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Aus der Universittsklinik und Poliklinik fr Psychiatrie und Psychotherapie der Martin-Luther-Universitt Halle-Wittenberg (Direktor: Prof. Dr.med. A. Marneros)

Einflu von Persnlichkeitsfaktoren auf das Schlafverhalten junger Erwachsener

und Adaptationsprozesse bei polysomnographischen Ableitungen

Dissertation

zur Erlangung des akademischen Grades Doktor der Medizin (Dr. med.)

vorgelegt der Medizinischen Fakultt

der Martin-Luther-Universitt Halle-Wittenberg

von Volker Busch geboren am 02.12.1971 in Neuwied Ort und Datum der Verteidigung: Universittsklinik und Poliklinik fr Psychiatrie und Psychotherapie, 28.05.2003 Gutachter: Prof. Dr.med. A. Marneros, Universittsklinik fr Psychiatrie, MLU Halle-Wittenberg Prof. Dr.med. H. Schulz, Universittsklinik fr Neurologie, Erfurt Prof. Dr.med. J. Behrens, Institutfr Gesundheits- und Pflegewissenschaften, MLU Halle-

Wittenberg

urn:nbn:de:gbv:3-000005123[http://nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=nbn%3Ade%3Agbv%3A3-000005123]

gewidmet meinen lieben Eltern...

Kurzreferat und bibliographische Beschreibung

Zielstellung: Es soll der Einflu von Persnlichkeitsmerkmalen auf die Entstehung und Aufrechterhaltung von Schlafstrungen untersucht werden. Dies soll auf der Basis von Fragebgen zur Persnlichkeit und zum Schlafverhalten geschehen und mittels polysomnographischer Untersuchungen ausgewhlter Studenten verifiziert werden. Darber hinaus sollen die Adaptationsprozesse im Sinne eines Erstnachteffektes welche man als Gewhnung an die Bedingungen im Schlaflabor interpretieren kann, unter den Probanden im psychiatrischen Schlaflabor der Universittsklinik Halle untersucht und beschrieben werden. Methodik: Es wurden 182 gesunde Studenten der Universitt Halle -Wittenberg zu ihrer Persnlichkeit mit dem NEO-Fnf-Faktoren Inventar (NEO-FFI) und zum Schlafverhalten mit dem Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI) befragt und die Ergebnisse miteinander verglichen. Anschlieend wurden polysomnographische Daten von 20 Probanden mit strkerer Ausprgung fr die Dimension Neurotizismus whrend dreier Nchte erhoben, ausgewertet und mit den subjektiven Angaben in den Fragebgen verglichen. Durch ein erneutes Ausfllen des PSQI nach 3 Monaten wurde die Reliabilitt der Aussagen berprft. Ferner wurden von den Studenten im Schlaflabor zu jeder Nacht ausgefllte Abend-Morgen-Protokolle ausgewertet und ebenfalls mit den objektiven Messungen verglichen. Die Adaptationsprozesse der Probanden im Schlaflabor wurden quantifiziert und beschrieben. Ergebnisse: Von 5 untersuchten Persnlichkeitsmerkmalen zeigte lediglich die Dimension Neurotizismus einen positiven Zusammenhang mit den subjektiven Schlafbeschwerden. Die Probanden mit einer strkeren Ausprgung hinsichtlich des Merkmals Neurotizismus wiesen dabei keine spezifische oder andersartige Komponente eines gestrten Schlafes auf. Ihre angegebenen Schlafstrungen unterschieden sich von denen der Gruppe mit unterdurchschnittlichen Neurotizismuswerten statt dessen vor allem quantitativ. Sie schtzten ihren Schlaf schlechter ein, brauchten subjektiv lnger zum Einschlafen und beklagten eine verminderte Gesamtschlafdauer bzw. eine vermehrte Tagesmdigkeit. Die angegebenen Schlafstrungen erwiesen sich dabei ber einen Zeitraum von ca. einem viertel Jahr als uerst stabil. Die polysomnographischen Daten der Stichprobe zeigten erwartungsgem ber die drei Nchte Abweichungen, die auf Adaptationsprozesse im Sinne eines First night effect zurckgefhrt werden konnten. Diese Anpassungen erstreckten sich in erster Linie auf die Kontinuitt des Schlafes im Sinne einer lnger bentigten Einschlafdauer und lnger wach gelegener Zeit, dagegen weniger auf die Architektur des Schlafes im Sinne stark unterschiedlicher Dauer einzelner Schlafstadien. Den Abend-Morgen-Protokollen zufolge fhlten sich die Probanden nach der ersten Nacht noch wenig erholt und schliefen insgesamt unruhiger. Die Adaptationsprozesse waren nach der ersten Nacht abgeschlossen. Signifikante Unterschiede zwischen der zweiten und dritten Nacht bestanden nicht mehr. Im Gegensatz zu den Fragebogenuntersuchungen offenbarten die Laboruntersuchungen keinerlei Zeichen einer objektivierbaren Schlafstrung. Die Verhltnisse fr die einzelnen Schlafparameter waren in den letzten beiden Nchten innerhalb der Stichprobe unauffllig und regelrecht. Die Probanden schtzten ihren Schlaf schlechter ein als er tatschlich war. Schlufolgerungen: Untersuchungen, die den Zusammenhang von Persnlichkeitsmerkmalen mit dem Schlafempfinden zum Gegenstand haben, sollten vornehmlich den Faktor Neurotizismus beleuchten. Er erfhrt diesbezglich eine scharfe Abgrenzung gegenber den anderen 4 Merkmalen. Ferner eignet sich der PSQI subjektive Schlafstrungen reliabel und verllich aufzudecken und zustzliche Komponenten empfundener Schlafbeschwerden, die einer objektiven Messung verwehrt bleiben, zu offenbaren. Die Diskrepanz zwischen geschtztem und wirklichem Schlafverhalten wirft die Hypothese auf, da die Probanden mit strkerer Ausprgung fr die Persnlichkeitsdimension Neurotizismus entsprechend ihrer Eigenschaft, sich inadquat Sorgen zu machen auch fr ihren Schlaf gilt. Aufgrund eines ausgeprgten First night effect sollten zur Analyse und Interpretation von Schlafparametern hnlich zusammengesetzter Untersuchungsgruppen erst die Daten ab der zweiten Nacht gelangen. Busch, Volker: Der Einflu von Persnlichkeitsfaktoren auf das Schlafverhalten junger Erwachsener und Adaptationseffekte bei polysomnographischen Untersuchungen. Martin Luther Universitt Halle -Wittenberg, Med. Fak., Diss., 76 Seiten, 2002

Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung.......................................................................................................................................S. 1

2) Zielstellung .....................................................................................................................................S. 8

3) Material und Methodik ...............................................................................................................S. 9

3.1. Fragebogen-Untersuchungen ..........................................................................................S. 9

Material .....................................................................................................................S. 9

Stichprobe ....................................................................................................S. 9

Testinventare ................................................................................................S. 9

Statistik und Methodik .............................................................................................S.11

3.2. Untersuchungen im Schlaflabor .....................................................................................S.13

Material ....................................................................................................................S.13

Einschlukriterien .......................................................................................S.13

Ableitung und Registrierung .......................................................................S.13

Auswertung .................................................................................................S.14

Abend-Morgen-Protokolle ..........................................................................S.15

Statistik und Methodik .............................................................................................S.16

4) Ergebnisse ....................................................................................................................................S.18

4.1. Fragebogen-Untersuchungen ..........................................................................................S.18

4.1.1 Persnlichkeit ...................................................................................................S.18

4.1.1.1 Werteverteilungen ............................................................................S.18

4.1.1.2 Untersuchungen zum Einflu des Geschlechts ................................S.18

4.1.2 Schlaf und Persnlichkeit ................................................................................S.19

4.1.2.1 Untersuchungen zum Zusammenhang

zwischen beiden Fragebgen ...........................................................S.19

4.1.2.2 Gruppenvergleich der Probanden

mit erhhten/erniedrigten Eigenschaftswerten ................................S.21

4.1.2.3 Untersuchungen zum spezifischen Einflu

der einzelnen Komponenten.............................................................S.27

4.1.2.4 Regressionsanalyse Neurotizismus und Schlafstrungen.................S.28

4.1.2.5 Reliabilittsanalyse PSQI .................................................................S.29

4.2. Untersuchungen im Schlaflabor .....................................................................................S.30

4.2.1 Erstnachteffekt .................................................................................................S.30

4.2.1.1 Auswertung und Beschreibung der PSG-Daten ...............................S.30

4.2.1.2 Untersuchungen zum Einflu

des Erstnachteffekt auf die PSG-Daten ............................................S.35

4.2.1.3 Auswertung und Beschreibung der Schlafprotokolle ......................S.37

4.2.1.4 Untersuchungen zum Einflu des Erstnachteffekt

auf die Angaben in den Protokollen ................................................S.39

4.2.2 Schlaf .........................

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