frauenfelder post - dezember 2014

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Dezemberausgabe Frauenfelder POST

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  • Ausgabe12Dezember2014

    Ausgerechnet in der Schweiz, dieseitJahrhundertenkonomisch,kulturell, politisch und diploma-tisch eng mit Europa und der brigenWeltverflochtenist,demSitzzahlreicherinternationaler Institutionen, spielensich vorwiegend rechtskonservativeKreise als Hter der Souvernitt undNeutralitt auf, schren die Angst vorberfremdung und fremden Richternund errichten fiktive Mauern gegenaussen.Mit dem berraschenden Ja zurZuwanderungsinitiative haben sie einenerstengrsserenErfolg erzielt.

    EineweitereHerausforderungEnde dieses Monats haben wir mitder Ecopop-Initiative ber eine nochgefhrlichere Vorlage zu befinden. Dastellt sichdieFrage,wie sich eine solchePolitik mit der humanitren Tradition

    und den kulturellen VerknpfungenunseresLandes sowieder grenzenlosenglobalisierten Wirtschaft vereinbarenlsst. Bei einemJa zuEcopopwrdedieSchweiz wohl noch die letzten Freundein Europa verlieren undmultinationaleKonzerne shen sich wegen des dro-hendenFachkrftemangels gezwungen,der Schweiz denRcken zu kehren.DerWirtschafts- und ForschungsstandortSchweiz wre akut gefhrdet.

    Zuwanderung einschrnken?Fremdenfeindlichkeit in der Schweiz dashabenwirdochschoneinmal erlebt.Damals, in der Zeit des Kalten Krieges,unter dem Slogan Das Boot ist voll!.Fallen wir wieder in ein altes Musterzurck oder gibt es noch andere Grn-de fr das berraschende Resultat derFebruar-Abstimmung? Eine Analyse

    zeigt,werdieknappeZustimmungvomFebruar nur der Angst der Bevlkerungvorberfremdungzuschreibt, greift zukurz.DasResultatwarvielmehreinZei-chen allgemeiner Unzufriedenheit. Dieeinen wollten Politik und Wirtschafteinen Denkzettel verabreichen, andereein klares Zeichen gegen einen EU-Beitritt setzen.VielenwardieversuchteBevormundung aus dem Ausland einDorn imAuge.Eher linkenKreisengingesumdasBremsendesWachstums.Frsie standderSchutzderUmweltunddieEindmmung des Individualverkehrsim Fokus. Das Resultat war also Aus-druckmannigfaltiger ngste.

    Einedenkbar schlechte LsungWir leben nun einmal in einer globali-sierten Welt. Die Schweizer Forschungund Wirtschaft ist weltweit vernetzt.DiemultinationaleZusammenarbeit istfrsievonexistenziellerBedeutung.DasRad der Zeit lsst sich nun einmal nichtmehrzurckdrehen.EinRckzughinterfiktive Mauern htte fr die SchweizerVolkswirtschaft unabsehbare Folgen. n

    Igelt sichdie Schweiz ein?DerMauerfallwirdzurzeitweltweitalsepochalesEreignis

    gefeiert. InderSchweizgehtderTrendindieumgekehrteRichtung.Manbeginntsichabzuschotten,nimmteineIgelstellungein.

    ALOIS SCHWAGER

    InBerlinfeiertmandenMauerfall. InderSchweizwerdenfiktiveMauernerrichtet.

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  • Dezember 2014 POST Region Ausgabe 12 | 3

    EinegewisseBldheitmit System?

    Menschen sind in der um sichgreifendenFeuersbrunst ein-geschlossen. Der Nachbarist mit den eigenen Lschversuchenmit dem Gartenschlauch hilflos undberfordert. Doch weit und breit istkein Polizei- und Feuerwehrfahrzeugzu sehen. Auch nach 20 Minuten istdie Situation die gleiche. Whrend dieBewohner um ihr Leben schreien undderNachbar vergeblich gegendie Flam-menankmpft, schleichendiedringendbentigten Einsatzkrfte mit Blaulichtund Sirenengeheul langsam durch dievielen 30er-Zonen des Quartiers. Nurnoch zehn Minuten, dann hat die Ein-satzfahrt einEnde.DieNervenderLen-ker von den Einsatzfahrzeugen liegenblank. Ihr Ziel, ihr natrliches Bestre-ben, ist die dringende Hilfe, zu der siesich in Ernstfllen verpflichtet haben.Blaulicht und Martinshrner laufenauf Hochtouren. Die Strassen sind frei.Dennoch fahren sie nicht schneller alses das Gesetz erlaubt. Bereits hinter

    der nchsten Hecke knnte ein Blitzerstehen. Dank Via sicura knnten sie zuRaserdelinquenten werden. Es drohenKnast, zwei JahreBillettentzug.DerPo-lizist steckt imGewissensdilemma.DerFeuerwehrmann, von Berufes wegenLkw-Chauffeur, ebenfalls. Sie habendieunsagbareQualderWahl. Entwederschnelle Hilfe in dieser Akutsituationoder hohe Busse, Gefngnis, Billett-entzug. Notfallrettung, oder eigene,persnliche Sicherheit? Wer hat keinVerstndnis fr diese Retter inNot?Inzwischen liegen die Bewohner desbrennendenHauses bewusstlos amBo-den.DerhelfendeNachbarhat in seinerAufregung einen Herzinfarkt erlittenund rchelt um sein Leben. Doch dieanvisierte Ambulanz htterlet eben-falls gemchlichdurchdie StrassenundGassen. Sie hat eben wie Polizei undFeuerwehrnoch eineWeile, bis sie amEinsatzort eintrifft. Pech gehabt: DieBrandopfer erleiden den Erstickungs-tod, der helfende Nachbar segnet dasZeitliche und die Liegenschaft istbis auf die Grundmauern niederge-

    brannt. Im Notfall retten bekanntlichentscheidende Minuten oder auchnur Sekunden das Leben. Wren dieBlaulichthelden etwas frher vor Orteingetroffen, wre solch Schlimmes zuvermeiden gewesen.Nach dem Einsatz von Polizei, Feuer-wehr und Ambulanz muss rapportiertwerden, dass fnf Menschen und dreiTiere diesenTagnicht berlebten. Daszu spte Eintreffen der Rettungsdiens-te trgt massgeblich Schuld an dieservermeidbaren Katastrophe, liest mantags danach in den Medien. Zudem istein Sachschadenvonber einerMillionFranken entstanden. Wie tragisch!Aber es gibt auch positive Meldungendes Vortages: Keine Geschwindigkeits-berschreitungen, keine Rasertatbe-stnde und hohe Bussen durch und frPolizeibeamte, Feuerwehrleute undRettungskrfte. Eine glorreiche Vor-stellung! Aber eine, die tglich Realittwerden knnte. Zumindest solange,bis das unsgliche Via-sicura-Gesetz inBezugaufdie Handlungsfhigkeit undEinsatzsicherheit von Einsatzkrftenmit Sondersignal von der Politik end-lich berarbeitetwird.Doch immerhin!Es solleneinigeParlamentarier erkannthaben, dass das neue Gesetz zur Ver-kehrssicherheit in genannter Sachekeinesfalls gengen kann. n

    MARCELTRESCH

    StellenSiesichdiesesSzenariovor:AmRandeeinerStadtbrennteinMehrfamilienhaus.Dicker, schwarzerRauchdringtausdemGebude.MeterhoheFlammenschlagenausdenFenstern.

    VorderEinfhrungvonVia sicura warder richterlicheSpielraum grsser.Zum Glck wurdenoch kein Fahrervon Rettungskrf-ten nach den neuenRichtlinien verur-

    teilt. Dennoch wird die Politik zu Recht aufge-fordert, das Gesetz zu ndern. Bei der Via-sicu-ra-Umsetzung dachte man nur an die Raser.Nicht an Leute, die Leben retten. Eine Ausnah-memuss gesetzlich verankert werden!Wennsie im Einsatz wie normale Lenker behandeltwerden, darf man sich nicht wundern, dasssich niemandmehr fr solche beruflichen undfreiwilligen Dienste meldet. Aber vielleicht istes ja nur eine gewisse Bldheit mit System!

    InderVergangenheitnoch rechtzeitigamEinsatzort.Und inder Zukunft? BildMarcel Tresch

    Liebe Leserin, lieber LeserJetzt steht sie wieder vor der Tr, die Zeit derLichter: an verschiedenen Orten werden Lich-terumzge durchgefhrt. DieWerkbetriebeund Privatpersonen beginnenmit demMon-tieren derWeihnachtsbeleuchtungen. Die anvielen Orten traditionellen Martinimrkte und-Messen bilden den Auftakt zu den vorweih-nachtlichenMrkten, Messen und Ausstellun-gen, den Chlaus-, Advents-,Weihnachts- undChristchindlimrkten oder wie sie alle heissenmit ihren verlockenden Dften nach Glh-wein, gerstetenMandeln, heissenMarroni,nach Lebkuchen und exotischen Gewrzen.Die Schaufenster der Geschfte verlockenmitraffinierten Dekorationen zum Kaufen undKonsumieren.Wohl zu keiner Zeit lassen sichMenschen so leicht verfhren, wie in der

    Vorweihnachtszeit.

    Ich wnsche Ihnen eine geruhsameVorweihnachtszeit.

    Alois SchwagerChefredaktor POST

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