahlreicheImporteure, Garagisten, Un-ternehmer, Anwlte sowie Politikerwie Walter Wobmann und MichaelE. Dreher mit der Association Stopaux Abus de Via sicura (Asavs), derwelschen Vereinigung gegen denMissbrauch der Via sicura. Ziel desZusammentreffens ist ein organisier-tes Vorgehen gegen die allgemeine Re-pressionspolitik im Strassenverkehr.Den Initianten Jean-Pierre Wolf undChristoph Erni, die auf Anregung desTff-Redaktors Michael Kutschke dieZusammenkunft in Zrich ermg-lichten, geht es nicht um diejenigenVerkehrsteilnehmer, die bewusst aufsGaspedal treten und mit 170 Sa-chen durch die 80er-Zone brettern.Auch nicht um diejenigen, die sichbewusst ins Koma saufen und dannhinters Lenkrad setzen. Sondern umdiejenigen, die sich teils whrend

    Jahrzehnten nichts zuschulden kom-men liessen und nun dank der neuenGesetzgebung aufgrund einer ein-zelnen bertretung zu Verbrechernabgestempelt und um ihre Existenzgebracht werden.

    Ausweisentzug nach 28 Jahrenunfallfreie Fahrt

    Das Beispiel eines Fahrlehrers zeigt,so Jean-Pierre Wolf, wohin wir ge-setzlich abgesegnet abdriften, wennbei der Verurteilung der Menschen-verstand abhanden gekommen ist.Die besagte Person aus dem KantonZrich, so der Neeracher, ist 28 Jahreunfallfrei gefahren. Einmal hat erkurz zum berholen aufs Gaspedalgedrckt. Der Blitzer auf bersicht-licher Strecke ohne Gefhrdungspo-tenzial sorgte fr zwei Jahre Aus-weisentzug sowie horrende Summenan Busse und Gebhren. Gleichzeitigerhielt er ein Unterrichtsverbot,

    verlor sein ganzes Hab und Gut undist heute ein Fall fr das Sozialamt.Der Fahrlehrer ist bei Weitem keinEinzelfall. Allein die landesweit rund77000 Ausweisentzge (oder 211tglich) im letzten Jahr lassen nursachte vermuten, wie viele Existen-zen durch den Staat gefhrdet odervernichtet werden. Die Radarkstenwerden heute nicht mehr nur anetwaigen, gefhrlichen Stellen aufge-baut. Sie sind fr die zunehmend zumPolizeistaat verkommende Schweiz zulukrativen Renditeanlagen geworden.Nicht zuletzt deswegen haben sichviele Kantone unter dem Motto siedienen ja bloss der Sicherheit in denletzten beiden Jahren neue und zu-stzliche Radaranlagen angeschafft.Msterchen gefllig? Auf der wenigeKilometer langen Autobahnstreckezwischen Wil SG und der AusfahrtAttikon stehen derzeit nicht wenigerals drei (!) Blitzer (ein stationrerund zwei halbstationre). Klar kanngesagt werden, dass Kantonsgren-zen berschritten werden und jederKanton einzeln dafr verantwortlichzeichnet. Ein Abzocke-Beispiel parexcellence!. n

    MARCELTRESCH

    AnderSwiss-Moto inZrichwurdeeinStoppderAbzockeundKriminalisierung imStrassenverkehr fordern.DerSchulterschluss

    zwischenderDeutsch-undderWelschschweiz istperfekt.

    AlsklareMasslosigkeitbezeichnete Micha-el E. Dreher (Bild)die von der Politikweder bekmpftenoch angepranger-te Abzocke. DieBussen- und Ge-bhrenflut tendiere

    ins Unermessliche. Der alt Nationalrat nannteein Thurgauer Beispiel, bei dem die Bussen-Vorspeise 800 Franken, der Gebhren-Hauptgang aber 2500 Franken kostete. Nati-onalratWalterWobmann brachte denWahnsinn auf den Punkt: Wir sind Leute diekrampfen und dafr sorgen, dass die Gesell-schaft und der Staat funktionieren. Dafr wer-den wir, wenn wir einmal etwas bertreten,abgestraft und um die Existenz gebracht! ChristophErni (l.) und Jean-PierreWolf ermglichtendasTreffen inZrich. BilderMarcel Tresch

    Liebe Leserinnen, liebe Leser

    Endlich den Frhling geniessen! DieModege-schfte und -abteilungen in denWarenhusernknden ihn schon lngst an. Die Regale bei denDetailhandelsgeschften und Grossverteilernsind bereitsmit Osterhasen in allen Formen undGrssen sowiemit bunt verpackten Ostereierngefllt. Dabei knirscht stellenweise noch derSchnee unter den Schuhsohlen und die Biseblst einem unerbittlich ins Gesicht. Der Frh-ling ist fr viele einemhsame Zeit. Kaum zeigtder noch gelegentliche Husten, dass die einge-fangeneWintergrippe endlich abklingt. Kaumhatman sich vomWinterschlaf erholt, folgtschon die Frhjahrsmdigkeit. Dennoch

    herrscht Freude ber die endlich lngerenTage.Der Energiepegel steigt. Ichwnsche Ihnen,dass Sie jetzt erst recht von Herzen sagen kn-

    nen: Endlich den Frhling geniessen!

    Marcel Treschmtresch@postmedien.ch

    Anzeige

    Inklusiv Einschreibe-Gebhr

    Clubkarte

    Liquid-Getrnke

    Betreuung Fr nurFr. 790.

    1 Jahres-AboFitness Limit ab 8.0017.00 Uhr

    Fhl dich neu im Injoy!

    Aufpreis fr Kraft- und Ausdauer-Circle Milon plus Fr. 100.

    Injoy FrauenfeldGewerbestr. 18500 FrauenfeldTel: 052 720 77 45info@injoy-frauenfeld.chwww.injoy-frauenfeld.ch

    Tel.0527451135,Fax 0527452676info@fritzschneiderag.ch,www.fritzschneiderag.chOberstammheim /Diessenhofen

    Seit ber90 Jahren

    Anzeige

  • Die POST Medien verlosen 1 Jahr lang Preiseim Gesamtwert vonCHF 50000.

    Wie lade ich die App herunter?

    Fr iPads & Android (Tablets): ffnen Sie den App-Store fr iPads /den Play-Store fr Android und geben Sie im Suchbegriff PostMedienein. Sofort erscheint die kostenlose App, die Sie einfach durch Ankli-cken herunterladen und installieren. Nun erscheinen nach dem ffnender installierten App alle Ausgaben der POST, die nun einzeln aus-gewhlt werden knnen. Wenn Sie sich ber den Button oben rechtsein Konto erstellen, behalten Sie die heruntergeladenen Ausgaben inIhrer Bibliothek und knnen auch offline gelesen werden.

    Diverse Einkaufsgutscheine Fitness Jahresabos Tageskarten der Schifffahrtsgesellschaft Untersee & Rhein Tablet-Anwenderkurse der Pro Senectute Thurgau Kinotickets vom Liberty Cinema Weinfelden Essensgutscheine von Top Restaurants Familientickets Aranea+ Kletterzentrum, Schaffhausen Autowasch-Gutscheine/Jetons

    u.v.m

    Wir bedanken uns bei den Preis-Sponsoren

    Wie nehme ich an der Verlosung teil?

    Laden Sie die POST App herunter. Unter der Rubrik Wettbewerb fin-den Sie das Teilnahmeformular. Einfach das Formular ausfllen und mitetwas Glck gewinnen Sie einen der vielen Preise im Gesamtwert vonCHF 50000.-

  • Mrz 2015 POST Region Ausgabe 3 | 5

    Anzeige

    Otto Wgeli AGBau- und Mbelschreinerei8524 Iselisberg-Uesslingen052 744 50 00www.waegeli.ch

    Kommen Sie

    zum Probelie

    gen

    in unsere

    Ausstellung n

    ach

    Iselisberg.

    DieHeinzelmnnchender Stadt Frauen