ey restructuring .gleich zwischen ozzy osbourne und prinz charles. beide wurden 1948 in england...

Download EY Restructuring .gleich zwischen Ozzy Osbourne und Prinz Charles. Beide wurden 1948 in England geboren,

Post on 05-Jun-2018

213 views

Category:

Documents

0 download

Embed Size (px)

TRANSCRIPT

  • EY Restructuring Insights

    Branche im Fokus3 Aktuelle Trends im Einzelhandel7 Interview mit Dr. Christian Gerloff Tax11 Ein steuerliches rgernis

    Liquidationen Assurance13 Konzerninterne Patronatsvereinbarungen Thema im Fokus14 Fallstudie zur operativen Restrukturierung Daten, Fakten, Sonstiges

    Ausgabe 1Dezember 2014

  • 2EY Restructuring Insights, Ausgabe 1 |

    Noch ein Newsletter werden sicher viele sagen. Auch wir, das Restructuring-Team von EY, haben die Sinnhaftigkeit durchaus kontrovers diskutiert und uns am Ende dafr entschieden. Dafr gibt es gute Grnde: Regelmige Publikationen im Restruktu-rierungsumfeld sind in der Regel durch den Beratungsschwerpunkt des Heraus gebers geprgt. EY vereinigt durch sein umfassendes Beratungs angebot alle fr eine Restruk-turierung relevanten Aspekte. EY hat sich zu einem ganzheitlichen Beratungsunter-nehmen entwickelt, das aus der Kenntnis von Branchen und Mrkten seinen Mandanten situationsbezogen Lsungen anbietet. Das Restrukturierungsteam von EY kombiniert sein finanzwirtschaftliches und leistungswirtschaftliches Restrukturierungs-Know-how bei der Konzeption, Analyse und Umsetzung von Restrukturierungskonzepten.

    Dieser Newsletter soll eine Reflexion auf die vielfltigen Herausforderungen entlang des Restrukturierungspfades sein und mehrdimensional Aktuelles mit Grundstzlichem kombinieren und dabei fr die Restrukturierung relevante Branchentrends kritisch beleuchten. Die vorliegende Erstausgabe unseres Newsletters greift diese Struktur unter der Rubrik Branche im Fokus am Beispiel des Einzelhandels auf. Auch in den Folge-ausgaben werden wir regelmig ber die Herausforderungen einzelner Branchen in dieser Rubrik berichten. Unter der Rubrik Thema im Fokus werden wir in der Erst-aus gabe anhand einer Fallstudie unser 360-Wabenmodell vorstellen, das unseren Anspruch einer atmungsaktiven und ganzheitlichen Restrukturierungsdienstleistung dokumentiert. Einen fortlaufenden Akzent mchten wir in der Diskussion steuerlicher und prfungsbezogener Fragestellungen im Restrukturierungsumfeld in der Rubrik Multidisziplinre Restrukturierung setzen. Wir haben den Anspruch, alle fachlichen Facetten in der Restrukturierung einer Lsung zuzufhren; diese Rubrik soll regel-mig diesen Anspruch dokumentieren. Zahlen, Daten und Fakten rund um die Restruk-turierung sollen Trendaussagen ermglichen und uns in die Lage versetzen, von einer gemeinsamen Datenbasis aus ber Entwicklungen des Restrukturierungsmarktes zu sprechen. Ein externes Experteninterview zu einer der vorgenannten Rubriken soll eine notwendige kritische externe Reflexion und Ergnzung der Beitrge unseres EY-Restructuring-Teams ermglichen.

    Soweit Sie Anregungen oder Hinweise zu unserer Erstausgabe haben, freuen wir uns auf Ihre Rckmeldung und wnschen Ihnen nunmehr bei der hoffentlich ebenso anregenden wie informativen Lektre viel Vergngen und darberhinaus eine ange-nehme Adventszeit.

    Bernd RichterWirtschaftsprfer und Steuerberater und leitet als verantwortlicher Partner das Restrukturierungsteam in Deutschland, sterreich und der Schweiz.

    Editorial

    Redaktion

    Dr. Jrg SandowPartner Transaction Advisory Services - Restructuringjoerg.sandow@de.ey.com

    Ralf LoeberSenior Manager Transaction Advisory Services Restructuringralf.loeber@de.ey.com

    Christopher HallbergManager Transaction Advisory Services - Restructuringchristopher.hallberg@de.ey.com

  • 3EY Restructuring Insights, Ausgabe 1 |

    Die Branche ist, vereinfacht dargestellt, geprgt von einem Sterben der kleinen Boutiquen und Einzelhndler zugunsten grerer Ketten, einer Konsolidierung des Warenhausgeschfts sowie der Zunahme des Onlinehandels. Dies sind jedoch nur die Symptome der derzeitigen Entwicklung, der unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen.

    Vielfach haben Einzelhndler oder Produzenten mit eigenem Einzelhandel die genannten Symptome durchaus festgestellt. Jedoch reagieren sie nicht oder nicht in ausreichendem Umfang, um diese im eigenen Unternehmen zu verhindern. Die Ursache einer Fehlentwicklung liegt oftmals darin, dass Trends, die die Branche bewegen, nicht oder zu spt erkannt werden bzw. dass die unternehmensinterne Organisation nicht ausreichend darauf ausgerichtet wird. Im Folgenden stellen wir vier korrespondierende Trends und ihre jeweiligen Auswirkungen dar. Wir zeigen auf, welche Faktoren wichtig sind, um sich geschickt anzupassen.

    MultichannelWas ist das eigentlich und wohin geht die Entwicklung?

    Der Begriff Multichannel wird viel benutzt. Im allgemeinen Gebrauch bedeutet er, dass ein Einzelhndler mglichst viele Verkaufskanle nutzt, um seine Waren abzusetzen. Um dies zu erreichen, erffneten viele Hndler einen Onlineshop.

    Der Vertrieb ber das Internet ist grundstzlich richtig. Der Online-kanal (E-Commerce) wird in den nchsten Jahren auch weiterhin an Bedeutung gewinnen (siehe Abbildung 1).

    Branche im Fokus

    Aktuelle Trends im EinzelhandelViele Wege fhren zum Kunden. Nutzen Sie die besten fr sich!

    Der Einzelhandel erfhrt seit einiger Zeit einen umfassenden strukturellen Wandel. Dies hat erheblichen Einfluss auf das tg liche Geschft der Einzelhndler und der Produzenten. Zugleich wird der Wandel von allen beteiligten Gruppen beeinflusst, sodass ihr Verhalten bei der Beurteilung der Zukunftsfhigkeit und damit der Sanierbarkeit eines Geschftsmodells unbedingt zu beachten ist.

    Hier sind jedoch zwei Tatsachen hervorzuheben: Der stationre Handel wird auch in den nchsten Jahren noch der weitaus grte Vertriebskanal des Einzelhandels bleiben und E-Commerce ist nicht das Ende der Entwicklung.

    Der sogenannte M-Commerce ist bereits gestartet. Darunter ver-steht man unter anderem die Anpassung der Onlineplattformen in Darstellung und Bedienung an die Benutzung mit mobilen Endge-rten wie Tablets oder Smartphones. Darber hinaus haben ver-schiedene Hndler Anwendungen (Apps) fr mobile Endgerte ent-wickelt, die weiter gehende Funktionen erfllen fr den Kunden und den Hndler. Sie ermglichen dem Kunden beispielsweise ver-einfachtes Einkaufen oder Bestellen. Fr den Hndler haben sie

    Stationrer Einzelhandel

    Kataloghandel

    E-Commerce

    M-Commerce

    2 %

    5 %

    12 %

    61 %

    86 % 76 %62 %

    8 %15 %

    24 %

    481 513 540 CAGR1020

    2010 2015e 2020e11 %

    6 %0 % 3 %

    3 %

    5 %

    Quelle: Statista, Kelkoo, EY Analyse

    Abbildung 1 | Handelsumstze Deutschland (Euro Mrd.)

  • 4EY Restructuring Insights, Ausgabe 1 |

    auerdem den Nutzen einer klassischen Kundenkarte und erlauben teilweise abhngig von den Berechtigungen, die der App einge-rumt werden Benachrichtigungen ber Sonderangebote, ggf. auch verknpft mit dem Aufenthaltsort des Kunden.

    Setzen Sie die Mglichkeiten individuell und professionell um

    Die in Abbildung 1 dargestellte Entwicklung der Vertriebskanle trifft die breite Masse der Einzelhndler, d. h., sie trifft nicht jeden Einzelhndler in gleichem Mae und nicht jeder muss in gleicher Weise reagieren. Abhngig vom Produkt, das vertrieben wird, ist das Internet nicht zwingend als Absatzkanal einzusetzen. Bestimmte Produkte eignen sich grundstzlich weniger, direkt ber das Inter-net vertrieben zu werden. Dies trifft insbesondere bei beratungs-intensiven Produkten zu, die ggf. ausschlielich individuell her-gestellt oder angepasst werden. Das Gleiche gilt fr Luxusartikel, deren Einkauf eventuell auch ein besonderes Erlebnis sein soll.

    In jedem Fall sollte der Onlinekanal jedoch genutzt werden, um mit den Kunden zu kommunizieren. Mann kann Interesse fr die Pro-dukte wecken und auf stationre Lden hinweisen. Darber hinaus kann der Onlinekanal als Serviceinstrument fr bereits bestehende Kunden dienen, ber das sie Hilfe einholen oder Beschwerden uern knnen. Wer vollstndig auf den Einsatz des Internets ver-zichtet, wird Umsatzpotenzial ungenutzt lassen, das wahrschein-lich die Wettbewerber abschpfen werden.

    Abbildung 2 verdeutlicht am Beispiel eines Bekleidungseinzelhnd-lers, welche Kunden verloren gehen knnen, sofern ein Kanal nicht genutzt wird. Untersucht wurde bei Online- und bei traditionellen, stationren Kufern, wie sie sich dem Kaufentschluss angenhert haben, d. h. ber welches Medium sie sich ber den Artikel und den Preis im Vergleich zu anderen Produkten bzw. Anbietern informiert haben. Hier wird deutlich, dass ein stationrer Hndler Gefahr luft, insgesamt 38 Prozent seiner Kunden zu verlieren, sofern er keine Informationsmglichkeiten im Internet anbietet.

    Bei Nutzung eines Internetauftritts ist dieser schlielich so professio-nell zu gestalten, wie der Einzelhndler das von seiner stationren Verkaufsflche erwartet. Eine unzureichende Architektur des Auf-tritts oder eine wenig intuitive Gestaltung der einzelnen Seiten fhren zu hohen Abbruchraten und verhindern letztlich einen Ge-schftserfolg. Die Erfolgsfaktoren liegen auch hier wie bei der stationren Ladenflche im Detail. So kann beispielsweise durch eine ausreichend detaillierte Beschreibung und bildhafte Darstel-lung des Produkts die Retourenquote positiv beeinflusst werden.Beim Einsatz eines Onlineshops mssen auerdem die Strken des Internets ausgespielt werden Auswahl und Preis. Es sollte daher vermieden werden, das Angebot im Internet im Vergleich zum statio-nren Handel einzuschrnken. Sofern es Sonderangebote gibt, sollten sie auch im Onlineshop zu finden sein. Andernfalls findet der Kunde zgig ein Sonderangebot des Wettbewerbs.

    Schlielich ist bei Nutzung eines Onlinekanals darauf zu achten, dass dieser nahtlos mit den brigen Verkaufskanlen wie bei-spielsweise Versandkatalog, stationre Ladenflche und etwaige Outlets verknpft ist. Diese Kanle mssen innerhalb des Unter-nehmens nebeneinanderstehen, ohne sich gegenseitig Konkurrenz zu machen. Diese konkurrenzlose Koexistenz, die es schlielich unerheblich macht, ber welchen K

Recommended

View more >