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  • Analyse des Nutzenpotentials

    modellgetriebener ERP-Einführung

    Diplomarbeit

    zur Erlangung des Grades eines Diplom-Ökonomen

    der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Leibniz Universität Hannover

    vorgelegt von:

    Alexey Semenov

    Erstprüfer: Prof. Dr. Michael H. Breitner

    Hannover, den 07.02.2011

  • II

    Abbildungsverzeichnis……………………………………………………………... IV

    Tabellenverzeichnis………………………………………………………………... VI

    I. Einleitung…………………………………………………………………….. 1

    1.1. Problemstellung und Motivation………………………………………. 1

    1.2. Zielsetzung der Arbeit……………………………………….…………. 3

    1.3. Aufbau der Arbeit…………………………………………….………… 3

    1.4. Termini und Definitionen…………………………………….…………

    6

    II. Grundlagen der Einführung von Enterprise Resource Planning-

    Systemen………………………………………………………………………

    11

    2.1. Enterprise Resource Planning-Systeme………………………………… 11

    2.1.1. Begriff und Evolution des ERP…………………………………. 11

    2.1.2. Prozessorientierte ERP-Einführung………………………….….. 13

    2.2. Anforderungen an ERP-Systeme zur Durchführung des modellbasier-

    ten Customizing…………………………………………........................

    14

    2.3. Geschäftsprozess- und Workflow Management……………………..… 16

    2.3.1. Wichtige Aspekte des Geschäftsprozessmanagements………….. 16

    2.3.2. Geschäftsprozessmodellierung…………………………………... 17

    2.3.3. ARIS Business Architect for SAP als Geschäftsprozessmanage-

    ment-Tool……………………………………………………….............

    25

    2.4. Life-Cycle-Phasen Modell für die Einführung der ERP-Systeme…...….

    28

    III. Die Umsetzung von Geschäftsprozessmanagement bei SAP-Projekten….. 30

    3.1. Funktionaler Projekteinsatz von SAP Solution Manager…………….... 30

    3.1.1. Implementierungsszenario von SAP Solution Manager……….... 30

    3.1.2. Verwaltung des Projektes……………………………………….. 31

    3.1.3. Roadmaps………………………………………………………... 33

    3.2. Synchronisation von SAP Solution Manager und ARIS for SAP…….. 35

    3.2.1. Verwendung der Schnittstelle für effiziente Umsetzung des Im-

    plementierungsprojektes………………………………………..……

    35

    3.2.2. Erfolgsvoraussetzungen für effektive Nutzung der Werkzeuge…. 38

  • III

    3.2.2.1. Bestimmung des führenden Werkzeugs……………………….. 38

    3.2.2.2. Bestimmung der sinnvollen Zuordnung der Ebenen………….. 39

    3.2.2.3. Zusammenspiel der Werkzeuge für kontinuierliche Verbesse-

    rung…………………………………………………………….

    40

    3.3. Einsatz von ARIS for SAP am Beispiel der Kommunale Wasserwerke

    Leipzig GmbH……………………………………………………….

    41

    IV. Vorgehensmodelle zur Einführung von SAP-Lösungen…………………... 47

    4.1. Klassisches SAP-Vorgehensmodell……………………………………. 48

    4.2. Modellbasiertes Vorgehensmodell……………………………………... 49

    4.2.1. Allgemeine Darstellung des Vorgehensmodells………………… 49

    4.2.2. Phase der Vorbereitung………………………………………….. 50

    4.2.3. Phase der Analyse………………………………………………... 52

    4.2.4. Phase der Konzeption……………………………...…………….. 52

    4.2.5. Phase der Umsetzung………………………………...…………... 54

    4.2.6. Zusammenfassung der Ergebnisse……..…………………………

    57

    V. Bewertung der integrierten Nutzung von SAP Solution Manager und

    ARIS for SAP in SAP-Einführungsprojekten...............................................

    58

    5.1. Kostenaspekt……………………………………………………………. 58

    5.2. Nutzenaspekt……………………………………………………………. 60

    5.2.1. Prozessgesteuerte Einführung……………………………………. 61

    5.2.2. Brücke zwischen Business-und IT-Welten………………………. 63

    5.2.3. Geschäftsprozessoptimierung……………………………………. 65

    5.2.4. Training der Mitarbeiter im Kontext der Geschäftsprozesse…….. 66

    5.2.5. Einsparungen bezüglich Zeit und Kosten………………………... 67

    VI. Fazit und Ausblick……………………………………………………………

    68

    Literatur- und Quellenverzeichnis………………………………………………... 72

    Anhang……………………………………………………………………………… 83

  • 1

    I. Einleitung

    1.1. Problemstellung und Motivation

    Die dynamische Entwicklung und Internationalisierung der Märkte, die Verschärfung

    des Wettbewerbs, kurze Innovationszyklen zwingen die Unternehmen, auf kundenspezi-

    fische Anforderungen schnell, effizient und kostengünstig reagieren zu können. Dieser

    Druck verlangt den Unternehmen ein hohes Maß an Flexibilität und Anpassbarkeit ab1.

    Um auf dem Markt zu bestehen, müssen sich die ERP-Systeme der Unternehmen

    schnell an die sich ständig ändernden Geschäftsprozesse anpassen können. In den ERP-

    Softwarepaketen (wie z. B. in SAP ERP) sind mindestens 1.000 Geschäftsprozessketten

    und deren zugehörigen Funktionen enthalten. Mit der Installation des ERP-Pakets muss

    das ERP-System noch implementiert und mit den sich verändernden Anforderungen des

    Unternehmens in Einklang gebracht werden. Die Verantwortlichen müssen entscheiden,

    welche Geschäftsprozesse sowie ihnen zugehörige Funktionen und Einstellungen im

    Unternehmen benötigt werden.2 Die Einführung und Anpassung von ERP-Systemen ist

    sehr langwierig und kostenintensiv. Das Customizing ist ein wichtiger Teil von der

    ERP-Einführung. Durch das Customizing wird das ERP-Verhalten gesteuert. Bei der

    ERP-Einführung werden mit Hilfe von Customizing „unternehmensneutral und bran-

    chenspezifisch ausgelieferte Funktionalitäten den spezifischen betriebswirtschaftlichen

    Anforderungen eines Unternehmens angepasst“3.

    Abbildung 1. Prinzipdarstellung des Problems

    Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Strahringer, European Business School 4

    1Wagner 2007, S. 61. 2Kösegi, Nerding 2009, S. 45. 3Kassem 2007, S. 64. 4Zitiert nach Fähnrich 2009, S. 29.

    ERP-System

    Referenz (prozess) modelle

    Unternehmens modell

  • 2

    ERP-Software basieren auf Referenzmodellen. Für das effiziente und erfolgreiche Funk-

    tionieren von Unternehmen sollen ERP-Systeme auf unternehmensspezifischen Model-

    len basieren. Allerdings ist es keineswegs einfach, unternehmensspezifisches Modell

    realitätstreu in ein ERP-System abzubilden. Darum werden von ERP-Anbietern Refe-

    renzmodelle als Wegweiser zur Erleichterung der Konfiguration des ERP-Systems zur

    Verfügung gestellt5. Im Laufe der ERP-Konfiguration erfolgt der Ver- sowie Abgleich

    der Referenzprozessmodellen mit Unternehmensmodellen. Die Entscheidung, passende

    Referenzinhalte schnell auszuwählen, ist mit erheblichem Aufwand verbunden6.

    Aus der von Trovarit durchgeführten „ERP-Zufriedenheitsstudie 2010“7 geht hervor,

    dass die ERP-Anwender die Termin- und Budgettreue von ERP-Einführung bemän-

    geln8. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob der Einführungs- und Anpas-

    sungsprozess von ERP-Systemen zeitlich und finanziell optimiert werden kann.

    Abbildung 2. ARIS for SAP

    Quelle: Sydow 2009, S. 33.

    5Vgl. Popp 2009, S. 34. 6Vgl. Keller, Popp 1995, S. 104. 7Befragung wurde von Trovarit und dem Forschungsinstitut für Rationalisierung an der Rheinisch-

    Westfälischen Technischen Hochschule im Jahr 2010 durchgeführt. 8http://www.fibunet.de/fileadmin/CW_Sdr_39_2010_FibuNet_150dpi_RGB.pdf

  • 3

    Es gibt zurzeit auf dem Markt eine Reihe von Werkzeugen (z. B. Innovator for Business

    Analysts, ARIS Business Architect for SAP, Bonapart), die eine schnelle modellbasierte

    Einführung und Anpassung von ERP-Systemen versprechen. Eine Schnittstelle zwi-

    schen dem Tool und ERP-System garantiert, dass die individuell angepassten Prozesse

    für das ERP-Customizing zur Anwendung kommen. Mit Hilfe von diesen mächtigen

    Tools können ERP-Referenzmodelle gesichtet und zugleich an die neuen Herausforde-

    rungen der Unternehmensumwelt angepasst werden9.