die bedeutung von lernstrategien

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  • DIE BEDEUTUNG VON LERNSTRATEGIEN ZUR FRDERUNG DER

    LERNERAUTONOMIE IM FREMDSPRACHENUNTERRICHT DEUTSCH

    Versuch einer Lehrwerkanalyse - beurteilung

    . -

    2005

  • 1

    I N H A L T S V E R Z E I C H N I S

    Einleitung 3

    1. Entwicklung der Lerntheorien . 6 1.1 Bestimmung des Begriffs Lerntheorie . 6

    1.2 Behavioristische Lerntheorien .. 7

    1.3 Kognitive Lerntheorien 9

    2. Lernerautonomie 12

    2.1 Historischer Rckblick . 12

    2.2 Grnde der Lernerautonomie ... 13

    2.3 Bestimmung des Begriffs Lernerautonomie 15

    2.4 Phasen und Komponenten des autonomen Lernens 17

    2.4.1 Vorbereitung des eigenen Lernens ... 17

    2.4.2 Regulierung des Lernens .. 20

    2.4.3 Selbstevaluation 24

    2.5 Zur Frderung von Lernerautonomie 26

    3. Lernstrategien . 28

    3.1 Definition und Bestimmung des Begriffs Lernstrategien . 29

    3.2 Kennzeichen von Lernstrategien ... 31

    3.3. Beschreibung von Lernstrategien .. 32

    3.4 Klassifikation von Lernstrategien .. 33

    3.4.1 Zur Unterscheidung zwischen direkten und indirekten

    Strategien ... 36

    3.4.2 Direkte Strategien .. 37

    3.4.2.1 Gedchtnisstrategien .. 37

    3.4.2.2 Sprachverarbeitungsstrategien 39

    3.4.2.3 Kompensationsstrategien 42

    3.4.3 Indirekte Strategien . 44

    3.4.3.1 Strategien zur Regulierung des eigenen Lernens 45

    3.4.3.2 Affektive Strategien .. 47

  • 2

    3.4.3.3 Soziale Strategien .. 48

    3.5 Zur Vermittlung von Lernstrategien . 51

    3.5.1 Selektion der Trainingsgegenstnde . 51

    3.5.2 Integriertes Training von Lernstrategien .. 52

    3.5.3 Explizitheitsgrad der Strategievermittlung ... 53

    3.5.3.1 Implizite Vermittlung ....... 53

    3.5.3.2 Explizite Vermittlung ... 54

    3.6 Zur Funktion von Lernstrategien .. 56

    4. Konsequenzen fr den Fremdsprachenunterricht Deutsch 59

    4.1 Die Rolle des/der selbstndigen Lerners / Lernerin .. 60

    4.2 Die Rolle des/der autonomiefrdernden Lehrers / Lehrerin .. 63

    4.3 Autonomiefrdernde Unterrichtsformen und Arbeitsweisen . 65

    4.4 Konsequenzen fr die Lehrmaterialien .. 66

    4.4.1 Einblick in die Lehrwerkforschung und Lehrwerkkritik ... 67

    4.4.2 Kriterien autonomiefrdernder Lehrwerke 69

    4.4.3 Autonomiefrdernde Aufgaben und bungen .. 77

    5. Auswertung eines Lehrwerks fr die Sekundarstufe I 81

    5.1 Prsentation des Lehrwerks Ping Pong neu ... 82

    5.2 Analyse des Lehrwerks Ping Pong neu .. 83

    5.2.1 Analyse und Beurteilung der Gliederung des Lehrwerks .. 83

    5.2.2 Analyse und Beurteilung der autonomiefrdernden Materialien

    des Lehrwerks .................... 86

    5.3 Zusammenfassende Bemerkungen 100

    6. Schlussfolgerung .. 102

    7. Literaturverzeichnis .... 105

    Anhang . 111

  • 3

    Jemandem einen Fisch geben, das reicht nur fr eine Mahlzeit; jemanden fischen lehren, das reicht fr das ganze Leben. Chinesisc er Ph o oph L o e h il s a ts

    Einleitung

    Oberstes Ziel aller Sprachen ist die Fhigkeit zur Kommunikation und zur Verstndigung.

    Dies gilt dementsprechend auch beim Erlernen einer Fremdsprache in unserem Fall der

    deutschen Sprache.

    In den letzten Jahren ist ein groes Verlangen nach Fremdsprachenkenntnissen in fast allen

    Lebensbereichen der Menschen zu bemerken und es kann gewiss behauptet werden, dass

    man heutzutage ohne Fremdsprachenkenntnisse nicht auskommt. Diese Feststellung hat

    durchaus auch den Fremdsprachenunterricht beeinflusst.

    Es wird berwiegend versucht, die Fremdsprachenlerner in reale Kommunikations-

    situationen zu versetzen und authentisches Material in den Unterricht einzusetzen. Die

    Begriffe kommunikativ und Authentizitt stehen mittlerweile im Fremdsprachen-

    unterricht und in jedem Lehrwerk fr Deutsch als Fremdsprache im Mittelpunkt.

    Seit einigen Jahren jedoch erscheinen didaktische bzw. lernpsychologische Begriffe, wie

    zum Beispiel Schlerorientierung, oder Binnendifferenzierung1, Lernstrategien2,

    Metakognition, etc., die die starke Tendenz bemerkbar machen, die Perspektive der

    Lernenden in den Fremdsprachenunterricht miteinzubeziehen (vgl. Nodari 1995, in:

    Fremdsprache Deutsch, Sondernummer 1996:4).

    Eng damit verbunden ist die Lernerautonomie3 (Storch 2001:23), die in der Fremd-

    sprachendidaktik einen immer hheren Stellenwert einnimmt.

    Es besteht kein Zweifel, dass sowohl Lehrwerkautoren, Lehrkrfte, als auch viele Bezugs-

    wissenschaften, wie die Psycholinguistik4, die Fremdsprachenerwerbsforschung5, die

    1 Binnendifferenzierung ist im modernen Fremdsprachenunterricht ein konstitutives pdagogisch-andragogisches Prinzip. Indem die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer im selben Themenrahmen unterschiedliche Aufgaben bearbeiten, liefern sie genau dadurch den Zndstoff fr Vergleiche, Errterungen und Vorschlge fr Schlussfolgerungen, ber die dann zu reden ist. Binnendifferenzierung setzt auf Individual-, Partner- und Gruppenarbeit und damit auf die wachsende Fhigkeit der Lernenden autonom und auf unterschiedliche Weise das zu tun, was Lehrwerk und Themendossiers anbieten (Hussermann/Piepho 1996:200). 2 Vgl. Kapitel 3 der vorliegenden Diplomarbeit. 3 Vgl. Kapitel 2 der vorliegenden Diplomarbeit. 4Interdisziplinr orientierter Forschungsansatz, der die strukturellen und funktionellen Regularitten untersucht, die dem Zusammenwirken von physischen, psychischen, kognitiven und kommunikativen Aspekten beim Spracherwerb und Sprachgebrauch zugrunde liegen (aus: Bumann 1983:418). 5 Die Fremdsprachenerwerbsforschung versucht einerseits, Ergebnisse der Bezugswissenschaften fruchtbar zu machen, und andererseits Hypothesen zu bilden und Theorien zu berprfen, wie denn der Erwerb einer fremden Sprache vonstatten geht (vgl. Ehnert 2001:36).

  • 4

    Pdagogik6, u.a in den letzten Jahren immer strker den Lernenden in den Mittelpunkt des

    Unterrichtsgeschehens stellen und sich unter anderem mit Fragen auseinander setzen, wie

    das selbstndige Lernen gelernt und gefrdert werden kann.

    Daher ist mit Sicherheit anzunehmen, dass es nicht mehr allein darum geht, eine oder zwei

    Sprachen mglichst umfassend zu lernen, sondern auch die Frage, wie sie gelernt werden,

    gewinnt immer mehr an Bedeutung. Demnach scheint die prozedurale Kompetenz der

    Schler, d.h. Wissen, wie man vorgehen kann, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen

    (Bimmel/Rampillon 2000:197), im heutigen Fremdsprachenunterricht eine enorm wichtige

    Rolle zu spielen.

    Parallel dazu wchst das Interesse an der Einfhrung und Vermittlung von Lernstrategien

    (Bimmel/Rampillon 2000:51), die zur Frderung der Lernerautonomie eine

    unabdingliche Voraussetzung darstellen.

    Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich nun genauer mit dieser engen Verknpfung von

    Lernerautonomie und Lernstrategien.

    Meine Absicht ist es, jedem Interessenten eine adquate theoretische Ausfhrung des

    Themas Lernstrategien zur Frderung der Lernerautonomie zu bieten und gleichzeitig die

    Notwendigkeit zur Geltung zu bringen, im Fremdsprachenunterricht Lernstrategien von

    Anfang an einzufhren, zu vermitteln und zu trainieren. Darber hinaus liegt es in meinem

    Interesse, die Notwendigkeit aufzuzeigen, Lehrbcher und jegliche Lehrmaterialien

    hinsichtlich ihrer Autonomiefrderung kritisch zu untersuchen, zu analysieren und

    eventuell auch umzustrukturieren und anzupassen. Dies soll erreicht werden, indem ich in

    dieser Arbeit den Versuch unternehme, das Lehrwerk fr Deutsch als Fremdsprache Ping

    Pong neu (Hueber Hellas), das in griechischen Schulen der Sekundarstufe I Einsatz findet,

    ansatzweise diesbezglich zu analysieren und zu beurteilen.

    Zur angemessenen Auslegung der Verknpfung von Lernerautonomie und

    Lernstrategien werden in dieser Diplomarbeit folgende Aspekte genauer untersucht:

    Im ersten Teil werde ich zunchst auf die Entwicklung der Lerntheorien

    (Bimmel/Rampillon 2000:38) eingehen, die das Lernen wissenschaftlich und vollstndig

    zu definieren versuchen. Beschrieben werden hauptschlich behavioristische sowie

    kognitive Lerntheorien.

    Anschlieend wird im zweiten Teil auf die historische Entwicklung der Lernerautonomie

    eingegangen und Begrndungen fr das autonome Lernen angegeben. Gleich danach

    ziehe ich den Begriff der Lernerautonomie in Betracht, indem zuerst eine Definition des 6 Wissenschaft von Erziehung u. Bildung: Sy Erziehungswissenschaft (aus: Wahrig 1994:1178).

  • 5

    Begriffs gegeben wird und danach ausfhrlich die einzelnen Phasen autonomen Lernens

    geschildert werden. Auerdem beziehe ich mich auch auf Mglichkeiten zur Frderung der

    Lernerautonomie.

    Der folgende Teil der Diplomarbeit beschftigt sich mit den Lernstrategien, die als

    Voraussetzung der Lernerautonomie auch der Schwerpunkt dieser Arbeit sind.

    Hauptanliegen dieses Kapitels ist zuerst, den Begriff Lernstrategien zu klren und

    anschlieend eine ausfhrliche, leicht erfassbare Darstellung und Klassifikation der

    Lernstrategien zu prsentieren. Darber hinaus befasse ich mich mit den Vermittlungs-

    mglichkei

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