alzheimer demenz angehörige

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  • Alzheimer Demenz

    Erkennung - Behandlung - Umgang mit Betroffenen

  • Alzheimer DemenzDefinition

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    Viele bekannte Namen eine gemeinsame Erkrankung

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    Umgang mit dem Thema Demenz

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    Entscheidende Abnahme der intellektuellen Leistungsfhigkeit (Gedchtnisstrungen)

    Beeintrchtigung in den persnlichen Aktivitten des tglichen Lebens

    Symptome bestehen lnger als 6 Monate

    Quelle: ICD 10Definition der DEMENZ

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    Schleichender Beginn der Symptomatik mit langsamer Verschlechterung

    Fehlen von Hinweisen auf andere Ursachen eines Demenz-Syndroms

    Fehlen eines apoplektischen Beginns und Abwesenheit neurologischer Herdzeichen

    Definition der ALZHEIMER-DemenzQuelle: ICD 10

  • Alzheimer DemenzHufigkeit & Risikofaktoren

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    Demenzhufigkeiten

    Derzeit bundesweit ca. 1 Mio. an Alzheimer-Demenz Erkrankte In 10 Jahren schtzungsweise Verdoppelung der Anzahl Betroffener

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    Die Risikofaktoren fr Demenzen sind vielfltigNicht beeinflussbarhheres Lebensalterpositive Familienanamneseweibliches Geschlechtgenetische Faktoren(z.B. Apolipoprotein E)TrisomieBeeinflussbar Prvention mglichAlkohol, NikotinMedikamenteHyperhomocysteinmieHypercholesterinmieDiabetes mellitusArterielle HypertonieKHK, HerzinsuffizienzAdipositasSchdelhirntrauma

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    Bildung und geistige Aktivitt als SchutzfaktorenPersonen mit guter Bildung kompensieren die bei Demenz auftretenden Defekte besser (ungeachtet gleichermaen vorhandener hirnorganischer Vernderungen)bei Personen, die schon als Kinder intellektuell wenig stimuliert wurden, ist das Risiko einer Alzheimer-Demenz bis zu fnfmal hheroffensichtlich werden bereits in der Kindheit die Strukturen angelegt, die fr eine hhere Reservekapazitt des Gehirns verantwortlich sindLaut einer schwedischen Zwillingsstudie wurde die Demenzentwicklung umso mehr verzgert, je komplexer die Anforderungen im Berufsleben waren (vgl. Nonnenstudie)

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    Vorbeugende Manahmen gegen Alzheimer-DemenzGedchtnistraining/ Intellektuelle StimulationPsychomotorisches Training & GedchtnistrainingMusizierenMediterrane Kost/ Obstgenuss KommunikationSport, Bewegung, regelmiges SpazierengehenBluthochdruck behandeln

  • Alzheimer DemenzGrundlagen und Ursachen der Erkrankung

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    1907: Erstbeschreibung der Krankheit durch Alois AlzheimerAlois AlzheimerAuguste D.(Patientin)

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    Grundlagen der Alzheimer-DemenzBei einer Alzheimererkrankung kommt es zu einem bermigen Absterben von Nervenzellen im Gehirn durch Ablagerung von krankhaften Eiweien (sog. Plaques).

    Die Ursache hierfr ist nach wie nicht ausreichend aufgeklrt.

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    Ursachen Alzheimer-Demenz

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    Ursachen Alzheimer-Demenz

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    Ursachen Alzheimer-Demenz

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    Grundlagen der Alzheimer-DemenzNicht nur das Absterben von Nervenzellen beeintrchtigt aber die Gehirnfunktionen, sondern auch ein Mangel an sog. Botenstoffen, insbesondere Acetylcholin.

    Nervenendigung NervenzelleAcetylcholinAcetylcholinesterase

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    Schrumpfung des Gehirns bei Alzheimer-Demenz

    NormalAlzheimer ErkrankungCourtesy of Albert Enz, PhD, Novartis Pharmaceuticals Corporation.

  • Alzheimer DemenzSymptome und Verlauf der Erkrankung

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    Symptome und Verlauf der Erkrankung

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    Die Symptome der Erkrankung lassen sich in drei Bereiche gliedernToiletteAnkleidenHaushaltTelefonierenUmgang mit GeldReisenGedchtnisOrientierungAufmerksamkeitDenken, LogikSpracheVernderung der PersnlichkeitAngst, Halluzinationen, Wahn, Apathie

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    Der Verlauf der Alzheimer-Erkrankung wird in drei Stadien eingeteilt

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    Alzheimer-DemenzWeniger verndert sind bei Demenzkranken oft auch lngerfristig:Grundbedrfnis nach Kontakt, Zuwendung, NheSoziale Umgangsformen/ Gemeinschaftsgefhlsthetisches und musikalisches ErlebenErinnerung an wichtige Details aus der eigenen BiographieErkennen nonverbaler Kommunikationsignale

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    Vergesslich und geistesabwesend

    Mdigkeit

    Schwierigkeiten beim Erinnern bekannter Wrter

    Unvermgen, Neues zu erlernen

    Verschlechterung des Urteilsvermgens und des Sozialverhaltens

    Frhstadium

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    Kurzzeit-speicherZu Beginn einer dementiellen Entwicklung im Alter findet sich eine Abnahme der Informations-verarbeitungsgeschwindig-keit, die einer Kurzzeit-gedchtnisstrung voraus-gehen kann.Diese Abnahme kognitiver Fahigkeiten trgt zur Beeintrchtigung der Alltagssicherheit im Haushalt, am Arbeitsplatz und im Straenverkehr bei.Anfnglich ist besonders das Kurzzeitgedchtnis betroffen

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    Verschwundene Gegenstnde stehen hufig am Anfang der Erkrankung

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    Verlust von Logik, Gedchtnis und motorischen FhigkeitenRuhelosigkeiteingeschrnkte Alltagsfhigkeiten (essen, Hygiene, etc.)Krperliche oder verbale Aggressionen als Reaktionen auf FrustrationSprache, verbale Fertigkeiten sowie Rechenleistung nehmen abParanoide Symptome

    Mittleres Stadium

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    Blasen- und Darmkontrolle nimmt abFhigkeit zu sprechen oder einfache Befehle auszufhren nimmt abHalluzinationenEmotionale Strungen: Beschimpfung oder Teilnahmslosigkeit mglichAbnehmende Betroffenheit oder ngste, da das Bewusstsein

    dafr, dass etwas nicht in Ordnung ist, verloren gehtSchlurfender Gang, langsame und unbeholfene Bewegungen

    Schweres Stadium

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    Verlauf der Erkrankung am Beispiel Carolus HornCarolus Horn (1921-1992) war Illustrator so bekannter Slogans wie:Nur Fliegen ist schner (Opel), Es gibt viel zu tun. Packen wirs an (Esso)Alle reden vom Wetter. Wir nicht (Deutsche Bundesbahn)

    Im Jahre 1985 treten bei ihm erste klinische Anzeichen eines Morbus Alzheimer auf.

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    Schon 1980, lange bevor die Krankheit klinisch manifest wurde, zeigen sich perspektivische nderungen und eine undifferenzierte Personendarstellung als Frhsymptom.

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    Das letzte Rialto-Motiv entstand 1988. Personen erkannte Carolus Horn damals nicht mehr sicher. Die Farben wurden heller, gelb wurde bevorzugt. Die Wolken wurden zu Spiegeleiern.

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    Aquarell aus dem Jahre 1991 mit Reduzierung und Monotonisierung der Bildelemente. Die Malerei gewinnt kindliche Zge. Im wesentlichen wird nur noch mit einer Farbe gemalt; die Figuren werden mit Bleistift vorgezeichnet

  • Alzheimer DemenzDiagnostik

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    Diagnostik

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    Diagnose der Alzheimer-DemenzErfolgt i. d. R. durch den Arzt (Haus- u./o. Facharzt) Krperliche Untersuchung Blutabnahme/ Laborwerte CT oder MRT (Kernspinuntersuchung) des Gehirns Psychometrische Tests ggf. Nervenwasserentnahme

    Alternativ: Ausfhrliche testpsychologische Untersuchung im Rahmen von Gedchtnissprechstunde oder stationrer Behandlung

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    Demenz-Screeningtests

    Psychometrische Testverfahren, z.B. MMST (0-30 Punkte)

    Punkte: 26-30 unauffllig20-25 V.a. leichte Demenz10-20 V.a. mittelgradige Demenz0-10 V.a. schwere Demenz

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    Demenz-Screeningtests

  • Alzheimer DemenzTherapie

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    Grundstze der Lebensgestaltung

    Tagesablauf berschaubar und gleichmig gestalten (Aufstehen, Essen, Aktivitten)Lebensraum mglichst nicht oder nur wenig verndern (Mbel, Wohnung)Gewohnheiten beibehalten (Hobbies, Haushalt, soziale Aktivitten)Anpassung der Lebensbedingungen (Gefahrenquellen beseitigen, z.B. Herdsicherung, Stolperfallen)Krperliche Aktivitt beibehalten

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    Grundstze der Lebensgestaltung

    Kranke nicht ber- und unterfordernEinbeziehung ins Alltagslebenbertragung von Aufgaben (z.B. Gartenarbeit, Abtrocknen, Staubwischen)Erkrankung in die Normalitt holen, nicht verschweigenInformation von Familienangehrigen, Bekannten, Freunden, Nachbarn

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    Rolle der pflegenden Angehrigen

    Zeit nehmen (auch fr sich selbst)Deutlich, langsam und laut sprechenKlare und einfache Anweisungen gebenSinnlose Diskussionen vermeidenWahlmglichkeiten einschrnken

    nicht: Mchtest Du Kaffee oder Tee?besser:Mchtest du Kaffee? dann: Mchtest du Tee?

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    Medikamentse Therapie der Alzheimer-DemenzDurch die Beeintrchtigung und das Absterben von Nervenzellen fehlt es am Botenstoff Acetylcholin, der die Erregung von einer Nervenzelle zur nchsten Nervenzelle bertrgtDurch eine Hemmung des Enzyms Acetylcholinesterase, das Acetycholin abbaut, kann ein Vermehrung diese Botenstoffes erreicht werdenMit diesen sog. Cholinesterasehemmstoffen (z.B. Exelon) kann die Gehirnfunktion verbessert oder stabilisiert werden

    Nervenendigung NervenzelleAcetylcholinesterase(baut ab)Acetylcholinesterase-HemmerAcetylcholin (Botenstoff)

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    Sonstige Medikamente im Rahmen einer Alzheimer-DemenzBei deutlich ausgeprgten Verhaltensstrungen (z.B. Agitiertheit, depressive Symptome) kann die Verordnung anderer Medikamente wie Neuroleptika und Antidepressiva vorbergehend sinnvoll und notwendig sein.

    Darber hinaus sollte aber jeder Alzheimererkrankte mit einer leichten oder mittelschweren Demenz einen Cholinesterase-Hemmer erhalten.

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    Erforschung neuer Behandlungsanstze

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    Erforschung neuer Behandlungsanstze

  • Alzheimer DemenzUmgang mit Betroffenen

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    Validationsansansatz (N. Feil) Selbsterhaltungstherapie (B. Romero) Biographiearbeit Milieutherapie

    Generell:Die Selbstndigkeit Betroffenermglichst lange aufrecht erhalten!Wichtige Betreuungskonzepte

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    Validation

    Validation im Sinne von Naomi Feil, lt sich mit etwas fr gltig erklren oder auch als Wertschtzung bersetzen.

    Validation ist eine Kommunikationsform und Therapie mit der man mit mangelhaft orientierten und desorientierten alten Menschen in Verbindung treten und vor allem in Verbindung bleiben kann.

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