frauenfelder post - april 2016

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Aprilausgabe 2016 der Frauenfelder POST

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  • Ausgabe4April2016

    Also feiernwir anOsterndenOs-terhasen, der Ostereier bringt.AuchwennHaseundEiZeichenfr Fruchtbarkeit sind, wre dies wohlkaumeinGrund, gleichvierTage frei zumachen und zu feiern. Es muss tiefereGrnde geben.Ostern fllt immer in die Frhlingszeit.Die Natur erwacht aus dem Winter-schlafundneuesLebenbrichtundblhtauf.DasneueLeben inderFrhlingszeitkann ein Zeichen fr das Geschehensein,daswiranOsternfeiern.Aberauchdiese Erklrung greift zu kurz.In der christlichen Tradition feiern wirin diesen Tagen den Tod (Karfreitag)und die Auferstehung (Ostersonntag)Jesu Christi: Fr die Glaubenden allerJahrhunderte das grsste Ereignisdes Glaubens. Jesu war tot und erlebt wieder, er ist auferstanden. Aber

    wie sollen wir uns die Auferstehungvorstellen? Die Antworten auf dieseFragewerden inBilder gefasst,wie zumBeispiel das Bild des Frhlings.Ich erinnere mich an einen Mann, mitdem ich bei einemkurzen Spitalaufent-halt das Zimmer teilte. Er hatte beideHndebandagiertundkonnte seinBettnur fr kurze Zeit verlassen. Trotzdemwirkte er vllig gelassen und irgendwieglcklich. Bald einmal erzhlte er mir:Vor zwei Monaten wurde mir einneues Leben geschenkt. Ich habe denalten Haartrockner meines jung ver-storbenen Bruders benutzt und habezu wenig auf die Unterlage geachtet,auf der ich stand. Pltzlich gab es einenKurzschluss. Danach weiss ich nichtsmehr. Ich blieb wie durch ein WunderamLeben.AndenHndenundanderenKrperteilen erlitt ich Verbrennungen.

    Die Heilung meiner Hnde wird nochlange dauern. Aber das bedrckt michnicht. Ich habe ein zweites Leben ge-schenktbekommen. Jetzt sehe ichallesneu und bin ganz einfach unendlichdankbar.EineOstererfahrung?Gewisseine Annherung an das Geschehenvon Ostern. Genauso ist es bei denMenschen, die eine Nahtoderfahrunggemacht haben. Nach der Rckkehrins alltgliche Leben erzhlen sie, wieschn die Erfahrung gewesen sei. SiehabendasGeheimnisderAuferstehungberhrt oder besser gesagt, erahnt.Aber Auferstehung ist mehr. Sie bleibtwohl ein Geheimnis.Doch die Feier von Ostern sagt unskonkret: Das Leben hlt noch vielepositive berraschungen fr uns allebereit. Lebe deinen Alltag offen frpositive berraschungen kleinereundgrssere. Siewerdendir geschenkt.Es knnen auch berraschungen sein,von denen du nicht einmal getrumthast. Manchmal wirst du den Eindruckhaben: Ich erahne, was Ostern ist undseinwird.. n

    ZumOsterfestwas feiernwir?EinzelneVerkaufsgestelleinunserenSupermrktensindseit

    TagenberflltmitOsterhaseninverschiedenstenGrssen.SiesollenleerwerdenaufOsternhin.DasGleichegilt frdieOstereier.

    ALBERT SCHNEIDER

    GrsstesEreignisdesGlaubens:Jesuwartotunderlebtwieder,eristauferstanden.Starthilfe frAfipStadtprsident Anders Stokholm setzt sichmit viel Engagement fr die dreijhrige Pi-lotphase des Agro Food Innovation Park ein.Er sieht darin eine Chance fr Frauenfeld undden Kanton Thurgau. S. 5

    Werrastet rostetEin wirksames Mittel gegen die Frhjahrs-mdigkeit ist vor allem Bewegung. Sie hltjung, macht glcklich und zufrieden. S. 14

    DasLaTerrasse,Frauenfeld,ist ein typisches Stadt- und Speiserestaurantund gleichzeitig Ausbildungssttte fr Ju-gendliche mit leichter Lernschwche. S. 22

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  • April 2016 POST Politique Ausgabe 4 | 3

    Zweifel anKontrolluntersuchung

    Viele Menschen betrachten esals selbstverstndlich, mobilzu sein und zu bleiben. Diesstellt einen wichtigen Pfeiler frLebensqualitt dar. Die Mobilittund damit die Lebensqualitt solldurch Steigerung der Motivation freine aktive, abwechslungsreiche undattraktive Alltagsgestaltung aufrecht-erhalten bleiben. Mit Sanktionen, wieder periodischen Fahreignungskon-trolle, entfallen diese Tugenden. DieVerantwortung und das Pflichtgefhlwerden schleichend auf den Kont-rolleur bertragen, ohne dass dieserdies merkt.

    UngleicheBehandlungDie auf dem schweizerischen Stra-ssennetz zirkulierenden lteren ber 70-jhrigen Automobilistin-nen und Automobilisten werden imRahmen der medizinischen Min-destanforderungen nicht einheitlichbehandelt. Die schweizerischen Au-

    tomobilisten werden ab dem vollen-deten 70. Altersjahr ohne Aufklrungund ohne freien Willen einer obli-gatorischen rztlichen Kontrollun-tersuchung aufgeboten sofern sieden Fhrerausweis behalten wollen.Gewisse Nachbarlnder (sterreich,Deutschland, Frankreich) kennen einsolches Vorgehen nicht. Sie stellenihre Rentner nicht unter Generalver-dacht. Unsere Nachbarlnder setzenauf die Eigenverantwortung der l-teren Bevlkerungsgruppe. Selbstbe-stimmungsrecht oder auch Vernunftdes Lenkenden wird dort als Mittelder Wahl betrachtet.

    HhereRisiken inder SchweizEs mag auf den ersten Blick berra-schen, dass Unfallrisiken von Senio-ren als Unfallverursacher in Lndernohne obligatorische Kontrolluntersu-chungen nicht hher, dafr teilweisetiefer liegen als in Lndern mit demobligaten Verfahren. Aus vielenGrn-

    den msste das Gegenteil der Fallsein. Doch auch in einer krzlich ver-ffentlichten Studiemit Unfallzahlenaus der Schweiz und Deutschlandzeigte sich ein positiveres Bild frDeutschland, statt, wie zu erwartenwre, der Schweiz. Die Wirksamkeitder rztlichen Kontrolluntersuchun-gen wird unter andern vom Hirnfor-scher Prof. Dr. rer. nat. Lutz Jncke,Psychologisches Institut, Lehrstuhlfr Neuropsychologie der Universi-tt Zrich und Dr. Dr. GianclaudioCasutt verneint. Sie haben in Studiennachgewiesen, dass die praktizierteMethode fr die Verkehrssicherheitnichts bringt.

    Eines liberalen Staateswrdig?Stossend ist auch, dass unser eigenerStaat, der sich als liberal versteht,seine Brgerinnen und Brger, wasdie Beurteilung ihrer Fahrkompetenzanbetrifft, seit 40 Jahren fr wenigermndig einstuft, als die drei Nachbar-lnder dies tun. Im staatspolitischenBereich dagegen verfgen SchweizerBrgerinnen und Brger ber weitmehr Rechte, Kompetenzen und Ver-antwortung als ihre auslndischenNachbarn n

    REN KNZLI

    Mobilitt istgeradekeineSelbstverstndlichkeit.Wermobilbleibenwill,mussauchVerantwortungund

    Pflichtgefhlbernehmen.

    VeranstaltungzurmotorisiertenMobilitt

    Am 18. April 2016finden um 19.15 UhrinWeinfelden imGasthaus zumTrau-ben ein Referat undeine Podiumsdiskus-sion zumThemamotorisierte Mobili-

    tt statt unter demTitel: 70: Fahrt in die Be-vormundung? Hier nimmt Top60-Thurgauwie auch die terzStiftung Stellung zugunstender ber 70-jhrigen Motorfahrzeuglenken-den. Es soll aufgezeigt werden, warum die ge-genwrtig praktizierte Methode der Fahrtaug-lichkeitsprfung umstritten ist. Besser sollenMotorfahrzeuglenkende durch Training geistigund krperlich mobil bleiben. MedizinischeFahreignungsprfungSchikaneund Diskriminierungzugleich. Bild zVg

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    Liebe Leserin, liebe Leser

    Ostern steht unmittelbar vor der Tr. DiesesFest wird heute in erster Linie mit Schokola-denhasen und gefrbten Eiern in Verbindunggebracht. Hasen und Eier sind Symbole frFruchtbarkeit. Ostern ist aber weit mehr alsein Fruchtbarkeitsfest. Ostern ist das hchsteund zusammenmit Pfingsten das lteste Festder ganzen Christenheit. Es wurzelt im jdi-schen Passahfest. Die Christen gedenken desTodes Jesu Christi und feiern seine Auferste-hung, mit der er den Tod berwunden hat.

    Ostern hat also mit neuem Leben zu tun. UmOstern herum erwacht auch die Natur nachlangemWinterschlaf zu neuem Leben. Die

    Knospen brechen auf und es beginnt zu sprie-ssen und zu blhen. Die Vgel beginnen zunisten und die Frsche zu laichen. Die Natur

    erwacht zu neuer Lebensfreude.

    Frohe Ostern und neue Lebensfreudewnscht Ihnen

    Alois SchwagerChefredaktor POST

    Marcel Schen

    ker setzt sich f

    r das

    Gewerbe, fr g

    esundeFinanze

    n

    und tiefe Steu

    ern ein. Ihn br

    aucht

    es wieder im G

    rossenRat.

    Peter Spuhler,

    Unternehmer,

    Weiningen

    MarcelSchenkerwieder in denGrossen Rat fr denBezirk Frauenfeld

    2 x auf Ihre Liste

    Liste 10 SVP

    AUCH

    SONNTAGS

    GEFFNET!

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  • 4 | Ausgabe 4 POST Persnlich April 2016

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    Ichentscheide immer,was ichkultiviere

    Unter dem Titel Gefhlsma-nagement Verstehst du deineSprache? erscheint in diesenTagen ein neues Taschenbuch desThurgauers Rolf Christinger und sei-nem Partner Marcel Tresch. Das wecktnatrlich das Interesse, beim in Mns-terlingen auf die Welt gekommenenund in Steckborn aufgewachsenenFische-Geborenen hinter die Kulissenzu schauen, respektive etwas ber seinLeben und seine Ttigkeiten zu erfah-ren.DerBuchtitel verspricht janichtge-rade leichte Kost, denn der Mensch ansich ist ja eher selten geneigt, ber dieGefhle zu reden, geschweige denn zusprechen. Die Schulen am See besuchtundeinstdemFussball hinterherjagendsowie sichdemSchiesswesenwidmend,erlernte Rolf Christinger den Berufals Autolackierer. Spter absolvierteer schliesslich erfolgreich die Meister-

    prfung und arbeitete eine Zeit langin diesem Beruf. Farben sollten denSeebuben auch weiterhin begleiten,denn die Weiterbildung liess ihn zumLack-undKunststofftechnikerwerden.

    Auf derReise zu sich selbstAktuell ist Rolf Christinger als Projekt-manager und Qualitts-Management-Leiter und nebenberuflich als selbst-stndiger Handaufleger und Schamanettig. Nach einem schweren Skiunfallim 2005 bekam er viele physiothera-peutische Behandlungen verschrieben.Da seine damalige Frau durch denCoiffeurberufhufigu