DIE WELT IST IHR ZUHAUSE EIN LABOR FÜR ?· und Schmerzbehandlung SEITE 6/7 ... deten Instituts für…

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    DIE WELT IST IHR ZUHAUSENeue Professorin fr Veterinransthesie und SchmerzbehandlungSEITE 6/7

    EIN LABOR FR RUANDAFortbildung fr TierrztInnen aus AfrikaSEITE 12/13

    NEUES MASTERSTUDIUMEvolutionre Systembiologie SEITE 29

    Wissen und KnnenLehrkultur im Wandel AB SEITE 16

    SCHWERPUNKT

    Das Magazin der Veterinrmedizinischen Universitt Wien und der Gesellschaft der Freunde der Veterinrmedizinischen Universitt Wien 1/2016

    vetmed

    Wissen und KnnenLehrkultur im Wandel

  • Wissenund Knnen

    Stressfrei lernen 16

    Simulator-Training bringts 20... zeigen zwei aktuelle Studien

    Europischer Werkzeugkasten 21Weiterentwicklung des Kompetenz-Checks

    Online Studieren 22Die virtuelle Lernplattform Vetucation

    Gute Lehre ist messbar 24Interview mit dem Veterinrmediziner Marc Dilly

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    SCHWERPUNKT

    SERVICE

    Bild der Ausgabe 30

    Rtselbild 34

    Termine 35

    Buchtipps 34Aus der Universittsbibliothek

    Im Trainingszentrum VetSim simulieren Studierende eine Kastration beim Hund.

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    PROJEKTKOOPERATION

    Forschen & publizieren 10Forschungsergebnisse

    Ein Labor fr Ruanda 12Fortbildung fr TierrztInnen aus Afrika

    Forschen am Lehr- 14und Forschungsgut Richtiges Futter, fitte Milchkhe

    Von der Forschung zum Markt 31Interview mit Lukas Madl von der tecnet

    Kurz notiert 4

    Die Welt ist Ihr Zuhause 6Neue Professorin fr Veterinr- ansthesie und Schmerzbehandlung

    Gut versorgt, besser vermittelt 8Das Wiener Tierquartier

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    STUDIEREN AUS DER PRAXIS

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    ZU BESUCH BEI ...Alumni-Splitter 26Die Gesellschaft der Freunde der Vetmeduni Vienna informiert

    HVU-Kommentar 26von Moritz Bnger

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    Lernen & wissen 27Rund ums Studium

    Akademische Feiern 30

    Neuer Master 29Evolutionre Systembiologie

    den TierrztInnen Miriam Kleiter und Maximilian Pagitz

    Von Strahlen und Strahlung 32

    Ein Fall fr(s) VETMED Bestrahlungen fr Bella 33

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    Die Startbedingungen fr angehende TierrztInnen verbessern - das ist der Anspruch unserer Universitt an den Studienplan Veterinrmedizin. Die tier-rztliche Praxis ist uert anspruchs-voll, so auch das entsprechende Studium, das Studierende wie Lehrende gleicher-maen fordert. Die Universitt vermit-telt Studierenden nicht nur fachliches Wissen und Kompetenzen, sondern er-mglicht die Entwicklung zu verantwor-tungsbewussten und (selbst-)kritischen Persnlichkeiten. Das verlangt vielflti-ge, aber auch neue Formen des Lehrens und Lernen. Vor diesem Hintergrund setzen unsere Lehrenden auf Praxisbe-zug. Mit dem Magazinschwerpunkt die-ser Ausgabe bieten wir allen LeserInnen einen Einblick in unseren Lehralltag, der viele Facetten bietet: Wiewohl das tra-ditionelle Buch noch lange nicht ausge-dient hat, sind Internet, Smartphone und Apps fr die digital Natives im Studi-enalltag nicht mehr wegzudenken. Wie erste Studien zeigen, bewhrt sich das Simulationstraining in der Veterinrme-dizin. Wie sonst lsst sich ein Handgriff fr eine lebensrettende OP so oft ben, bis er fehlerlos beherrscht wird? Zuknf-tig untersttzen uns eigens geschulte Simulations-SchauspielerInnen fr das Kommunikationstraining zwischen TierrztIn und TierhalterIn. Gesprchs-fhrung, fundierte Fragestellung und respektvoller Umgang lassen sich so praxisnah ben. Je besser trainiert, des-to einfacher wird sich der Praxiseinstieg in einen der anspruchsvollsten Berufe unserer Gesellschaft gestalten.

    Petra Winter

    Vizerektorin fr Lehre und klinische Veterinrmedizin

    Unsere Devise: Praxisnah und konkret

    Gedruckt auf Recyclingpapier nach der Richtlinie des sterreichischen Umweltzeichens Schadstoffarme Druckerzeugnisse. Druckerei Janetschek GmbH UWNr. 637

    EDITORIAL

    IMPRESSUMHERAUSGEBER, MEDIENINHABER UND VERLEGER: Veterinrmedizinische Universitt Wien und Gesellschaft der Freunde der Veterinrmedizinischen Universitt Wien 1210 Wien, Veterinrplatz 1, T: +43 1 25077 - 0 www.vetmeduni.ac.at

    Das VETMED ist die offizielle Zeitschrift der Veterinrmedizi-nischen Universitt Wien. Thematische Schwerpunkte sind in erster Linie die universitren Bereiche Forschung, Lehre und Dienstleistung sowie andere veterinrmedizinisch bzw. gesell-schaftlich relevante Themen. Fur namentlich gekennzeichnete Beitrge sind die jeweiligen VerfasserInnen verantwortlich. Verantwortlich fur den Inhalt: Doris SallabergerRedaktion: Heike Hochhauser

    KONTAKT: communication@vetmeduni.ac.at

    MitarbeiterInnen dieser Ausgabe: Susanna Berger, Sonja Burger, David Frank, Heike Hochhauser, Georg Mair, Doris Sallaberger, Felizitas Steindl

    DESIGN: www.h2p.at

    DRUCK: Druckerei Janetschek GmbH, Brunfeldstrae 2, 3860 Heidenreichstein, www.janetschek.at

    ERSCHEINUNGSART: Das VETMED erscheint viermal jhrlich. Abgabe gratis. Ausgabe 1/2016 erscheint Ende Mrz.

    SOCIAL MEDIA:www.facebook.at/vetmeduni.viennawww.twitter.com/vetmedunivienna (@ vetmedunivienna)

    www.youtube.com/vetmedvienna

  • KURZ NOTIERTAm Campus der Vetmeduni Vienna

    vetmed 1/2016

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    Posterpreis-GewinnerInnen

    Auswahl des Wissenschaftlichen Beirats

    1. Platz - Taniya Mitra (Klinische Abteilung fr Geflgelmedizin) Changes in T and B cell frequencies in different organs and blood of tur-keys infected with virulent or attenuated Histo-monas meleagridis

    2. Platz - Cornelia Konicek (Klinische Abtei-lung fr Geflgelmedizin) Prevalence of selec-ted zoonotic pathogens in the population of wild birds in Austria

    3. Platz - James Rushton (Klinische Abtei-lung fr Kleintierchirurgie) Detection of asinine Herpesvirus 5 (AsHV-5) in a herd of 266 Lipizza-ners throughout a period of two years.

    JournalistInnen-Jury

    Die Jury der WissenschaftsjournalistInnen bestand aus Peter Iwaniewicz (Der Fal-ter), Martin Kugler (Universum Magazin), Christian Mller (APA), Lukas Wiesel-berg (ORF Science, 1) und Thomas Zimmel (Vet-Magazin).

    Die Posterpreise gehen an...44 JungforscherInnen reichten beim Posterbewerb 2015 ein. Zugelassen waren ausschlielich Poster, die bereits bei einem wissenschaftlichen Kongress prsentiert worden waren. Zwei Jurys whlten die aus ihrer Sicht jeweils drei besten Arbeiten aus.

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    Feierliche Verleihung der Posterpreise mit dem Rektorat der Vetmeduni Vienna. Im Bild (v.l.): Otto Doblhoff-Dier, Christian Mathes, James Rushton, Salome Troxler in Vertretung von Cornelia Konicek, Sandra Hgler in Vertretung von Ursula Teubenbacher, Katharina Brugger, Taniya Mitra, Petra Winter, Sonja Hammerschmid

    1. Platz - Katharina Brugger (Institut fr ffentliches Veterinrwesen) Abschtzung der Zeckendichte (Ixodes ricinus) anhand von biokli-matischen Variablen

    2. Platz - Ursula Teubenbacher (Institut fr Pathologie und gerichtliche Veterinrmedizin) Histopathological lesions in the hippocampal CA1 region after six and eight minutes of cardiac arrest in rats

    Molekularbiologischer Forschungspreis

    Die Forschungsgruppe rund um Daniela Fux (Institut fr Pharmakologie und Toxikologie der Vetmeduni Vienna) ge-wann heuer bereits zum zweiten Mal in Folge einen Immuno Tools Special Award. Der molekularbiologische For-schungspreis ging 2015 unter anderem an die Dissertantin Alexandra Schoos. Sie beschftigt sich mit den Einflssen auf das Tumorwachstum, insbesondere bei Brustkrebs von Hunden und Menschen.

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    Das preisgekrnte Team des Instituts fr Pharmakologie und Toxikologie (v.l.): Sabrina Tripolt (Gewinnerin 2014), Teamleiterin Daniela Fux und Alexandra Schoos (Gewinnerin 2015)

    Deutschkurse fr Geflchtete

    Zweimal pro Woche kommen seit Mitte Jnner 2016 rund 50 Flchtlinge aus dem Iran, Syrien, Afghanistan sowie verein-zelt aus anderen Lndern an die Vetme-duni Vienna, um Deutsch zu lernen. Die Universitt organisiert die Sprachkurse in Zusammenarbeit mit der Volkshoch-schule (VHS Polycollege Margareten Wieden), die qualifizierte Deutschtraine-rInnen dafr ausgewhlt hat. Alle unter-richteten Flchtlinge wohnen entweder in Flchtlingsunterknften der Volks-hilfe in Floridsdorf oder bei Mitarbeite-rInnen der Vetmeduni Vienna. Die Kurse laufen noch bis September.

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    Grundkenntnisse in Deutsch erwerben an der Vetmeduni Vienna (v.l.): Paruiz Fetrati, Iman Varnaseri und Saman Alahmoradi

    3. Platz - Cornelia Konicek (Klinische Abtei-lung fr Geflgelmedizin) Prevalence of selec-ted zoonotoc pathogens in the population of wild birds in Austria.

  • vetmed 1/2016 CAMPUS NEWS

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    Award of ExcellenceDas Wissenschaftsministerium verleiht jedes Jahr an die besten DissertantInnen und PhD-Studierenden sterreichs den mit 3.000 Euro dotierten Award of Excel-lence. An der Vetmeduni Vienna ging der Preis an Hanna Koinig, die ihre PhD-Ar-beit am Institut fr Immunologie bzw. der Universittsklinik fr Schweine verfasste.

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    Im letzten Heft (Ausgabe 04/2015) haben wir berichtet, das Wil-helminenberger Schloss sei zum heutigen Forschungsinstitut fr Wildtierkunde und kologie um-gebaut worden. Das ist aber nicht richtig, es waren lediglich die Wirt-schaftsgebude des Schlosses, die 1982 fr die Forschung adaptiert wurden. Im frheren Schloss ist heute ein Hotel untergebracht.

    Brkis anwendungsorientierte Forschungsergebnissefanden Eingang in diverse Impfprogramme.

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    Franz Brki

    Der Veterinrvirologe und langjhri-ge Mitarbeiter der Vetmeduni Vienna, Franz Brki, ist am 1. Dezember 2015, kurz vor seinem 91. Geburtstag verstor-ben. Professor Brki wurde 1966 zum 1. Ordinarius des damals neu gegrn-deten Instituts fr Virologie berufen, das er bis zu seiner Emeritierung 1991 geleitet hat. Mit Brki verliert die Uni-versitt einen herausragenden Univer-sittsangehrigen, der groe Verdienste zur Etablierung der Veterinrvirologie in sterreich geleistet hat.

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    Welpen sollten ihr Erkundungsverhalten ausleben knnen, erklrte der Verhaltensforscher Urs Andreas Lscher bei einem Vortrag.

    Die ersten Lebenswochen sind fr die Entwicklung von Hunden prgend. HalterInnen sind daher gut beraten, die ZchterInnen ihrer Welpen sorg-sam auszuwhlen. Dort sollten die jungen Vierbeiner ihr Erkundungs-verhalten ausleben und verschiedens-te Umweltreize erleben knnen. Im Haushalt der HalterInnen lernen die Welpen dann am schnellsten durch Belohnung von richtigem Verhalten, erklrte der Tierarzt und Verhal-tensforscher Urs Andreas Lscher im Februar 2016 bei einem bestens be-suchten ffentlichen Vortrag an der Vetmeduni Vienna.

    Wie sich Welpen gut entwickeln

    Ethik und Tierwohl waren fr Frauke Ohl in Lehre und Forschung zentral.

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    Frauke Ohl

    Frauke Ohl starb am 28. Jnner 2016 nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 50 Jahren. Die Professorin war seit 2011 im Wis-senschaftlichen Beirat der Vetmeduni Vien-na und seit 2013 auch im Wissenschaftlichen Beirat des Messerli Forschungsinstituts ttig gewesen. Die studierte Zoologin leitete seit 2006 an der Veterinrmedizinischen Fakultt der Universitt Utrecht das Department fr Animals in Science and Society. In ihrer wis-senschaftlichen Arbeit widmete sie sich vor allem der Stressforschung von Tieren und den damit verbundenen Anpassungsprozessen an die Umwelt auf kognitiv-emotionaler Ebene.

    Darin analysierte sie die Immunantwort gegen zwei bedeutende Infektionserreger beim Schwein: Porzines Circovirus Typ 2 und Schweineinf luenzavirus Typ A.

    Die Preistrgerin Hanna Koinig bei der Verleihung mit Alexander Marinovic vom Wissenschaftsministerium.

    Preisverleihung in der Aula der Wissenschaften mit Peter Wanka vom Wissenschaftsministerium.

    Wrdiger Studienerfolg

    Die Absolventin des Masterstudiums Bio-medizin und Biotechnologie, Julia Stefanie Brunner, erhielt vom Wissenschaftsmi-nisterium den Wrdigungspreis fr ihren hervorragenden Studienerfolg. Sie war 2015 eine der 50 besten AbsolventInnen sterreichs und wurde mit einem Preis-geld von 3.000 Euro dafr belohnt.

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    Die Welt ist ihr Zuhause

    Seit Ende 2015 leitet die international anerkannte Veterinr-Ansthesistin Paula Larenza-Menzies als neue Professorin

    der Vetmeduni Vienna die Klinische Abteilung fr Ansthesiologie und perioperative Intensivmedizin. Die gebrtige

    Argentinierin war zuvor an der University of Pennsylvania in den USA und der Universitt Helsinki in Finnland ttig. Ihr

    Forschungsschwerpunkt liegt in der Entwicklung sicherer Narkosen fr Klein- und Grotiere.

    Paula Larenza-Menzies ist neue Professorin fr Veterinr- Ansthesie und Schmerzbehandlung

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    Professorin Paula Larenza Menzies (li. im Bild) forscht an sicheren Narkosen fr Hunde, Katzen und Pferde. Der Patientenhund im Bild ist schon auf die OP vorbereitet.

  • CAMPUS NEWS

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    vetmed 1/2016

    Die Welt ist ihr Zuhause

    Gerade weil Tiere ihre

    Schmerzen und ngste nicht

    mit Worten mitteilen knnen,

    ist eine gut wirkende Schmerz-

    behandlung essenziell.

    Narkosen sind in der Veterinrmedizin von groer Bedeutung. Nicht nur fr Ope-rationen, sondern auch fr diagnostische Eingriffe werden Narkosemittel und -tech-niken entwickelt, die an die jeweilige Tier-art angepasst werden. Gerade weil Tiere ihre Schmerzen und ngste nicht mit Worten mitteilen knnen, ist eine gut wir-kende Schmerzbehandlung essenziell. La-renza-Menzies hat sich auf das Gebiet der Tiernarkosen und der Schmerz-behandlung spezia-lisiert. Sie arbeitete unter anderem an der Entwicklung ei-nes neuartigen An-sthetikums fr Pferde, Katzen und Hunde, das bessere Narkosequalitten besitzt und schneller abgebaut wird als herkmmli-che Substanzen. Das von ihr entwickelte und mittlerweile marktzugelassene S-Ke-tamin ist eine neue Form des Narkose-mittels Ketamin und besitzt neben der besseren narkotisierenden Wirkung auch gute schmerzstillende Eigenschaften.

    Keine Schmerzen ohne Schutzfunktion

    Neben der Entwicklung neuartiger und besserer Narkosemittel liegt der Argen-tinierin mit italienischen Wurzeln auch das Schmerzmanagement am Herzen. Eine zufriedenstellende Schmerzbe-handlung ist mir ein Anliegen. Schmerzen sind ein wichtiger Schutzmechanismus. Sie warnen den Krper vor Schden. Schmerzen whrend Operationen oder diagnostischen Eingriffen sind jedoch knstlich hervorgerufen. Sie haben kei-nen warnenden Charakter und sollen daher auch nicht ertragen werden. An-sthesistinnen und Ansthesisten in der Veterinrmedizin sind speziell fr die Schmerztherapie ausgebildet und werden hufig von behandelnden Tierrztinnen und Tierrzten beratend hinzugezog...

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