frauenfelder post - januar 2015

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Januarausgabe 2015 der Frauenfelder POST

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  • Ausgabe1Januar2015

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    MonikaZehnder

    Die Medienlandschaft hat sich inden letzten drei bis fnf Jahrenrasant und radikal verndert.AufdereinenSeite stehenbernahmen,Fusionen, Medien-Verflechtungen inverschiedensten Formen, Vernetzungenund Schliessungen: das Tages-Zeitungs-Geschft haben wenige Medien-Huser(NZZ, Tamedia, AZ-Medien, Somedia)unter sich aufgeteilt. Kantonale oderregionale Titel wie beispielsweise dieThurgauer Zeitung haben ihre Eigen-stndigkeit verloren Ausnahmen wiedie Schaffhauser Nachrichten bestti-gen die Regel. Druckerei-Schliessungensind beinahe an der Tagesordnung.Davon sind nicht nur die kleineren undmittleren Verlagshuser betroffen. Werhtte vor einem Jahr gedacht, dass dieNZZ-Mediengruppe ihr Druckzentrumin Schlieren aufgeben und ihre Flagg-

    schiffe knftig im Druckzentrum ihrerKonkurrenz, der Tamedia, drucken las-senwrde?

    NeueMedien-VielfaltWhrend im Printsektor sich der Kon-zentrationsprozess fortsetzt, wchsteinerseits die Informationsflut weiteran, anderseits entwickeln und ffnensich immer neue Medienkanle, dieauch ber die neueren Fernsehgerteempfangen werden knnen. Die digi-talenMedien werden immer wichtiger.In immerkrzerenAbstndenkommenauch neue Endgerte auf den Markt:Mobile, Tablets, Notebooks . Alldiese Neuerungen fhrten auch zu ei-ner nderung des Konsumverhaltens.Dieses fllt besonders auf, wenn manhufig die ffentlichen Verkehrsmittelbenutzt. Frher vergruben sich die

    Pendlerinnen und Pendler bis sie anihremZiel angelangtwarenhinter einermitgebrachten Tageszeitung. Heutebedienen sie sich an den im Bahn-hofareal aufgestellten Stndern mitder Gratiszeitung, 20minuten oderdem Blick am Abend, blttern dieseim Schnellzugstempo durch, nehmendas Tablet zur Hand und holen sich diegewnschten Informationen online,hrenMusikodergeniesseneinenFilm.Es ist offensichtlich, dass die Printme-diennichtnur imInseratebereichanBoden verloren haben und vermutlichnochweiter verlierenwerden.

    Vorwrts-StrategieIn dieser Situation stellt sich fr dieVerlage die Frage,wiemanauf dieseHer-ausforderung reagieren soll. Die POST-Medien haben sich fr eine Vorwrts-Strategie entschieden. Wir kommen abdieser Ausgabe mit neuen Angebotsfor-men auf denMarkt.Die neue interaktivePOST wird lbig und kann auf allenKanlenempfangenwerden. n

    FORTSETZUNGSEITE 6

    POSTdie lbigZiitigDiePOST-MediengehenmitderZeit, indemsiedemrasantenWandel inderMedienlandschaftRechnungtragen.Sie lancieren

    mitdieserAusgabedasProjektPOSTdie lbigZiitig.

    ALOIS SCHWAGER

    DasTeam,dasfrdasProjektPOSTdielbigZiitigverantwortlichzeichnet. Bild: red

    MarkusBauerderMacherDer Altpfadfinder-Obmann und Inhaber undGeschftsleiter der Sibatron AG hat zusam-men mit angehenden ETH-Ingenieureneinen Weltmeister-Motor entwickelt. S. 4

    WeihnachtsstadtFrauenfeldVom 19. bis 21. Dezember verwandelt sichdie Frauenfelder Altstadt in eine in eineromantische Weihnachtsstadt. S. 9

    ReicheErnteDie Thurgauer Winzer konnten im bald ab-laufenden Jahr an nationalen und interna-tionalen Weinprmierungen 17 Gold- und25 Silbermedaillen gewinnen. S. 29

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  • Januar 2015 POST Region Ausgabe 1 | 3

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    MrchenvomAuszugallerAuslnder

    Es war einmal... etwa drei Tagevor Weihnachten, spt abends.ber den Marktplatz der klei-nen Stadt kamen ein paar Mnnergezogen. Sie blieben an der Kirchestehen und sprhten auf die MauerAuslnder raus und Deutschlandden Deutschen. Steine flogen in dasFenster des trkischen Ladens gegen-ber der Kirche. Dann zog die Hordeab. Gespenstische Ruhe. Die Gardinenan den Brgerhusern waren schnellwieder zugefallen. Niemand hatteetwas gesehen.

    Es reicht,wir gehenLos, kommt, es reicht, wir gehen. Wo denkst du hin! Was sollten wirdenn da unten im Sden? ...daunten? Das ist immerhin unsere Hei-mat. Hier wird es immer schlimmer.Wir tun einfach das, was da an derWand geschrieben steht: Auslnderraus!

    Tatschlich, mitten in der Nacht kamBewegung in die kleine Stadt. DieTren der Geschfte sprangen auf:Zuerst kamen die Kakaopckchen her-ausmit den Schokoladen und Pralinenin ihren Weihnachtsverkleidungen.Sie wollten nach Ghana und West-afrika, denn da waren sie zu Hause.Dann der Kaffee, palettenweise, derDeutschen Lieblingsgetrnk; Ugan-da, Kenia und Lateinamerika warenseine Heimat. Ananas und Bananenrumten ihreKisten, auch die Traubenund die Erdbeeren aus Sdafrika. Fastalle Weihnachtsleckereien brachenauf, Pfeffernsse, Spekulatius undZimtsterne, denn die Gewrze in ih-rem Inneren zog es nach Indien. DerDresdner Christstollen zgerte. Mansah Trnen in seinen Rosinenaugen,als er zugab: Mischlingen wie mirgehts besonders an den Kragen. Mitihm kamen das Lbecker Marzipanund derNrnberger Lebkuchen.Nicht

    Qualitt, nur Herkunft zhlte jetzt. Eswar schon in der Morgendmmerung,als die SchnittblumennachKolumbienaufbrachen und die echten Pelzmntelmit Gold und Edelsteinen an ihrerSeite in teuren Chartermaschinen inalleWelt starteten.

    Chaos bricht ausDer Verkehr brach an diesem Tagzusammen. Lange Schlangen japani-scher Autos, vollgestopft mit OptikundUnterhaltungselektronik krochengen Osten. Am Himmel sah man dieWeihnachtsgnse nach Polen fliegen,auf ihrer Bahn, gefolgt von den feinenSeidenhemden und den Teppichenaus dem fernen Asien. Mit Krachenlsten sich die tropischen Hlzer ausden Fensterrahmen und schwirrtenzurck ins Amazonasbecken. Manmusste sich vorsehen, um draussennicht auszurutschen, denn von ber-all her quollen l und Benzin hervor,floss zu Bchen zusammenund strm-te in Richtung Naher Osten.Doch man hatte bereits Vorsorgegetroffen. Stolz holten die grossendeutschen Autofirmen ihre Krisen-plne aus den Schubladen: Der alteHolzvergaser war ganz neu aufgelegtworden. Wozu auslndisches l?!Aber es half nichts, die VWs und dieBMWs begannen sich aufzulsen inihre Einzelteile, das Aluminium wan-derte nach Jamaika, das Kupfer nachSomalia, ein Drittel der Eisenteilenach Brasilien, der Naturkautschuknach Zaire. Und die Strassendeckehatte mit dem auslndischen Asphaltim Verbund auch immer ein besseresBild abgegeben als heute.

    StilleNachtNach drei Tagen war der Spuk vorbei,der Auszug geschafft, gerade recht-zeitig zum Weihnachtsfest. NichtsAuslndisches war mehr im Land.Aber Tannenbume gab es noch, auchpfel und Nsse. Und Stille Nachtdurfte gesungen werden wenn auchnur mit Extragenehmigung, das Liedkam immerhin aus sterreich. n

    HELMUTWLLENSTEIN

    Eswareinmal ..., sobeginnendiemeistenMrchen,auch jenesVondenen,dieauszogen,weil siedasFrchtengelernthatten.

    Liebe Leserin, lieber Leser

    Bereits steht dasWeihnachtsfest wieder vorder Tr. DasWeihnachtsfest, das als Fest desFriedens und der Liebe gilt. Doch in allenEcken derWelt herrschen Krieg, Hass undZwietracht. Millionen von Menschen lebenunverschuldet in usserster Armut, sind aufder Flucht und haben nicht einmal ein Dachber dem Kopf.Wir knnen zwar die Kriegenicht beenden.Wir knnen jedoch im Kleinendafr sorgen, dass unsereWelt etwas friedli-cher und freundlicher wird. Begraben wirdoch gerade jetzt den Streit mit unseremNachbarn oder einem politischen Gegner.

    Weihnachten ist die beste Zeit, einen Schrittauf einen Mitmenschen zuzugehen, demwirein Unrecht angetan oder den wir vielleichtunbewusst verletzt haben. Es ist auch eineZeit der Vergebens und des Verzeihens.

    Verlag und Redaktion wnscht Ihnen in die-sem Sinne ein Frieden stiftendesWeihnachts-

    fest und ein glckliches neues Jahr.

    Alois SchwagerChefredaktor POST

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  • 4 | Ausgabe 1 POST Persnlich Januar 2015

    MarkusBauerein typischerMacher

    Vor zwanzig Jahren konnteMar-kus Bauer den FilialbetriebMatzingen der Firma Alcatelbernehmen,die ausnahmslosElektro-spulen fr die Telefonie herstellte. Siebeschftigte damals rund 80 Mitarbei-tende und war neben Siemens und As-com der grsste Anbieter von Telefon-Zentralen in der Schweiz.DieserMarktist dann infolge der Digitalisierung in-nerhalb von nur zwei Jahren komplettzusammengebrochen. Das HeadofficeParis hatdarumentschieden, dieFilialeMatzingen zu liquidieren.

    Grndungder FirmaSibatronDer damalige Geschftsleiter, MarkusBauer aus Frauenfeld, entschloss sichdamals, zusammen mit einem Partnerdie gesamte Infrastruktur mit achtMitarbeitenden zu bernehmen und1994, also vor nunmehr 20 Jahren,an der Gewerbestrasse in Frauenfelddie Firma Sibatron zu grnden. Diese

    fokussierte sich von Beginn weg aufSpezialprodukte im Bereich Elektro-spulen. Noch heute werden hier keineeigenen Produktelinien, sondern aus-schliesslich kundenspezifische Produk-te hergestellt.

    DerWeltmeister-MotorVor zehnJahrenhat sichMarkusBauervon seinemGeschftspartner getrenntund ist in einen Neubau an der Huger-belstrasseumgezogen. IndiesemJahr,in dem er das 20-Jahr-Jubilum desUnternehmens feiern konnte, durfteer ein besonderes Highlight erleben.Die Sibatron AG hat im Rahmen einesSponsorings erstmals das AMZ RacingTeam der ETH Zrich beim Bau desAntriebsmotors untersttzt. Dieses istmit seinem Rennauto beim weltweitgrssten Wettbewerb fr angehendeIngenieure, der Formula Studen